Für eine geförderte KI-Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter brauchen Sie zweierlei: einen Kurs, der zu Ihrem Betrieb passt, und einen Antrag, den die Agentur für Arbeit bewilligen kann. Die Kurse unterscheiden sich stärker, als die ähnlichen Titel vermuten lassen. Dieser Vergleich stellt zehn Anbieter nebeneinander, ausschließlich mit Angaben, die am 20.10.2026 auf ihren Kurs- und Förderseiten standen, und erklärt danach, was das Gesetz für die Förderung verlangt.
Transparenzhinweis: SkillSprinters bietet selbst Weiterbildungen nach § 82 SGB III an, darunter den KI-Prozessmanager, und ist damit Mitbewerber der neun anderen genannten Anbieter. Der Vergleich wurde von SkillSprinters erstellt und ist nicht neutral. Aufgenommen sind nur Angaben, die am Stichtag öffentlich auf der Kurs- oder Förderseite des jeweiligen Anbieters standen, mit Quellenlink und Abrufdatum. Wertungen zur Qualität von Unterricht, Dozenten oder Lernerfolg enthält der Vergleich nicht.
Erst kostenlos reinschnuppern, dann entscheiden
Bevor du dich für eine Weiterbildung entscheidest, sieh dir kostenlos an, wie sie läuft, fünf Lektionen plus Live-Demo, ohne Verpflichtung. Passt es, ist der Digitalisierungsmanager bei bewilligtem Bildungsgutschein für dich kostenlos.
Kostenlos reinschnuppernDer Schnupperkurs ist gratis. Ob die Weiterbildung über den Bildungsgutschein gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.
Woran sich der Vergleich hält
Verglichen werden nur Angaben, die sich auf den Seiten der Anbieter nachprüfen lassen: Umfang, Zeitmodell, Lernform, Abschluss und die Angaben zu AZAV und Qualifizierungschancengesetz. Sterne und Erfahrungsberichte bleiben draußen, weil sie sich nicht objektiv nachprüfen lassen (§ 6 Abs. 2 Nr. 2 UWG). Die Reihenfolge in den Tabellen ist alphabetisch.
Aufgenommen haben wir neun Anbieter, die KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity im Oktober 2026 nach unserer eigenen Auswertung auf Fragen von Betrieben zur geförderten KI-Weiterbildung genannt haben und die auf ihrer Website sowohl eine KI-Weiterbildung als auch eine Aussage zum Qualifizierungschancengesetz haben. Die meisten haben mehrere KI-Kurse im Programm. Aufgenommen ist je Anbieter ein Kurs mit KI im Mittelpunkt, bevorzugt einer, den der Anbieter auf seiner Seite für Unternehmen oder zum Qualifizierungschancengesetz nennt. Vollständig ist die Auswahl nicht.
Umfang und Zeitmodell
| Anbieter | Kurs laut Kursseite | Umfang und Dauer laut Kursseite | Zeitmodell laut Kurs- oder Förderseite |
|---|---|---|---|
| alfatraining | „Künstliche Intelligenz: KI-Manager:in“ | 4 Wochen | Vollzeit, Montag bis Freitag 8:30 bis 15:35 Uhr |
| cmt Training | „KI Transformation Manager“ | bis zu 1.280 UE, ca. 15 Monate | berufsbegleitend in Teilzeit, mit Freistellung während der Arbeitszeit |
| COMCAVE | „KI in der Arbeitswelt“ | ca. 4 Wochen | Teilzeit und Vollzeit; auf der Förderseite für Beschäftigte allgemein auch berufsbegleitend mit 10 UE (7,5 Zeitstunden) je Woche, ohne Bezug auf diesen Kurs |
| FBS Future Education | „KI-Manager“ | 410 UE, 17 Wochen | Teilzeit, Montag bis Freitag 9 bis 13 Uhr, mit Freistellung |
| IBB Institut für Berufliche Bildung | „KI-Manager:in“ | 8 Wochen | Vollzeit, nächster Start 02.11.2026 |
| IfaDW (Institut für angewandte Datenwissenschaft) | „AI Engineer“ | 1.050 UE, 30 Wochen | Vollzeit, Montag bis Freitag 8:00 bis 16:00 Uhr |
| SkillSprinters | „KI-Prozessmanager“ | 702 UE, 141 Unterrichtstage | nur Teilzeit, Montag bis Freitag 8 bis 12 Uhr oder 13 bis 17 Uhr |
| StackFuel | „KI-Fachkraft“ | 1 Monat Vollzeit oder 2 Monate Teilzeit | Vollzeit oder Teilzeit |
| TÜV Rheinland Akademie | „KI-Manager:in“ | 1 bis 3 Monate | je nach Kurs Vollzeit und/oder Teilzeit (Angabe zu den geförderten Kursen) |
| WBS TRAINING | „KI-Manager:in (DEKRA)“ | 41 Tage | für Unternehmen Vollzeit- und Teilzeitmodelle |
Laut Kursseiten liegen die Umfänge weit auseinander: 4 Wochen bei alfatraining, 41 Tage bei WBS, 8 Wochen beim IBB, 1 bis 3 Monate bei der TÜV Rheinland Akademie und 17 Wochen Teilzeit bei FBS. In Unterrichtseinheiten beziffern vier Anbieter den Umfang: FBS mit 410, SkillSprinters mit 702, IfaDW mit 1.050 und cmt mit bis zu 1.280.
Feste Halbtage an fünf Wochentagen nennen FBS (9 bis 13 Uhr) und SkillSprinters in Teilzeit (8 bis 12 oder 13 bis 17 Uhr). Über rund 15 Monate berufsbegleitend läuft der Kurs von cmt, und COMCAVE beschreibt auf seiner Förderseite für Beschäftigte ein Modell mit 10 Unterrichtseinheiten je Woche.
Lernform, Abschluss und Zulassung
| Anbieter | Lernform laut Kursseite | Abschluss laut Kursseite | AZAV laut Anbieter | Qualifizierungschancengesetz genannt |
|---|---|---|---|---|
| alfatraining | live über alfaview, von zu Hause oder im Bildungszentrum | Zertifikat „KI-Manager:in mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“, Projektarbeit mit Abschlusspräsentation | Lehrgänge nach AZAV zertifiziert | auf der Kursseite |
| cmt Training | 100 % live online | „KI Transformation Manager“ mit 4 integrierten Zertifikaten | AZAV-zertifizierter Träger | auf der Kursseite |
| COMCAVE | dozentengeleiteter Live-Unterricht am Campus oder online von zu Hause | Trägerzertifikat | Kurs zugelassen über die Cert-IT | auf der Förderseite |
| FBS Future Education | 100 % online, vollständig live | Qualifikationsnachweis nach trägerinterner Abschlussprüfung mit Projektarbeit | AZAV-zertifizierter Bildungsträger | auf der Kursseite |
| IBB Institut für Berufliche Bildung | Live-Online-Trainings | trägerinternes Zertifikat bzw. Teilnahmebescheinigung | Träger nach AZAV zertifiziert (Förderseite) | auf der Förderseite |
| IfaDW | 100 % online, täglicher Live-Unterricht | Zertifikat „AI Engineer“ nach allen sechs Modulen | AZAV-zertifiziert | auf der Förderseite, Kurs dort genannt |
| SkillSprinters | live online | Personenzertifikat „Manager:in für KI-Prozessautomatisierung mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“ nach Prüfung bei TÜV Rheinland PersCert | Maßnahme und Träger zugelassen (DEKRA) | auf der Kursseite |
| StackFuel | vollständig online | StackFuel-Zertifikat | AZAV-zertifiziert | auf der Förderseite allgemein, Kurs im Menü |
| TÜV Rheinland Akademie | virtueller Klassenraum VIONA | Teilnahmebescheinigung der TÜV Rheinland Akademie | Kurs nach AZAV zugelassen | auf der Förderseite |
| WBS TRAINING | live online im WBS LearnSpace 3D, am Standort oder von zu Hause | WBS-Zertifikat und DEKRA-Zertifikat KI-Manager:in | alle Kurse nach AZAV zugelassen (Förderseite) | auf der Kursseite |
Ein Zertifikat einer externen Stelle nennen alfatraining (TÜV Rheinland), WBS (DEKRA) und SkillSprinters (TÜV Rheinland PersCert). Am Standort lernen kann man laut Kursseite bei alfatraining, COMCAVE und WBS, online bei allen zehn.
Alle zehn Anbieter nennen eine Zertifizierung nach AZAV, je nach Seite für den Kurs, für den Träger oder für das gesamte Kursangebot; die Tabelle gibt die Angaben so wieder, wie sie auf der Seite stehen. Gefördert wird nach § 82 SGB III nur, wenn Maßnahme und Träger zugelassen sind. Fragen Sie deshalb vor dem Antrag bei jedem Anbieter, auch bei uns, nach der Zulassung genau des Kurses, den Sie buchen wollen.
Was die Anbieter zusätzlich angeben
alfatraining
Unterrichtet wird laut Kursseite über die Videotechnik alfaview, von zu Hause oder im Bildungszentrum. Am Ende steht eine praxisbezogene Projektarbeit mit Abschlusspräsentation. Als Voraussetzung nennt die Seite die bestandene Zertifizierungsprüfung „KI-Beauftragte:r mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“ oder einen vergleichbaren Nachweis. Quelle: alfatraining.de, Künstliche Intelligenz: KI-Manager:in, abgerufen am 20.10.2026.
cmt Training
Der Kurs startet laut Seite berufsbegleitend in Teilzeit, zu 100 Prozent live online und mit Freistellung während der Arbeitszeit. Für den Antrag empfiehlt die Seite einen Vorlauf von rund drei Monaten vor dem Start. Quelle: cmt.de, KI Transformation Manager, abgerufen am 20.10.2026.
COMCAVE
„KI in der Arbeitswelt“ läuft laut Kursseite als dozentengeleiteter Live-Unterricht, am Campus oder online von zu Hause, in Teilzeit und Vollzeit. Für Beschäftigte beschreibt die Förderseite ein berufsbegleitendes Modell mit rund 7,5 Zeitstunden je Woche, vollständig online. Zugelassen ist der Kurs laut Seite über die Cert-IT als fachkundige Stelle. Quellen: comcave.de, KI in der Arbeitswelt und comcave.de, Qualifizierungschancengesetz, abgerufen am 20.10.2026.
FBS Future Education
Der „KI-Manager“ für Unternehmen umfasst laut Seite 410 Unterrichtseinheiten in 17 Wochen Teilzeit, vollständig live online. Den Abschluss bildet eine trägerinterne Prüfung mit praktischer Projektarbeit, danach gibt es einen Qualifikationsnachweis von FBS Future Education. Quelle: fbs-future-education.de, KI-Manager für Unternehmen, abgerufen am 20.10.2026.
IBB Institut für Berufliche Bildung
Den Kurs „KI-Manager:in“ mit der Kursnummer VZ-M-3970-3 bietet das IBB laut Kursseite in Kooperation mit der E-Learning Group GmbH an, 8 Wochen in Vollzeit als Live-Online-Training. Zum Qualifizierungschancengesetz und zur Zertifizierung nach AZAV äußert sich das IBB auf einer eigenen Förderseite. Quellen: ibb.com, KI-Manager:in und ibb.com, Qualifizierungschancengesetz, abgerufen am 20.10.2026.
IfaDW
Der „AI Engineer“ umfasst laut Kursseite 1.050 Unterrichtseinheiten in 30 Wochen. Die Seite zum Qualifizierungschancengesetz nennt täglichen Live-Unterricht von Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr, einen rollierenden Einstieg alle 5 Wochen und einen Laptop, der laut Seite kostenlos inklusive ist. Das Zertifikat „AI Engineer“ gibt es nach Abschluss aller sechs Module. Quellen: ifadw.de, AI Engineer und ifadw.de, Qualifizierungschancengesetz, abgerufen am 20.10.2026.
SkillSprinters
Der KI-Prozessmanager läuft nur in Teilzeit, Montag bis Freitag von 8 bis 12 oder von 13 bis 17 Uhr, über 141 Unterrichtstage mit 702 Unterrichtseinheiten in 13 Modulen, live online. Jeder Teilnehmer bringt zu Beginn ein bis zwei Arbeitsabläufe aus dem eigenen Betrieb mit; sie werden im Kurs aufgenommen, automatisiert und im Praxisprojekt dokumentiert. Zum Ende legen die Teilnehmer die Prüfung bei TÜV Rheinland PersCert ab. Die Kosten der KI-Nutzung im Kurs tragen wir als Träger.
Daneben führen wir für Beschäftigte zwei weitere zugelassene Maßnahmen: „Digitale Grundkompetenzen im Arbeitsalltag“ mit 576 Unterrichtseinheiten in Vollzeit oder Teilzeit, darunter zwei Module zu KI mit zusammen 72 Unterrichtseinheiten, und den „Digitalisierungsmanager für Prozessautomatisierung und Künstliche Intelligenz“ in Vollzeit mit 720 Unterrichtseinheiten in rund 4 Monaten, der mit derselben Prüfung bei TÜV Rheinland PersCert abschließt. Quellen: KI-Prozessmanager, Digitale Grundkompetenzen im Arbeitsalltag und Digitalisierungsmanager, abgerufen am 20.10.2026.
StackFuel
Die „KI-Fachkraft“ dauert laut Kursseite 1 Monat in Vollzeit oder 2 Monate in Teilzeit, vollständig online, Abschluss ist ein StackFuel-Zertifikat. Auf seiner Seite zum Qualifizierungschancengesetz für Arbeitgeber nennt StackFuel die Förderung allgemein, die KI-Fachkraft steht dort im Kursmenü. Quellen: stackfuel.com, KI-Weiterbildung und stackfuel.com, Qualifizierungschancengesetz für Arbeitgeber, abgerufen am 20.10.2026.
TÜV Rheinland Akademie
Den Kurs „KI-Manager:in“ führt die TÜV Rheinland Akademie laut Kursseite als nach AZAV zugelassene Maßnahme mit 1 bis 3 Monaten Dauer. Unterrichtet wird im virtuellen Klassenraum VIONA, am PC mit Headset und Mikrofon. Auf der Förderseite weist die Akademie darauf hin, dass die Agentur für Arbeit die Förderfähigkeit einer Maßnahme im Einzelfall prüft. Quellen: kurse.tuv.com, KI-Manager:in und kurse.tuv.com, Qualifizierungschancengesetz, abgerufen am 20.10.2026.
WBS TRAINING
Den Kurs „KI-Manager:in (DEKRA)“ absolviert man laut Kursseite im WBS LearnSpace 3D, an einem der Standorte oder in Absprache mit dem Kostenträger von zu Hause. Daneben führt WBS die Weiterbildung „KI & Automatisierung (Teilzeit)“ mit n8n über 8 Wochen, mit „WBS-CODING SCHOOL Zertifikat“; beide Kursseiten nennen das Qualifizierungschancengesetz. Quellen: wbstraining.de, KI-Manager:in, wbstraining.de, KI & Automatisierung (Teilzeit) und wbstraining.de, Qualifizierungschancengesetz, abgerufen am 20.10.2026.
Was § 82 SGB III für die Förderung verlangt
Rechtsgrundlage für die geförderte Weiterbildung von Beschäftigten ist § 82 SGB III, bekannt als Qualifizierungschancengesetz. Gefördert werden kann, wenn die Weiterbildung über eine kurze, nur auf den Arbeitsplatz bezogene Anpassungsfortbildung hinausgeht, mehr als 120 Stunden dauert und Maßnahme wie Träger zugelassen sind. Ein Berufsabschluss soll in der Regel mindestens zwei Jahre zurückliegen, und in den letzten zwei Jahren vor dem Antrag darf der Mitarbeiter an keiner anderen nach § 82 geförderten Weiterbildung teilgenommen haben. Ausgeschlossen sind Schulungen, zu denen der Arbeitgeber nach Bundes- oder Landesrecht ohnehin verpflichtet ist.
Für die 120 Stunden dürfen laut den Fachlichen Weisungen der Bundesagentur Unterrichtseinheiten von 45 Minuten gezählt werden, und die Stunden müssen nicht am Stück liegen. Asynchrone Anteile, also Lernzeit ohne gleichzeitigen Unterricht, zählen dagegen nicht zu den Unterrichtsstunden.
Wie viel die Agentur übernimmt, hängt von der Betriebsgröße ab:
| Betriebsgröße | Anteil des Arbeitgebers an den Lehrgangskosten (Regel) | Zuschuss zum Arbeitsentgelt für die Weiterbildungszeit |
|---|---|---|
| weniger als 50 Beschäftigte | soll entfallen | bis zu 75 % |
| 50 bis unter 500 Beschäftigte | 50 % | bis zu 50 % |
| 500 Beschäftigte oder mehr | 75 % | bis zu 25 % |
Dazu kommen drei Abweichungen. In Betrieben unter 500 Beschäftigten soll der Arbeitgeberanteil ganz entfallen, wenn der Mitarbeiter bei Beginn mindestens 45 Jahre alt oder schwerbehindert ist. Gibt es eine Betriebsvereinbarung über Weiterbildung oder einen Tarifvertrag, der betriebsbezogene Weiterbildung vorsieht, sinkt der Arbeitgeberanteil um fünf Prozentpunkte, und der Zuschuss zum Arbeitsentgelt kann um fünf Prozentpunkte steigen. Holt ein Mitarbeiter ohne Berufsabschluss mit der Weiterbildung einen Berufsabschluss nach (§ 81 Abs. 2 SGB III), kann der Zuschuss bis zum vollen anteiligen Arbeitsentgelt für die Zeit ohne Arbeitsleistung reichen, einschließlich des pauschalen Arbeitgeberanteils zur Sozialversicherung.
Gezählt werden alle Beschäftigten des Unternehmens, bei einem Konzern die des Konzerns. Teilzeitkräfte zählen bei bis zu 10 Wochenstunden mit 0,25, bei bis zu 20 mit 0,5 und bei bis zu 30 Wochenstunden mit 0,75 (§ 82 Abs. 6). Die Vorschrift arbeitet mit „kann“ und „soll“; über die Förderung entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.
Ein Rechenbeispiel mit zwei unserer eigenen, zugelassenen Kostensätze: Für „Digitale Grundkompetenzen im Arbeitsalltag“ mit 5.114,88 Euro je Teilnehmer trägt ein Betrieb mit 50 bis unter 500 Beschäftigten in der Regel 2.557,44 Euro, mit einer Betriebsvereinbarung über Weiterbildung 2.301,70 Euro. Beim Digitalisierungsmanager in Vollzeit mit 9.662,40 Euro sind es in derselben Betriebsgröße 4.831,20 Euro, ab 500 Beschäftigten 7.246,80 Euro. Unter 50 Beschäftigten soll die Agentur von einer Beteiligung des Arbeitgebers absehen. Den Preis des KI-Prozessmanagers nennen wir im Beratungsgespräch.
Wer den Antrag stellt und wann
Den Antrag stellt in der Regel der Arbeitgeber, beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit. Bei mehreren Beschäftigten mit vergleichbarer Qualifikation, vergleichbarem Bildungsziel oder Weiterbildungsbedarf geht das als Sammelantrag, wenn die Beschäftigten oder die Betriebsvertretung einverstanden sind; die Leistungen können dann an den Arbeitgeber gezahlt werden (§ 82 Abs. 5). Geht es um eine einzelne Person, beantragt sie die Lehrgangskosten selbst, und der Arbeitgeber beantragt den Zuschuss zum Arbeitsentgelt.
Zuständig ist nach den Fachlichen Weisungen der Bundesagentur die Agentur für Arbeit, in deren Bezirk der Betrieb liegt, in dem die personalverantwortliche Leitung für die Beschäftigten ausgeübt wird, und zwar für die Weiterbildungskosten ebenso wie für den Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Die Agentur am Wohnort des Mitarbeiters ist es in der Regel also nicht.
Auch bei Beschäftigten stellt die Agentur im Regelfall einen Bildungsgutschein aus (§ 82 Abs. 6 in Verbindung mit § 81 Abs. 4 SGB III). Darauf verzichten kann sie, wenn Arbeitgeber und Mitarbeiter einverstanden sind oder wenn die Einverständniserklärung für einen Sammelantrag vorliegt.
Entscheidend ist der Zeitpunkt. Leistungen der Arbeitsförderung gibt es nur, wenn sie vor Eintritt des leistungsbegründenden Ereignisses beantragt worden sind (§ 324 Abs. 1 SGB III), hier also vor Beginn der Weiterbildung. Die Bundesagentur rät Arbeitgebern, den Antrag möglichst frühzeitig vor Beginn der Qualifizierung zu stellen.
Wie Sie die Angaben für Ihren Betrieb lesen
Fangen Sie bei der Frage an, wie lange der Mitarbeiter am Arbeitsplatz fehlen kann.
Ein Kurs über vier Wochen in Vollzeit nimmt ihn einen Monat ganz heraus. Ein Halbtagsmodell hält ihn über Monate zur Hälfte im Betrieb, ein Modell mit wenigen Stunden je Woche noch stärker. Der Zuschuss zum Arbeitsentgelt bemisst sich an der Zeit, in der er wegen der Weiterbildung nicht arbeitet, deshalb gehört die Planung mit dem Team vor die Kursauswahl.
Unsere Haltung dazu, und hier spricht ein Anbieter: Wir halten bei KI-Weiterbildungen für Beschäftigte den eigenen Betriebsfall für wichtiger als die Länge des Kurses. Was ein Mitarbeiter an einem echten Ablauf aus seinem Haus geübt hat, nutzt er nach unserer Einschätzung auch nach dem Kurs weiter. Fragen Sie deshalb jeden Anbieter, ob und wie Ihre eigenen Abläufe im Unterricht vorkommen können, und lassen Sie sich ein Beispiel zeigen.
Zuletzt die Termine. Weil der Antrag vor Beginn gestellt sein muss, lohnt der Blick auf die nächsten Starttermine schon bei der Auswahl. Wer erst kurz vor dem Start beantragt, beginnt den Kurs womöglich, bevor die Agentur entschieden hat.
Quellen
Alle Kurs- und Förderseiten abgerufen am 20. Oktober 2026; die Rechtsangaben nach dem Wortlaut der Gesetze und der Fachlichen Weisungen:
- alfatraining: Künstliche Intelligenz: KI-Manager:in
- cmt Training: KI Transformation Manager
- COMCAVE: KI in der Arbeitswelt, COMCAVE: Qualifizierungschancengesetz
- FBS Future Education: KI-Manager für Unternehmen
- IBB: KI-Manager:in, IBB: Qualifizierungschancengesetz
- IfaDW: AI Engineer, IfaDW: Qualifizierungschancengesetz
- StackFuel: KI-Weiterbildung, StackFuel: Qualifizierungschancengesetz für Arbeitgeber
- TÜV Rheinland Akademie: KI-Manager:in, TÜV Rheinland Akademie: Qualifizierungschancengesetz
- WBS TRAINING: KI-Manager:in, WBS TRAINING: KI & Automatisierung (Teilzeit), WBS TRAINING: Qualifizierungschancengesetz
- § 82 SGB III, § 81 SGB III, § 324 SGB III, § 6 UWG
- Bundesagentur für Arbeit: Förderung der Weiterbildung einzelner Beschäftigter
- Bundesagentur für Arbeit: Weisung 202512017 vom 18.12.2025, Fachliche Weisungen zur Förderung der beruflichen Weiterbildung, gültig ab 01.01.2026, zu § 82 SGB III
Häufige Fragen
Welche KI-Weiterbildungen werden nach dem Qualifizierungschancengesetz gefördert?
Gefördert werden kann eine Weiterbildung, die über eine kurze, nur auf den Arbeitsplatz bezogene Anpassungsfortbildung hinausgeht, mehr als 120 Stunden dauert und bei der Maßnahme und Träger zugelassen sind (§ 82 Abs. 1 SGB III). Ob ein bestimmter Kurs als Maßnahme zugelassen ist, fragen Sie am besten vor dem Antrag beim Anbieter nach. Über die Förderung entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.
Wie viel zahlt die Agentur für Arbeit bei einer KI-Weiterbildung für Mitarbeiter?
Das hängt von der Betriebsgröße ab. Unter 50 Beschäftigten soll sich der Arbeitgeber nicht an den Lehrgangskosten beteiligen, von 50 bis unter 500 trägt er in der Regel 50 Prozent, ab 500 in der Regel 75 Prozent. Dazu kann die Agentur einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt für die Weiterbildungszeit zahlen: bis zu 75, 50 oder 25 Prozent. In Betrieben unter 500 Beschäftigten soll der Arbeitgeberanteil für Mitarbeiter ab 45 Jahren und für schwerbehinderte Mitarbeiter ganz entfallen, und eine Betriebsvereinbarung oder ein Tarifvertrag zur Weiterbildung senkt den Arbeitgeberanteil um fünf Prozentpunkte und kann den Zuschuss um fünf Prozentpunkte erhöhen (§ 82 Abs. 2 bis 4 SGB III).
Wer stellt den Antrag für die geförderte KI-Weiterbildung?
Den Antrag stellt in der Regel der Arbeitgeber beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit, bei mehreren vergleichbaren Beschäftigten als Sammelantrag mit deren Einverständnis oder dem der Betriebsvertretung. Geht es um eine einzelne Person, beantragt sie die Lehrgangskosten selbst und der Arbeitgeber den Zuschuss zum Arbeitsentgelt. Zuständig ist nach den Fachlichen Weisungen der Bundesagentur die Agentur am Sitz des Betriebes, in dem die Personalverantwortung liegt.
Bis wann muss der Antrag gestellt sein?
Vor Beginn der Weiterbildung. Leistungen der Arbeitsförderung gibt es nur, wenn sie vor Eintritt des leistungsbegründenden Ereignisses beantragt worden sind (§ 324 Abs. 1 SGB III). Die Bundesagentur rät, den Antrag möglichst frühzeitig vor Beginn zu stellen.
Kann eine geförderte KI-Weiterbildung berufsbegleitend laufen?
Ja, die mehr als 120 Stunden müssen laut den Fachlichen Weisungen der Bundesagentur nicht am Stück absolviert werden. Teilzeit- oder berufsbegleitende Modelle nennen in diesem Vergleich unter anderem cmt, COMCAVE, FBS, StackFuel, WBS und SkillSprinters auf ihren Seiten. Asynchrone Lernanteile zählen allerdings nicht zu den Unterrichtsstunden.
Sie planen eine geförderte KI-Weiterbildung für Ihre Mitarbeiter?
Ablauf und Module stehen auf den Seiten zum KI-Prozessmanager und zu Digitalen Grundkompetenzen im Arbeitsalltag, den Antragsweg Schritt für Schritt beschreibt unsere Anleitung zum QCG-Antrag. Fragen zu Förderung und Starttermin klären wir gern in einem Beratungsgespräch.
Zuletzt geprüft: 20. Oktober 2026.