- Bundeseinheitliche Prüfung nach Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO)
- Berechtigt zur Ausbildung nach § 30 BBiG
- Keine Zulassungsvoraussetzungen für die Prüfung selbst
- 2 Prüfungsteile: schriftlich (180 Minuten) und praktisch (Ausbildungssituation plus Fachgespräch)
- Kursdauer meist 40 bis 120 Unterrichtseinheiten, berufsbegleitend oder Vollzeit
- Gesamtkosten typischerweise 500 bis 1.100 Euro inkl. Prüfungsgebühr
- Unser Ausbilderschein-Kurs: Online-Selbstlernkurs mit 30 Lerneinheiten, 21 Wissenstests und 1:1-Coaching vor der praktischen Prüfung, Preis im Beratungsgespräch
Ausbilderschein Kosten: Posten und wer sie tragen kann
Die Ausbilderschein Kosten bestehen aus zwei Posten: dem Vorbereitungskurs und der Prüfungsgebühr der Kammer. Beide kann der Arbeitgeber übernehmen, oder du setzt sie als Werbungskosten von der Steuer ab; die Beträge stehen in der Kostentabelle weiter unten.
| Posten | Wer legt ihn fest | Wer kann ihn tragen |
|---|---|---|
| Vorbereitungskurs | der Anbieter, je nach Format | Arbeitgeber, oder du selbst und setzt ihn als Werbungskosten ab |
| Prüfungsgebühr | jede IHK oder HWK selbst | Arbeitgeber, oder du selbst (Werbungskosten) |
| Bildungsgutschein (§ 81 SGB III) | die Agentur für Arbeit, nach Ermessen | nur bei zugelassener Maßnahme und Notwendigkeit der Weiterbildung; der Ausbilderschein-Kurs von SkillSprinters ist keine AZAV-Maßnahme |
Die Steuerersparnis rechnest du so: selbst getragene Kosten mal deinem persönlichen Grenzsteuersatz. Zahlt der Arbeitgeber, entfällt die Absetzung.
Ausbildereignungsprüfung online vorbereiten: Ablauf in vier Schritten
Die Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung lässt sich komplett online machen, die Prüfung selbst legst du bei der zuständigen IHK oder HWK ab, bei der du dich direkt anmeldest. Zulassungsvoraussetzungen gibt es für die Prüfung nicht.
| Schritt | Was passiert | Umfang |
|---|---|---|
| 1 | Online vorbereiten (Selbstlernkurs oder Live-Unterricht) | 40 bis 120 Unterrichtseinheiten; Online-Selbstlernkurs in deinem Tempo |
| 2 | Bei der IHK oder HWK zur Prüfung anmelden | ohne formale Zulassungsvoraussetzungen |
| 3 | Schriftliche Prüfung zu den 4 Handlungsfeldern | 180 Minuten |
| 4 | Praktische Prüfung: Präsentation oder Ausbildungssituation plus Fachgespräch | höchstens 30 Minuten |
Für Schritt 1 bietet SkillSprinters einen Online-Selbstlernkurs mit 30 Lerneinheiten und 21 Wissenstests an, der Start erfolgt nach Absprache; zur Prüfung meldest du dich selbst bei deiner Kammer an.
Was ist die AEVO?
Die Ausbilder-Eignungsverordnung ist eine bundeseinheitliche Rechtsverordnung, die vorschreibt, welche pädagogischen Kompetenzen jemand nachweisen muss, um Auszubildende im dualen System anleiten und prüfen zu dürfen. Der Ausbilderschein (umgangssprachlich auch AdA-Schein für "Ausbildung der Ausbilder") ist der Nachweis, dass du die AEVO-Prüfung bestanden hast. Zielgruppe sind Fachkräfte, Meister, Fachwirte, Techniker, Personalverantwortliche und Selbstständige, die im eigenen Betrieb oder als Freelance-Trainer Azubis ausbilden wollen. Wie die Vorbereitung auf die Prüfung bei uns abläuft, zeigt die Seite zum Ausbilderschein-Kurs.
Der Schein ist in Deutschland die Eintrittskarte in die Ausbilderrolle. Ausbilden darf nur, wer persönlich und fachlich geeignet ist (§ 28 Abs. 1 BBiG), und zur fachlichen Eignung gehören die berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse (§ 30 Abs. 1 BBiG). Wer selbst nicht ausbildet oder fachlich nicht geeignet ist, darf Auszubildende nur einstellen, wenn er einen geeigneten Ausbilder bestellt (§ 28 Abs. 2 BBiG).
Rechtsgrundlage
Kernregelung ist die Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) in der Fassung vom 21. Januar 2009. Darin sind die vier Handlungsfelder definiert, die Gegenstand der Prüfung sind: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen, Ausbildung vorbereiten, Ausbildung durchführen, Ausbildung abschließen. Die AEVO konkretisiert § 30 des Berufsbildungsgesetzes (§ 30 BBiG), der die persönliche und fachliche Eignung des Ausbildenden regelt. Ergänzend gelten die Prüfungsordnungen der zuständigen IHKs und Handwerkskammern.
Wer kann den Ausbilderschein machen?
Jeder kann den Ausbilderschein machen: Die AEVO kennt für die Prüfung keine Zulassungsvoraussetzungen, du meldest dich direkt bei der zuständigen IHK oder HWK an, unabhängig von Alter, Ausbildung oder Berufserfahrung. Auch der Ausbilderschein-Kurs von SkillSprinters setzt nichts voraus. Zum Ausbilden im Betrieb brauchst du zusätzlich die fachliche Eignung.
Wichtig zu verstehen: Die AEVO-Prüfung bestätigt nur die berufs- und arbeitspädagogische Eignung. Um tatsächlich im Betrieb ausbilden zu dürfen, brauchst du zusätzlich die fachliche Eignung nach § 30 Abs. 2 BBiG. Das bedeutet in der Regel: einschlägige Berufsausbildung im Ausbildungsberuf plus angemessene Berufspraxis, oder gleichwertiger Abschluss wie Meister, Fachwirt, Techniker oder Hochschulabschluss.
Wer braucht den Ausbilderschein: Betriebsinhaber, Selbstständige, Köche und andere
Den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung brauchst du, wenn du in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz ausbildest, gleich ob in Küche, Einzelhandel oder Büro. Ausgenommen ist die Ausbildung im Bereich der freien Berufe (§ 1 AEVO). Für Betriebsinhaber gilt: Einstellen darf Auszubildende, wer persönlich geeignet ist; ausbilden darf nur, wer zusätzlich fachlich geeignet ist (§ 28 Abs. 1 BBiG). Bildet der Inhaber nicht selbst aus oder fehlt ihm die fachliche Eignung, bestellt er einen geeigneten Ausbilder (§ 28 Abs. 2 BBiG), und dieser Ausbilder braucht den Nachweis. Wer die Eignung nicht schon über eine Meister- oder Fortbildungsprüfung hat, legt die AEVO-Prüfung ab.
Prüfungsstruktur
Die AEVO-Prüfung besteht aus zwei Teilen:
| Teil | Inhalt | Dauer |
|---|---|---|
| Schriftlich | Fallbezogene Aufgaben und Multiple Choice zu den 4 Handlungsfeldern | 180 Minuten |
| Praktisch | Präsentation oder Durchführung einer Ausbildungssituation plus Fachgespräch | höchstens 30 Minuten insgesamt, die Präsentation soll 15 Minuten nicht überschreiten (§ 4 Abs. 3 AEVO); in Landwirtschaft und Hauswirtschaft höchstens 60 Minuten (§ 4 Abs. 4) |
Die AEVO schreibt keine Reihenfolge der Prüfungsteile vor (§ 4 AEVO), den Ablauf beschreibt das Merkblatt deiner Kammer. Die praktische Prüfung darfst du in einer Variante ablegen: entweder eine reale Ausbildungssituation mit einer freiwilligen Testperson durchführen (zum Beispiel ein 15-minütiges Anlernen einer Fertigkeit) oder eine solche Situation präsentieren und danach mit dem Prüfungsausschuss besprechen.
Kurskosten, Prüfungsgebühren, Dauer
Der Vorbereitungskurs dauert je nach Format zwischen 40 und 120 Unterrichtseinheiten. Klassische Formate:
- Vollzeit-Crashkurs: 1 bis 2 Wochen am Stück, meist als Präsenz
- Berufsbegleitend Abend: 8 bis 12 Wochen, 2 Abende pro Woche
- Online-Selbstlernkurs plus Prüfungsvorbereitung: in deinem Tempo, flexibel
| Posten | Betrag | Hinweis |
|---|---|---|
| IHK-Prüfungsgebühr | Köln 219 Euro, Nürnberg 240 Euro, München 290 Euro | legt jede Kammer selbst fest, Stand 20.10.2026 |
| Vorbereitungskurs | 300 bis 900 Euro | je nach Format, 40 bis 120 Unterrichtseinheiten |
| Kurs plus Prüfung | meist 500 bis 1.100 Euro | je nach Anbieter |
| Online-Selbstlernkurs SkillSprinters | 30 Lerneinheiten, 21 Wissenstests, 1:1-Coaching vor der praktischen Prüfung | Preis im Beratungsgespräch, Prüfungsgebühr der IHK kommt separat dazu |
Preise für Kurs plus Prüfung bewegen sich je nach Anbieter meist zwischen 500 und 1.100 Euro. Der Online-Selbstlernkurs von SkillSprinters hat 30 Lerneinheiten, 21 Wissenstests und 1:1-Coaching vor der praktischen Prüfung, der Start erfolgt nach Absprache (Details auf der Kursseite); den Preis nennen wir im Beratungsgespräch. Die Prüfungsgebühr der IHK kommt separat dazu und hängt von der Kammer ab, zum Beispiel Köln 219 Euro oder München 290 Euro (Stand 20.10.2026). Förderwege sind die Übernahme durch den Arbeitgeber oder die steuerliche Absetzung als Werbungskosten. Ein Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit nach § 81 SGB III ist eine Ermessensleistung: Die Agentur muss die Weiterbildung für notwendig halten, etwa um dich bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern oder eine drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, und Kurs und Träger müssen für die Förderung zugelassen sein. Unser eigener Ausbilderschein-Kurs ist keine nach AZAV zugelassene Maßnahme.
Beispielrechnung: Industriemechaniker holt sich den AEVO
- Online-Kurs plus Prüfungsvorbereitung: 650 Euro, 10 Wochen berufsbegleitend
- IHK-Prüfungsgebühr: 210 Euro
- Arbeitgeber übernimmt Kosten komplett, Lernzeit wird teilweise auf Arbeitszeit gutgeschrieben
- Nach Bestehen: darf direkt eigenständig Azubis anleiten und prüfen
- Investition Industriemechaniker: rund 40 Lernstunden über 10 Wochen
Befreiung vom Ausbilderschein: die vier Fälle des § 6 AEVO
Die Ausbildereignungsprüfung ist nicht in jedem Fall nötig. § 6 der Ausbilder-Eignungsverordnung nennt vier Wege, die berufs- und arbeitspädagogische Eignung anders nachzuweisen:
| Absatz | Voraussetzung | Folge |
|---|---|---|
| § 6 Abs. 1 | Prüfung nach einer früheren Ausbilder-Eignungsverordnung bestanden | gilt als geeignet |
| § 6 Abs. 2 | Meisterprüfung oder andere Fortbildungsprüfung nach Handwerksordnung oder BBiG, in der die Eignung nachgewiesen wurde | gilt als geeignet |
| § 6 Abs. 3 | sonstige staatliche, staatlich anerkannte oder von einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft abgenommene Prüfung, deren Inhalt den Anforderungen aus § 3 ganz oder teilweise entspricht | Befreiung von der Prüfung nach § 4 ganz oder teilweise auf Antrag, mit Bescheinigung |
| § 6 Abs. 4 | Eignung auf andere Weise glaubhaft gemacht, ordnungsgemäße Ausbildung sichergestellt | Befreiung vom Nachweis auf Antrag, gegebenenfalls mit Auflagen |
Der Meisterbrief fällt unter Absatz 2, wenn die Meisterprüfung die berufs- und arbeitspädagogische Eignung umfasst; ein Studienabschluss kommt über Absatz 3 oder 4 auf Antrag in Frage. Mehr zur Befreiung vom schriftlichen Teil und zu den Prüfungsabläufen steht auf der Seite AEVO-Prüfung: Ablauf, Bewertung und Wiederholung.
Abgrenzung: AEVO, Meisterprüfung, Trainerzertifikate
Die AEVO ist eine Teilqualifikation und kein Meistertitel. Wer die berufs- und arbeitspädagogische Eignung schon in einer Meisterprüfung oder anderen Fortbildungsprüfung nachgewiesen hat, gilt als geeignet (§ 6 Abs. 2 AEVO). Eine separate AEVO-Prüfung ist also vor allem sinnvoll, wenn du ausbilden willst, aber nicht den kompletten Meisterkurs mit 2 bis 3 Jahren Vorbereitung und deutlich höheren Kosten durchlaufen möchtest. Private Trainer- oder Coach-Zertifikate (Train-the-Trainer, ICF, DBVC) sind keine Alternative zum AEVO, weil sie den § 30 BBiG nicht abdecken.
FAQ
Brauche ich eine Ausbildung, um den AEVO-Schein zu machen?
Nein. Die AEVO kennt keine formalen Zulassungsvoraussetzungen. Du kannst dich direkt bei der IHK zur Prüfung anmelden, unabhängig von deiner Vorbildung. Für die tatsächliche Ausbildertätigkeit im Betrieb brauchst du allerdings zusätzlich die fachliche Eignung nach § 30 Abs. 2 BBiG, also meist einen einschlägigen Berufsabschluss plus Berufspraxis.
Wie läuft die AEVO-Prüfung ab?
Die Prüfung besteht aus zwei Teilen: einer schriftlichen Prüfung (180 Minuten, mit fallbezogenen Aufgaben aus allen 4 Handlungsfeldern) und einer praktischen Prüfung (Präsentation oder Durchführung einer Ausbildungssituation plus Fachgespräch, insgesamt höchstens 30 Minuten).
Was kostet der Ausbilderschein?
Die IHK-Prüfungsgebühr legt jede Kammer selbst fest, zum Beispiel Nürnberg 240 Euro, Köln 219 Euro, München 290 Euro (Stand 20.10.2026). Für den Vorbereitungskurs solltest du mit 300 bis 900 Euro rechnen, je nach Format (Präsenz, Online, Vollzeit, berufsbegleitend). Gesamt meist unter 1.000 Euro. Der Ausbilderschein-Kurs von SkillSprinters ist ein Online-Selbstlernkurs mit 30 Lerneinheiten, 21 Wissenstests und 1:1-Coaching vor der praktischen Prüfung; den Preis nennen wir im Beratungsgespräch.
Wer zahlt den Ausbilderschein?
Förderwege sind die Übernahme durch den Arbeitgeber oder die steuerliche Absetzung als Werbungskosten. Ein Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit nach § 81 SGB III ist eine Ermessensleistung und setzt eine zugelassene Maßnahme voraus; unser eigener Ausbilderschein-Kurs ist keine nach AZAV zugelassene Maßnahme.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf die AEVO-Prüfung?
Der Vorbereitungskurs umfasst je nach Format 40 bis 120 Unterrichtseinheiten: ein Vollzeit-Crashkurs dauert 1 bis 2 Wochen, ein berufsbegleitender Abendkurs 8 bis 12 Wochen, ein Online-Selbstlernkurs so lange, wie du dafür brauchst.
Was kostet die Ausbildereignungsprüfung bei der IHK?
Die Prüfungsgebühr legt jede Kammer selbst fest, Beispiele mit Beträgen stehen in der Kostentabelle auf dieser Seite. Dazu kommt der Vorbereitungskurs, dessen Preis der Anbieter bestimmt. Beide Posten kann der Arbeitgeber übernehmen oder du setzt sie als Werbungskosten ab.
Kann ich die Ausbildereignungsprüfung online machen?
Die Vorbereitung ja, sie läuft komplett online, als Selbstlernkurs oder im Live-Unterricht. Die Prüfung selbst nimmt die zuständige IHK oder HWK ab, bei der du dich direkt anmeldest; Termine und Ablauf regelt die Prüfungsordnung deiner Kammer.
Ist der AdA-Schein dasselbe wie der Ausbilderschein?
Ja. AdA steht für Ausbildung der Ausbilder, gemeint ist der Nachweis der bestandenen AEVO-Prüfung nach § 30 BBiG. Ausbilderschein, AEVO-Schein und AdA-Schein bezeichnen dasselbe.
Kann ich den Ausbilderschein von der Steuer absetzen?
Ja, wenn du die Kosten selbst trägst: Kursgebühr und Prüfungsgebühr zählen als Werbungskosten. Die Steuerersparnis ergibt sich aus den Kosten mal deinem persönlichen Grenzsteuersatz. Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten, kannst du sie nicht zusätzlich absetzen.
Wie lange dauert es bis zur AEVO-Prüfung?
Das hängt von Vorbereitung und Prüfungstermin ab. Die Vorbereitung dauert je nach Format 1 bis 2 Wochen im Crashkurs, 8 bis 12 Wochen berufsbegleitend und beim Online-Selbstlernkurs so lange, wie du dafür brauchst. Den Prüfungstermin legt deine Kammer fest: Wo noch auf Papier geprüft wird, ist es der erste Dienstag im Monat, die meisten Kammern prüfen seit 2026 digital und nicht mehr zwingend an diesen Terminen (DIHK-Bildungs-gGmbH). Der Kurs von SkillSprinters läuft im eigenen Tempo, der Start erfolgt nach Absprache.
Bin ich als Meister oder Fachwirt vom Ausbilderschein befreit?
Wer die berufs- und arbeitspädagogische Eignung in einer Meisterprüfung oder einer anderen Fortbildungsprüfung nach Handwerksordnung oder BBiG nachgewiesen hat, gilt ohne AEVO-Prüfung als geeignet (§ 6 Abs. 2 AEVO). Für andere bestandene Prüfungen kann die Kammer auf Antrag ganz oder teilweise befreien und stellt darüber eine Bescheinigung aus (§ 6 Abs. 3). Die Entscheidung trifft deine Kammer, Einzelheiten stehen auf der Seite AEVO-Prüfung.
Was droht einem Betrieb, der ohne geeigneten Ausbilder ausbildet?
Auszubildende ausbilden darf nur, wer persönlich und fachlich geeignet ist, und zur fachlichen Eignung gehören auch die berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (§§ 28 und 30 BBiG). Wer entgegen § 28 Abs. 1 oder 2 BBiG Auszubildende einstellt oder ausbildet, handelt ordnungswidrig, die Geldbuße kann bis zu 5.000 Euro betragen (§ 101 Abs. 1 Nr. 7 und Abs. 2 BBiG). Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung weist du in der Regel mit dem Ausbilderschein nach. Für Ausbildungsberufe im Handwerk regelt das die Handwerksordnung.
Ist der IHK-Ausbilderschein dasselbe wie der Ausbildereignungsschein?
Ja. Im Alltag werden IHK-Ausbilderschein, Ausbildereignungsschein, AEVO-Schein und AdA-Schein gleichbedeutend gebraucht, gemeint ist das Zeugnis über die bestandene Ausbildereignungsprüfung nach der AEVO. Abgenommen wird die Prüfung von der zuständigen Stelle, in Industrie und Handel von der IHK, im Handwerk von der Handwerkskammer.
Bekommt man mit dem Ausbilderschein mehr Gehalt?
Ein fester Aufschlag ist mit dem Ausbilderschein nicht verbunden, die AEVO regelt nur, wie die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nachgewiesen wird. Ob die Ausbilderrolle mehr Geld bringt, hängt von Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung oder deinem Arbeitsvertrag ab. Aus unserer Sicht lohnt es sich, das vor der Prüfung mit dem Arbeitgeber zu klären, solange er dich für die Rolle braucht.
Wer ist vom Ausbilderschein befreit?
Befreit sind nach § 6 AEVO Personen, die eine frühere AEVO-Prüfung oder eine Meister- oder Fortbildungsprüfung mit nachgewiesener Ausbildereignung bestanden haben. Bei anderen Prüfungen kann die zuständige Stelle auf Antrag ganz oder teilweise von der Prüfung befreien (§ 6 Abs. 3), und bei glaubhaft gemachter Eignung vom Nachweis (§ 6 Abs. 4).
Muss ich als Betriebsinhaber den Ausbilderschein haben?
Nicht zwingend. Auszubildende einstellen darf, wer persönlich geeignet ist; ausbilden darf nur, wer auch fachlich geeignet ist (§ 28 Abs. 1 BBiG). Bildet der Inhaber nicht selbst aus oder ist er fachlich nicht geeignet, bestellt er einen geeigneten Ausbilder (§ 28 Abs. 2 BBiG), der den Nachweis der berufs- und arbeitspädagogischen Eignung braucht.
Quellen und Rechtsstand
- Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO), gesetze-im-internet.de
- § 30 Berufsbildungsgesetz (BBiG), gesetze-im-internet.de; § 28 BBiG; § 6 AEVO (Wortlaut abgerufen am 3. November 2026)
- DIHK Informationen zur Ausbildereignungsprüfung, dihk.de
- DIHK-Bildungs-gGmbH, Ausbilder-Eignungsverordnung, Prüfungstermine, abgerufen am 30.10.2026
- Ausbilderschein-Kurs von SkillSprinters, Kursseite, abgerufen am 30.10.2026
Zuletzt geprüft am 24.04.2026, Angaben zum Kurs 30.10.2026, Prüfungsgebühren der IHKs Köln, München und Nürnberg am 20.10.2026.