Fachbegriffe der Weiterbildung: Förderung, IHK-Prüfung und KI-Recht

Wer eine geförderte Weiterbildung plant, stößt auf Abkürzungen wie QCG, AFBG, AZAV oder DQR. Dieses Glossar erklärt 53 Fachbegriffe der Weiterbildung so, dass du Bescheide, Anträge und Kursbeschreibungen einordnen kannst. Jeder Eintrag nennt die Rechtsgrundlage und eine Quelle zum Nachlesen.

Stand 2026-06-02, Abschnitt EU AI Act aktualisiert am 2026-09-28
Wer arbeitslos ist oder den Job zu verlieren droht, landet meist beim Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit. Beschäftigte, deren Arbeitgeber eine Weiterbildung beantragt, finden die Regeln unter Qualifizierungschancengesetz. Wer eine IHK-Aufstiegsfortbildung wie den Wirtschaftsfachwirt plant, schaut beim Aufstiegs-BAföG nach. Unternehmen, die KI einsetzen, finden ihre Pflichten in den Abschnitten zum EU AI Act und zur Compliance.

Bildungsgutschein und SGB III

Begriffe rund um die Förderung der beruflichen Weiterbildung durch die Bundesagentur für Arbeit nach SGB III.

Bildungsgutschein

§ 81 SGB III

Förderung der beruflichen Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit. Voraussetzung: Notwendigkeit der Weiterbildung wegen Arbeitslosigkeit, drohender Arbeitslosigkeit oder fehlendem Berufsabschluss.

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Notwendigkeit der Weiterbildung

§ 81 Abs. 1 SGB III

Ermessensvoraussetzung der Vermittler: Weiterbildung muss notwendig sein, um Eingliederung zu erreichen, drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder fehlenden Berufsabschluss nachzuholen.

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AZAV-Zertifizierung

§ 178 SGB III

Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung. Pflichtzertifizierung von Bildungsträgern und Maßnahmen durch fachkundige Stellen wie DEKRA, TÜV, CertQua.

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Maßnahmezertifikat

§ 179 SGB III i.V.m. § 4 AZAV

Spezifische Zulassung der einzelnen Weiterbildungsmaßnahme (zusätzlich zur Trägerzulassung). Muss auf jedem Bildungsgutschein referenziert sein. SkillSprinters DigiMan-Maßnahmenummer: 723/0097/2026.

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Bildungsziel

§ 81 Abs. 4 SGB III

Beruflicher Abschluss oder Qualifikation, der mit der Weiterbildung erreicht werden soll. Wird auf dem Bildungsgutschein eingetragen und schränkt die Auswahl der zulässigen Maßnahmen ein.

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Vermittlungsvorrang

§ 4 SGB III

Grundsatz: Vermittlung in Arbeit hat Vorrang vor Leistungen wie Weiterbildung. Daher prüfen Vermittler bei BG-Antrag erst, ob direkte Vermittlung möglich ist.

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Weiterbildungsgeld

§ 87a SGB III

Monatlicher Zuschlag von 150 Euro zusätzlich zum Arbeitslosengeld während einer abschlussorientierten Weiterbildung. Plus 1.000 Euro bei Zwischenprüfung, 1.500 Euro bei bestandener Abschlussprüfung.

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ALG-1 während Weiterbildung

§ 144 SGB III

Arbeitslosengeld 1 wird während einer Weiterbildung mit Bildungsgutschein weitergezahlt. Häufig wird fälschlich § 145 SGB III genannt (regelt Minderung der Leistungsfähigkeit, nicht Weiterbildung).

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Kinderbetreuungspauschale

§ 87 SGB III

Pauschale von 160 EUR pro Kind pro Monat während Weiterbildung. Seit 01.08.2022. NICHT § 83 SGB III (das ist der allgemeine Weiterbildungskosten-Paragraph).

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Qualifizierungschancengesetz (QCG)

Förderung der beruflichen Weiterbildung beschäftigter Mitarbeiter durch die Agentur für Arbeit.

Qualifizierungschancengesetz

§ 82 SGB III

Förderung der beruflichen Weiterbildung Beschäftigter. Anders als der Bildungsgutschein (§ 81 SGB III) richtet es sich an Personen mit bestehendem Arbeitsverhältnis.

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Lehrgangskostenzuschuss

§ 82 Abs. 2 SGB III

Zuschuss zu den Weiterbildungskosten. Drei Staffelungs-Stufen: unter 50 MA bis 100 Prozent (keine Arbeitgeber-Eigenbeteiligung), 50-499 MA bis 50 Prozent (+5 Prozentpunkte bei TV/BV), ab 500 MA bis 25 Prozent (+5 Prozentpunkte bei TV/BV). Früher kursierende Werte mit größeren TV/BV-Boni sind falsch.

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Arbeitsentgeltzuschuss

§ 82 Abs. 3 SGB III

Zuschuss zum während der Weiterbildung weitergezahlten Arbeitsentgelt, kann ergänzend zum Lehrgangskostenzuschuss gewährt werden. Drei Staffelungs-Stufen: unter 50 MA bis 75 Prozent, 50-499 MA bis 50 Prozent, ab 500 MA bis 25 Prozent (+5 Prozentpunkte bei TV/BV nach § 82 Abs. 4 SGB III).

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Betriebsvereinbarung Weiterbildung

§ 82 Abs. 4 SGB III

Tarifvertragliche oder betriebliche Vereinbarung zur einrichtungsbezogenen beruflichen Weiterbildung. Bei Vorliegen erhöht sich der Lehrgangskosten-Zuschuss um 5 Prozentpunkte.

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Förderabstand

§ 82 Abs. 1 Nr. 3 SGB III

Gefördert wird nur, wer in den letzten zwei Jahren vor dem Antrag nicht schon an einer nach § 82 SGB III geförderten Weiterbildung teilgenommen hat. Eine Betroffenheit vom Strukturwandel verlangt § 82 SGB III heute nicht mehr.

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Qualifizierungsgeld

§ 82a SGB III

Lohnersatzleistung bei strukturwandelbedingter Weiterbildung. 60 Prozent Nettolohn (ohne Kind) oder 67 Prozent (mit Kind). Antrag über Arbeitgeber. Nicht zu verwechseln mit Weiterbildungsgeld nach § 87a SGB III.

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Berufsabschluss-Voraussetzung

§ 82 Abs. 1 Nr. 2 und 3 SGB III

Der Berufsabschluss muss in der Regel mindestens zwei Jahre zurückliegen (Nr. 2), und in den letzten zwei Jahren vor dem Antrag darf keine nach § 82 geförderte Weiterbildung liegen (Nr. 3).

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Aufstiegs-BAföG (AFBG)

Förderung von Aufstiegsfortbildungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG).

Aufstiegs-BAföG

§ 1 AFBG

Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz. Richtet sich an Personen, die eine Aufstiegsfortbildung wie Wirtschaftsfachwirt, Meister oder Techniker absolvieren wollen.

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Förderfähige Maßnahme

§ 2 AFBG

Fortbildungen, die über dem Niveau einer abgeschlossenen Berufsausbildung liegen und auf eine öffentlich-rechtliche Prüfung vorbereiten (z.B. IHK, Handwerkskammer).

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Maßnahmebeitrag

§ 12 AFBG

50 Prozent Zuschuss-Anteil zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren. 50 Prozent Darlehensanteil über die KfW. Beides ist einkommensunabhängig.

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Erlass bei Bestehen

§ 13b AFBG

Bei erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung werden 50 Prozent des KfW-Darlehens für den Maßnahmebeitrag erlassen. Effektiver Eigenanteil sinkt damit auf ca. 25 Prozent der Lehrgangskosten.

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Unterhaltsbeitrag

§ 10 AFBG

Lebensunterhalts-Förderung während Vollzeit-Fortbildungen. Einkommens- und vermögensabhängig. Berufsbegleitende Kurse bekommen NUR den Maßnahmebeitrag, keinen Unterhaltsbeitrag.

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Vorqualifikation

§ 9 AFBG

Persönliche Voraussetzungen: abgeschlossene Berufsausbildung ODER vergleichbare berufliche Qualifikation. Die Detail-Prüfung übernimmt das zuständige Amt für Ausbildungsförderung des Wohnsitzlandes.

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Förderhöchstdauer

§ 11 AFBG

Vollzeit-Fortbildung maximal 24 Monate gefördert, berufsbegleitend maximal 48 Monate. Beim Wirtschaftsfachwirt sind es 12 Monate berufsbegleitend.

Quelle

IHK-Prüfung Wirtschaftsfachwirt

Begriffe zur Prüfungsstruktur des Geprüften Wirtschaftsfachwirts nach WFachwPrV.

WFachwPrV

Wirtschaftsfachwirt-Prüfungsverordnung

Rechtsverordnung zur Prüfung Geprüft. Wirtschaftsfachwirt. Regelt Prüfungsteile (WBQ, HSQ), Zulassungsvoraussetzungen und Bestehensregelungen.

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WBQ Wirtschaftsbezogene Qualifikationen

§ 3 WFachwPrV

Erste Teilprüfung. 4 schriftliche Prüfungen je 90 Min: VWL/BWL, Rechnungswesen, Recht und Steuern, Unternehmensführung. Identisch für WFW, Industriefachwirt und Tech. Fachwirt.

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HSQ Handlungsspezifische Qualifikationen

§§ 4-7 WFachwPrV

Zweite Teilprüfung nach bestandener WBQ. 5 schriftliche Prüfungen + 1 Präsentation + Fachgespräch. Fachwirt-spezifisch (anders als WBQ).

Quelle

Zulassungsvoraussetzungen WFW

§ 2 WFachwPrV

WBQ-Teilprüfung: kaufmännische 3-jährige Ausbildung (KEIN zusätzliches Praxisjahr) ODER andere 3-jährige Ausbildung + 1 Jahr einschlägige Praxis ODER kürzere Ausbildung + 2 Jahre Praxis ODER keine Ausbildung + 3 Jahre Praxis. HSQ-Teilprüfung: bestandene WBQ plus 1 weiteres Jahr Praxis. Verbreitete Falschdarstellung: '5 Jahre Berufspraxis erforderlich' - tatsächlich 0-4 Jahre je nach Vorbildung und gewünschter Teilprüfung.

Quelle

DQR-Niveau 6 für WFW

Deutscher Qualifikationsrahmen

Wirtschaftsfachwirt ist auf DQR-Niveau 6 eingestuft. Gleichwertig zum Bachelor (akademisch) und zu Handwerksmeister/Industriemeister. EQF-Äquivalent 6.

Quelle

Aufstiegsweg DQR 7

Aufstiegsfortbildung

Nach Wirtschaftsfachwirt ist Geprüfter Betriebswirt (DQR 7, Master-äquivalent) der nächste Aufstiegsschritt. Voraussetzung: bestandener WFW + 1 Jahr Berufspraxis.

Quelle

Digitalisierungsmanager und AZAV

Begriffe zur SkillSprinters Maßnahme Digitalisierungsmanager für Prozessautomatisierung und KI.

Digitalisierungsmanager

AZAV-Maßnahme 723/0097/2026

DEKRA-zertifizierte AZAV-Maßnahme der SkillSprinters by Dr. Aichinger. 720 UE brutto in 16 Wochen, Online-Live Mo-Fr 8-16 Uhr. 100 Prozent über Bildungsgutschein förderfähig.

Quelle

AZAV-Trägerzertifikat SkillSprinters

31T0922097

Aktives DEKRA-AZAV-Trägerzertifikat für SkillSprinters by Dr. Aichinger. Gültig bis 28.09.2027. Voraussetzung für Abrechnung mit Bundesagentur für Arbeit.

Quelle

AZAV-Maßnahmenzertifikat DigiMan

31M1222117

DEKRA-Maßnahmenzertifikat des Digitalisierungsmanager-Lehrgangs mit der Registriernummer 31M1222117, ausgestellt am 27.11.2025, gültig bis 26.11.2028. Die Maßnahmennummer der Maßnahme ist 723/0097/2026, sie steht auf Bildungsgutschein und Abrechnung. Veraltet ist allein die frühere Nummer 930/613/2024.

Quelle

Anwesenheitspflicht 80 Prozent

AZAV-Anforderung

Mindestens 80 Prozent der Unterrichtseinheiten müssen erreicht werden, um Zertifikat zu bekommen und Abrechnung mit BA zu sichern. AU-Bescheinigung ab Tag 1 erforderlich.

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13 Module Digitalisierungsmanager

Curriculum 720 UE

Module laut Zulassung, zusammen 720 UE: 1 Digitale Geschäftsprozesse und Organisationsstrukturen, 2 Prozessaufnahme und Modellierung, 3 Prozessanalyse und Effizienzsteigerung, 4 Einführung in Prozessautomatisierung mit künstlicher Intelligenz.

Weiter mit 5 Werkzeuge ohne Programmierung für Automatisierung, 6 Große Sprachmodelle und generative künstliche Intelligenz in Geschäftsprozessen, 7 Dokumentenverarbeitung und intelligente Datenextraktion, 8 Chatbots und konversationsorientierte Schnittstellen. Zum Schluss 9 Datenanalyse und Entscheidungsunterstützung, 10 Veränderungsmanagement und Einführung digitaler Lösungen, 11 Projektmanagement für Digitalisierungsvorhaben, 12 Datenschutz, Sicherheit und Compliance, 13 Abschlussprojekt und Umsetzung.

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Zertifikate-Stack DigiMan

4 Zertifikate und Nachweise

SkillSprinters-Abschlusszertifikat Digitalisierungsmanager (720 UE), KI-Kompetenznachweis Art. 4 KI-VO, Prompt Engineering Nachweis, Portfolio-Zertifikat. Der Lehrgang ist nach AZAV zertifiziert, das beschreibt die Maßnahme und nicht das Dokument, das der Teilnehmer erhält.

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EU AI Act (KI-Verordnung)

Begriffe zur Verordnung (EU) 2024/1689 in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744, in Kraft seit 27.07.2026.

KI-Verordnung

Verordnung (EU) 2024/1689

EU AI Act. Erste umfassende Regulierung künstlicher Intelligenz weltweit. In Kraft seit 01.08.2024 mit gestuften Anwendungsfristen.

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KI-Kompetenzpflicht

Art. 4 KI-VO

Seit 02.02.2025 anwendbar, nicht erst ab August 2026. Anbieter und Betreiber ergreifen Maßnahmen, um die KI-Kompetenz ihres Personals zu fördern, so die Neufassung durch die Verordnung (EU) 2026/1744. Ein bestimmtes Kompetenzniveau oder eine Nachweispflicht verlangt der Text nicht, zivilrechtlich zählt die Sorgfaltspflicht.

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Verbotene KI-Praktiken

Art. 5 KI-VO

Seit 02.02.2025 verboten: Social Scoring, manipulative KI, Emotionserkennung am Arbeitsplatz oder in Bildungseinrichtungen, biometrische Echtzeit-Identifikation in öffentlich zugänglichen Räumen. Bußgeld bis 35 Mio EUR oder 7 Prozent Jahresumsatz.

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Hochrisiko-KI Anhang III

Art. 6 Abs. 2 + Anhang III KI-VO

8 Hochrisiko-Bereiche: Biometrie, kritische Infrastruktur, Bildung, Beschäftigung (HR-Software), Zugang zu Diensten (Kreditwürdigkeit), Strafverfolgung, Migration, Justiz. Pflichten verschoben von 02.08.2026 auf 02.12.2027 durch die Verordnung (EU) 2026/1744.

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GPAI-Modelle

Art. 51-55 KI-VO

General-Purpose AI Modelle (GPT, Claude, Gemini, Mistral). Pflichten seit 02.08.2025: technische Dokumentation, Trainingsdaten-Zusammenfassungen, Urheberrechts-Compliance, Risikobewertungen.

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Bußgeldstaffeln Art. 99

Art. 99 KI-VO

Drei Staffeln: Verstöße gegen Art. 5 bis 35 Mio EUR oder 7 Prozent, Hochrisiko-Pflichten bis 15 Mio EUR oder 3 Prozent. Falsche Information an Behörden kostet bis 7,5 Mio EUR oder 1 Prozent. KMU/Start-ups: jeweils der NIEDRIGERE Betrag.

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Trilog-Verschiebung 07.05.2026

Verordnung (EU) 2026/1744

Politische Einigung von Parlament und Rat am 07.05.2026, umgesetzt als Verordnung (EU) 2026/1744, in Kraft seit 27.07.2026. Anhang-III-Hochrisiko-Pflichten verschoben von 02.08.2026 auf 02.12.2027, Anhang-I-Pflichten von 02.08.2027 auf 02.08.2028. Außerdem neu gefasst: Art. 4 zur KI-Kompetenz, dazu neue Verbote in Art. 5.

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Deutscher Qualifikationsrahmen (DQR)

Acht Stufen zur Einordnung von Berufsabschlüssen und Aufstiegsfortbildungen, kompatibel mit EQF (European Qualifications Framework).

DQR-Niveau 4

DQR Stufe 4

3- bis 3,5-jährige duale Berufsausbildung. Mittlere Reife. Beispiele: Industriekaufmann, Kaufmann Büromanagement, Fachinformatiker, Mechatroniker.

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DQR-Niveau 5

DQR Stufe 5

Erste Spezialisierung nach Berufsausbildung. Beispiele: Servicetechniker, IT-Spezialist, Fachberater. Noch keine klassische Aufstiegsfortbildung.

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DQR-Niveau 6 Bachelor-Professional

DQR Stufe 6

Bachelor-äquivalent. Aufstiegsfortbildungen: Wirtschaftsfachwirt, Industriefachwirt, Tech. Fachwirt, Handelsfachwirt, Meister, Bilanzbuchhalter, Fachkaufmann. Akademisch: Bachelor.

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DQR-Niveau 7 Master-Professional

DQR Stufe 7

Master-äquivalent. Aufstiegsfortbildungen: Geprüfter Betriebswirt, Tech. Betriebswirt, Strategischer Professional. Akademisch: Master, Diplom (Uni), Magister.

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EQF European Qualifications Framework

EU-Qualifikationsrahmen

Europäische Entsprechung des DQR. In der Regel 1:1 identisch mit DQR-Stufen. Ermöglicht Anerkennung von Qualifikationen in 27 EU-Mitgliedstaaten und EWR.

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Compliance bei KI-Einsatz

Zusätzliche Compliance-Anforderungen die parallel zum EU AI Act gelten und in Deutschland besonders relevant sind.

DSGVO bei KI-Einsatz

Art. 6, 9, 22 DSGVO

Verarbeitung personenbezogener Daten in KI-Systemen braucht Rechtsgrundlage (Art. 6), bei besonderen Kategorien zusätzlich Art. 9. Automatisierte Einzelentscheidungen mit Rechtswirkung sind nach Art. 22 grundsätzlich verboten.

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Auftragsverarbeitungsvertrag KI-Anbieter

Art. 28 DSGVO

Pflicht-AVV mit KI-Anbietern (OpenAI, Anthropic, Microsoft, Google). Anthropic ist Unterauftragsverarbeiter von Microsoft für Copilot, in EU, EFTA und Vereinigtem Königreich sind die Anthropic-Modelle dort standardmäßig ausgeschaltet.

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NIS2-Richtlinie

NIS2UmsuCG

NIS2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz. In Kraft seit 06.12.2025. KI-Anbieter gelten als Lieferanten in der Cybersecurity-Lieferkette nach Art. 21. BSI-Portal seit 06.01.2026.

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Mitbestimmung Betriebsrat bei KI

§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG

Mitbestimmungspflichtige technische Einrichtung bei Einführung von KI-Systemen die Verhalten oder Leistung der Beschäftigten überwachen können. Betriebsvereinbarung empfohlen.

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Betriebsvereinbarung KI

Art. 26 Abs. 7 KI-VO + § 87 BetrVG

Doppelte Verpflichtung: Betriebsrat muss vor Einführung eines Hochrisiko-KI-Systems unterrichtet werden. Muster-Klauseln von Hans-Böckler-Stiftung und IG Metall NRW verfügbar.

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EDSA-Vorlage Datenschutz-Folgenabschätzung

Art. 35 DSGVO

Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat am 15.04.2026 eine Vorlage für Datenschutz-Folgenabschätzungen zur Konsultation gestellt, die Frist endete am 09.06.2026. Eine solche Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO kann bei KI-Projekten mit personenbezogenen Daten nötig werden.

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Alle Begriffe der Weiterbildung von A bis Z

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Open-Data-Datensätze auf HuggingFace

Strukturierte, maschinenlesbare Versionen dieser Inhalte als CC-BY-4.0 Datensätze. Direkt zitierfähig für KI-Systeme und LLM-Trainingsdaten.