Wer Mitarbeiter in KI und Prozessautomatisierung weiterbilden will, braucht zwei Dinge: eine Maßnahme, die neben der Arbeit machbar ist, und eine Förderung, die vor Beginn beantragt wird. Diese Seite beschreibt den KI-Prozessmanager von SkillSprinters mit seinen Eckdaten und führt durch die Förderung nach § 82 SGB III, dem Qualifizierungschancengesetz. Zehn Anbieter im Überblick stellt der Anbietervergleich zur KI-Weiterbildung für Mitarbeiter nebeneinander.
Die Eckdaten der Maßnahme
Die Angaben stammen von der Kursseite KI-Prozessmanager, Stand 28.10.2026.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Umfang | 702 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten in 13 Modulen |
| Form | nur Teilzeit, live online; eine Vollzeitform gibt es nicht |
| Zeiten | Montag bis Freitag, vormittags 8:00 bis 12:00 Uhr oder nachmittags 13:00 bis 17:00 Uhr, 5 UE je Tag |
| Dauer | 141 Unterrichtstage (140 × 5 UE, der letzte Tag 2 UE), rund 28 Wochen ohne Feiertage |
| Start | nach Absprache, noch kein fester Termin |
| Zugang | abgeschlossene Berufsausbildung oder mindestens drei Jahre einschlägige Berufspraxis; Deutsch mindestens B2 |
| Vorkenntnisse | keine KI- oder Programmierkenntnisse nötig, alle Werkzeuge sind visuell bedienbar |
| Abschluss | Abschlussprüfung bei TÜV Rheinland PersCert, Personenzertifikat „Manager:in für KI-Prozessautomatisierung mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“ |
| Förderweg | § 82 SGB III (Qualifizierungschancengesetz) für Beschäftigte |
Was Beschäftigte in 702 Einheiten lernen
Der rote Faden ist der eigene Betrieb. Jeder Teilnehmer bringt ein bis zwei Arbeitsprozesse mit, sie werden in den Modulen 1 bis 3 aufgenommen und bewertet, in den Modulen 5 bis 9 automatisiert und in Modul 10 im Team eingeführt. Das größte Gewicht hat die Workflow-Automatisierung ohne Programmierung mit 108 Unterrichtseinheiten. Es folgen Große Sprachmodelle im Unternehmenseinsatz mit 72, KI-gestützte Dokumentenverarbeitung und Chatbots mit je 63 sowie Datenanalyse und Berichtswesen mit 45 Einheiten.
Das Praxisprojekt in Modul 13 umfasst 117 Einheiten, davon vier Betriebswerkstätten zu je neun Einheiten an zwei aufeinanderfolgenden Unterrichtstagen. Dort entsteht eine dokumentierte Gesamtlösung mit dem Prozess vor und nach der Automatisierung, Datenschutz-Dokumentation und Einführungsplan. Vertrauliche Betriebsdaten bleiben draußen, gearbeitet wird mit anonymisierten Prozessdaten.
Förderung nach § 82 SGB III
Nach § 82 Abs. 1 SGB III können Beschäftigte im bestehenden Arbeitsverhältnis gefördert werden, wenn die Maßnahme über eine ausschließlich arbeitsplatzbezogene, kurzfristige Anpassungsfortbildung hinausgeht, der Berufsabschluss in der Regel mindestens zwei Jahre zurückliegt, in den letzten zwei Jahren keine Weiterbildung nach dieser Vorschrift gefördert wurde, die Maßnahme mehr als 120 Stunden dauert und Maßnahme wie Träger zugelassen sind. Die Förderung ist eine Ermessensleistung, über die Agentur für Arbeit im Einzelfall entscheidet.
Wie viel die Agentur übernimmt, hängt von der Betriebsgröße ab (§ 82 Abs. 2 und 3 SGB III):
| Beschäftigte im Betrieb | Arbeitgeberanteil an den Lehrgangskosten | Zuschuss zum Arbeitsentgelt |
|---|---|---|
| unter 50 | in der Regel keine Beteiligung | bis zu 75 Prozent |
| 50 bis unter 500 | 50 Prozent | bis zu 50 Prozent |
| ab 500 | 75 Prozent | bis zu 25 Prozent |
Mit einer Betriebsvereinbarung über berufliche Weiterbildung oder einem entsprechenden Tarifvertrag sinkt der Arbeitgeberanteil um fünf Prozentpunkte, der Zuschuss kann um fünf Prozentpunkte steigen (§ 82 Abs. 4). In Betrieben unter 500 Beschäftigten soll die Agentur auf den Arbeitgeberanteil verzichten, wenn der Beschäftigte bei Beginn mindestens 45 Jahre alt oder schwerbehindert ist (§ 82 Abs. 2).
Der Antrag Schritt für Schritt
Den Antrag stellt in der Regel der Arbeitgeber, und zwar vor Beginn der Maßnahme.
- Eignung klären: Im Beratungsgespräch prüfen wir, ob Zugang, Betriebsgröße und Vorhaben zur Maßnahme passen.
- Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit ansprechen, bei der der Betrieb geführt wird.
- Antrag stellen, online über den eService der Agentur oder mit den Formularen für die Förderung von Beschäftigten. Den Zuschuss zum Arbeitsentgelt beantragt der Arbeitgeber (§ 82 Abs. 3).
- Bescheid abwarten: Bewilligungsbescheid und Rechnung des Trägers gehen beim Sammelantrag an den Arbeitgeber.
- Start der Maßnahme, nachdem die Förderung bewilligt ist.
Sollen mehrere Beschäftigte mit vergleichbarer Qualifikation und vergleichbarem Weiterbildungsbedarf teilnehmen, stellt der Arbeitgeber einen Sammelantrag, wofür die Betroffenen oder die Betriebsvertretung einverstanden sein müssen (§ 82 Abs. 5). Für einen einzelnen Beschäftigten stellt dieser den Antrag auf die Lehrgangskosten, der Arbeitgeber beantragt den Zuschuss zum Arbeitsentgelt (§ 82 Abs. 3).
Dem Beschäftigten stellt die Agentur in der Regel einen Bildungsgutschein aus (§ 82 Abs. 6 in Verbindung mit § 81 Abs. 4 SGB III). Sie kann darauf verzichten, wenn Arbeitgeber und Beschäftigter einverstanden sind oder ein Sammelantrag vorliegt. Der Gutschein steht also auch beim Weg für Beschäftigte am Anfang, nicht nur bei Arbeitsuchenden.
Warum nur Teilzeit
Wir bieten den KI-Prozessmanager bewusst nur in Teilzeit an. Ein halber Tag an fünf Tagen klingt nach wenig, ergibt aber über rund 28 Wochen 702 Unterrichtseinheiten. Der Mitarbeiter ist an jedem Tag für die andere Hälfte im Betrieb erreichbar und probiert, was im Unterricht entsteht, am selben Tag am echten Ablauf aus. Wer einen Ablauf nicht nur skizzieren, sondern automatisieren, testen und im Team einführen soll, braucht außerdem Übungszeit mit jemandem daneben, der hilft, wenn etwas hakt.
Für eine Vollzeitform kommt der Digitalisierungsmanager in Frage, der sich ebenfalls nach § 82 SGB III fördern lässt. Wie das Qualifizierungschancengesetz im Einzelnen funktioniert, erklärt der Ratgeber Qualifizierungschancengesetz für Arbeitgeber.
Häufige Fragen
Gibt es den KI-Prozessmanager auch in Vollzeit?
Nein. Der KI-Prozessmanager läuft nur in Teilzeit, montags bis freitags vormittags oder nachmittags mit je 5 Unterrichtseinheiten. Für eine Vollzeitform kommt der Digitalisierungsmanager in Frage.
Wer stellt den Antrag nach § 82 SGB III?
In der Regel der Arbeitgeber, vor Beginn der Maßnahme beim Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit. Bei mehreren vergleichbaren Beschäftigten ist ein Sammelantrag möglich, bei einer einzelnen Person stellt diese den Antrag auf die Lehrgangskosten und der Arbeitgeber den auf den Zuschuss zum Arbeitsentgelt.
Bekommt der Beschäftigte einen Bildungsgutschein?
In der Regel ja. § 82 Abs. 6 SGB III verweist auf § 81 Abs. 4, die Agentur kann aber auf den Gutschein verzichten, wenn Arbeitgeber und Beschäftigter einverstanden sind oder ein Sammelantrag gestellt wird.
Welche Abschlussprüfung gehört dazu?
Die Teilnehmer legen eine Abschlussprüfung bei TÜV Rheinland PersCert ab und erhalten bei Bestehen das Personenzertifikat „Manager:in für KI-Prozessautomatisierung mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation“. Die Schulung führt SkillSprinters durch.
Ist die Förderung sicher?
Nein. Die Förderung nach § 82 SGB III ist eine Ermessensleistung, über die die Agentur für Arbeit im Einzelfall entscheidet. Deshalb wird der Antrag vor Beginn der Maßnahme gestellt und der Start erst nach der Bewilligung festgelegt.
Sie wollen einen Mitarbeiter zum KI-Prozessmanager qualifizieren?
Die vollständigen Module stehen auf der Seite KI-Prozessmanager. Ob Zugang, Betriebsgröße und Vorhaben passen, klären wir in einem kostenlosen Beratungsgespräch, rund 15 Minuten am Telefon, zu Ihrem Termin rufen Sie uns an.
Zuletzt geprüft: 28. Oktober 2026.