Für wen ist der KI-Praktiker?

Für Beschäftigte, deren Arbeitsalltag sich durch generative KI verändert: in Verwaltung, Sachbearbeitung, Assistenz, Vertrieb, Kundenservice und kaufmännischen Bereichen. Und für Arbeitsuchende, die mit geprüften KI-Kenntnissen den Einstieg in Büro- und Verwaltungsberufe angehen wollen.

Am meisten bringt dir der Kurs, wenn deine Arbeit viel Texterstellung, Korrespondenz, Recherche, Dokumentation, Auswertung oder Kundenkommunikation enthält.

Was du mitbringen solltest

  • sicheren Umgang mit PC oder Laptop, Internet und E-Mail
  • Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B2
  • ein internetfähiges Gerät mit Browser, Mikrofon und stabiler Internetverbindung

Einen bestimmten Berufsabschluss brauchst du nicht. KI-Vorkenntnisse oder Programmierkenntnisse auch nicht, Programmierung ist bewusst kein Thema des Kurses. Ob es passt, klären wir vorher in einem Beratungsgespräch.

Die 10 Module

  • M1 Grundlagen der Künstlichen Intelligenz · 24 UE
  • M2 KI-Werkzeuge im beruflichen Alltag · 26 UE
  • M3 Prompting-Grundlagen · 32 UE
  • M4 Texte erstellen und überarbeiten mit KI · 28 UE
  • M5 Recherche, Zusammenfassung und einfache Auswertungen · 26 UE
  • M6 Bilder, Präsentationen und Medien · 20 UE
  • M7 Grenzen und Risiken von KI · 20 UE
  • M8 Datenschutz und sicherer Umgang mit Daten · 24 UE
  • M9 Rechtlicher und ethischer Rahmen · 16 UE
  • M10 Anwendungsprojekt und Prüfungsvorbereitung · 24 UE

Rund die Hälfte der Zeit arbeitest du selbst am Gerät. Jedes Werkzeug wird im Unterricht direkt ausprobiert, an Fällen aus Verwaltung, Sachbearbeitung, Assistenz, Vertrieb und Kundenservice. Über den ganzen Kurs baust du dir eine persönliche Prompt-Bibliothek für deine wiederkehrenden Aufgaben auf, die du danach im Job weiter nutzt. Den Zugang zu aktuellen Sprachmodellen bekommst du über unsere Plattform chat.skill-sprinters.de, die Kosten dafür tragen wir; wo es passt, arbeitest du zusätzlich mit frei nutzbaren Werkzeugversionen, damit du nach dem Kurs ohne Zusatzkosten weitermachen kannst.

Der KI-Praktiker bleibt beim Werkzeugeinsatz im Büro. Wer danach eigene Abläufe analysieren und automatisieren will, findet das im Digitalisierungsmanager mit 720 Unterrichtseinheiten.

Vollzeit oder Teilzeit

Beide Formen haben dieselben 10 Module, dieselben 240 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten und dasselbe Ziel. Sie unterscheiden sich nur darin, wie der Unterricht über die Wochen verteilt ist, und eine Gruppe bleibt durchgehend in ihrer Form.

Vollzeit, 6 Wochen

Montag bis Freitag, 8:00 bis 15:15 Uhr, Pausen 9:30 bis 9:45 und 12:00 bis 13:00 Uhr. 8 UE je Tag, 40 je Woche. Gedacht für Arbeitsuchende mit Bildungsgutschein, die schnell wieder einsteigen wollen.

Teilzeit, 24 Wochen

Dienstag und Donnerstag, 8:00 bis 12:00 Uhr, Pause 9:30 bis 9:45 Uhr. 5 UE je Tag, 10 je Woche. Passt für Beschäftigte mit überschaubarer Freistellung und lässt Arbeitsuchenden Raum für Bewerbungen.

Ausgefallene Unterrichtstage, etwa an Feiertagen, werden nachgeholt, sodass in beiden Formen alle 240 Unterrichtseinheiten stattfinden.

Wie wird der KI-Praktiker gefördert?

Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob du gerade arbeitsuchend bist oder in einem Arbeitsverhältnis stehst.

Arbeitsuchend: Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit

Wenn du arbeitsuchend bist, kann die Agentur für Arbeit den Kurs über einen Bildungsgutschein nach § 81 SGB III fördern. Bei bewilligtem Bildungsgutschein übernimmt sie die Lehrgangskosten von 2.680,80 Euro vollständig, für dich kostet der Kurs dann 0 Euro. Ob du einen Bildungsgutschein bekommst, entscheidet dein Vermittler im Einzelfall.

Den Bildungsgutschein stellt die Agentur für Arbeit aus, auch wenn du Grundsicherung beziehst. Wirst du vom Jobcenter betreut, ist dein Ansprechpartner dort oft die erste Station. Die Hotline der Agentur für Arbeit erreichst du kostenfrei unter 0800 4 5555 00.

Während des Kurses und danach unterstützen wir dich bei der Bewerbung: Das Anwendungsprojekt aus dem letzten Modul taugt als Arbeitsprobe, auf Wunsch bekommst du Rückmeldung zu Lebenslauf und Anschreiben, und wir weisen dich auf passende Stellen aus der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit hin. Diese Unterstützung kannst du nach Kursende weiter nutzen, bis du eine Stelle antrittst, längstens sechs Monate. Eine Vermittlung in Arbeit können wir nicht garantieren, sie hängt auch von deinen eigenen Bewerbungen ab.

Beschäftigt: Förderung über den Arbeitgeber nach § 82 SGB III

Stehst du in einem Arbeitsverhältnis, läuft die Förderung über das Qualifizierungschancengesetz. Den Förderantrag stellt der Arbeitgeber beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit, und zwar vor Beginn der Weiterbildung. Die Agentur für Arbeit übernimmt Lehrgangskosten gestaffelt nach Betriebsgröße und zahlt zusätzlich Zuschüsse zum Arbeitsentgelt für die Unterrichtszeiten:

  • Unter 50 Beschäftigte: in der Regel keine Arbeitgeberbeteiligung an den Lehrgangskosten, dazu bis zu 75 Prozent Arbeitsentgeltzuschuss.
  • 50 bis unter 500 Beschäftigte: in der Regel 50 Prozent der Lehrgangskosten und bis zu 50 Prozent Arbeitsentgeltzuschuss.
  • Ab 500 Beschäftigte: 25 Prozent der Lehrgangskosten und bis zu 25 Prozent Arbeitsentgeltzuschuss.
  • Mit einschlägiger Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag verschiebt sich die Beteiligung um weitere 5 Prozentpunkte zugunsten des Betriebs.
  • Unter 500 Beschäftigten entfällt die Arbeitgeberbeteiligung auch dann, wenn der Teilnehmer 45 Jahre oder älter oder schwerbehindert ist.

Die Förderung ist eine Ermessensleistung, über die Bewilligung entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall. Besteht im Betrieb ein strukturwandelbedingter Qualifizierungsbedarf, kommt alternativ das Qualifizierungsgeld nach § 82a SGB III in Betracht: Dann trägt der Arbeitgeber die Lehrgangskosten, und die Agentur zahlt für die ausfallende Arbeitszeit einen Lohnersatz. Für denselben Kurs schließen sich beide Wege aus.

Für Arbeitgeber ist der Kurs zugleich ein Baustein zu Artikel 4 der EU-KI-Verordnung, der von Betreibern von KI-Systemen verlangt, Maßnahmen zu ergreifen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals zu unterstützen. Die vermittelten Inhalte werden in einem dokumentierten Schulungsnachweis des Trägers festgehalten.

Maßnahme und Träger sind nach AZAV zugelassen (DEKRA, Trägerzulassung 31T0922097).

Prüfung und Zertifikat

Im Abschlussmodul setzt du ein kleines KI-Projekt aus deinem Arbeitsumfeld oder deinem angestrebten Tätigkeitsfeld um, etwa ein Vorlagen-Set für die Korrespondenz, ein Recherche-Dossier oder eine Routine für Protokolle, und stellst es der Gruppe vor. Danach bereitet dich das Modul mit einer Wiederholung aller Module und einer Probeprüfung auf die externe Abschlussprüfung im Multiple-Choice-Format vor. Mit bestandener Prüfung und mindestens 80 Prozent Anwesenheit erhältst du das Trägerzertifikat mit Ausweis aller Module und Unterrichtseinheiten. Beendest du den Kurs vorzeitig, bekommst du eine Teilnahmebescheinigung.

Aus unserer Sicht ist der wichtigste Teil des Kurses unscheinbar: das Nachprüfen. KI-Werkzeuge liefern in Sekunden Texte, die gut klingen und trotzdem falsch sein können. Wer im Büro damit arbeitet, braucht die Gewohnheit, Zahlen und Quellen gegenzuprüfen, bevor etwas rausgeht. Deshalb läuft die Qualitätssicherung in jedem Modul mit, vom Vier-Augen-Prinzip bis zum Faktencheck.

Wann startet der nächste Kurs?

Feste Starttermine gibt es derzeit nicht. Sprich uns an, dann klären wir, welche Form zu dir passt und wann die nächste Gruppe startet.

So erreichst du uns

Wir beraten dich zu Inhalt, Förderung und dem Weg zum Bildungsgutschein oder zum Antrag über deinen Arbeitgeber. Am einfachsten bittest du über unser Kontaktformular um einen Rückruf. Du kannst dir auch direkt einen Termin buchen oder uns anrufen unter 0160 1215470 (Mo bis Fr, 8:30 bis 12:15 Uhr), per E-Mail erreichst du uns unter info@skillsprinters.de. Zu deinem gebuchten Termin rufst du uns an, die Nummer steht in deiner Terminbestätigung.