Für wen ist der Ausbilderschein?

Wer in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz ausbildet, muss seine berufs- und arbeitspädagogische Eignung nachweisen. So steht es in § 1 der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO), ausgenommen sind nur die freien Berufe. Der übliche Nachweis ist die Ausbildereignungsprüfung, umgangssprachlich Ausbilderschein oder AdA-Schein.

Gebraucht wird er von Fachkräften, die im Betrieb Azubis betreuen sollen, von Teamleitern, die ausbilden wollen, und von Betrieben, die erstmals ausbilden. Eine Berufsausbildung oder Abitur verlangt die Prüfung nicht: Die IHK Berlin schreibt ausdrücklich, dass sie ohne Nachweis von Zulassungsvoraussetzungen abgelegt werden kann.

Was lernst du im Ausbilderschein-Kurs?

  • 01 Ausbildungsvoraussetzungen prüfen & Ausbildung planen
  • 02 Ausbildung vorbereiten & bei der Einstellung mitwirken
  • 03 Ausbildung durchführen
  • 04 Ausbildung abschließen

Der Kurs liegt auf unserer Lernplattform: 30 Lerneinheiten mit Videos und Lehrskript, gegliedert nach den vier Handlungsfeldern, dazu 21 Wissenstests, mit denen du prüfst, was sitzt. Du lernst zeitlich und örtlich frei, es gibt keinen Präsenztermin. Den Zugang schalten wir zu dem Termin frei, den wir mit dir vereinbaren.

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„Herausragende Unterstützung bei Anträgen. Alles lief glatt."
Marion · Dezember 2025, Trustpilot

So läuft die AEVO-Prüfung ab

Die Prüfung hat zwei Teile, und bestanden ist sie erst, wenn jeder Teil mindestens „ausreichend“ ist (§ 4 AEVO).

  • Schriftlich: fallbezogene Aufgaben aus allen vier Handlungsfeldern, die Prüfung soll drei Stunden dauern.
  • Praktisch: Du präsentierst eine berufstypische Ausbildungssituation oder führst sie praktisch durch, höchstens 15 Minuten, danach folgt ein Fachgespräch. Zusammen dauert das höchstens 30 Minuten.

In Landwirtschaft und Hauswirtschaft gilt für den praktischen Teil eine eigene Regel mit bis zu 60 Minuten. Eine nicht bestandene Prüfung kannst du zweimal wiederholen, ein bestandener Teil kann dabei angerechnet werden.

Warum das Coaching vor dem praktischen Teil liegt

Den schriftlichen Teil kann man sich erarbeiten. Die Handlungsfelder sind klar umrissen, die Wissenstests zeigen dir, wo noch Lücken sind, und wer regelmäßig dranbleibt, geht gut vorbereitet hinein. Der praktische Teil ist anders. Hier stehst du vor dem Prüfungsausschuss, hast 15 Minuten für deine Ausbildungssituation und musst im Fachgespräch begründen, warum du sie so gewählt und aufgebaut hast. Aus unserer Sicht ist die typische Schwäche ein Thema, das für 15 Minuten zu groß gewählt ist. Wer zu viel zeigen will, hetzt, und im Fachgespräch fehlt dann die klare Begründung für Auswahl und Aufbau der Situation, die § 4 AEVO dort verlangt. Deshalb gehört zu unserem Kurs eine persönliche 1:1-Coaching-Session per Videokonferenz, bevor du in die praktische Prüfung gehst.

Dort gehen wir dein Konzept durch, schärfen Thema und Lernziel und üben die Fragen, die im Fachgespräch kommen können.

Ob du präsentierst oder die Situation praktisch durchführst, entscheidest du selbst. Die Präsentation lässt sich meist besser planen. Die praktische Durchführung liegt denen, die im Betrieb ohnehin täglich anleiten, zum Beispiel beim Kommissionieren im Lager oder beim ersten Kundengespräch im Einzelhandel.