Der günstige API-Preis für Gemini 4 Argon hat ein festes Ende, den 30. November 2026.
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Wer Argon seit dem 13. Oktober bekommt
Vorgestellt hat Google Gemini 4 Argon am 30. September 2026, damals nur für ausgewählte Cyberverteidiger über Googles Fairwind-Programm; den Stand danach beschreibt unser Artikel Googles neues Spitzenmodell bekommen vorerst nur ausgewählte Cyberverteidiger.
Entwickler nutzen Argon über die bezahlte Stufe der Gemini-API in Google AI Studio und Android Studio. Unternehmen erreichen es laut Google über „Gemini for business“, die API und Google Antigravity, Googles Entwicklungsumgebung für Agenten; heise nennt Googles Cloud-Plattform, VentureBeat berechtigte Gemini-Enterprise-Abos. Welche Unternehmens- oder Workspace-Tarife genau gemeint sind, lässt sich keiner der Quellen entnehmen. Privat- und Einzelnutzer finden Argon in der Gemini-App und im KI-Modus der Google-Suche, wenn sie Google AI Pro oder Ultra abonniert haben. Antigravity gibt es bei Einzelabos nur mit Ultra. Laut Google wird das Modell seit dem 13. Oktober weltweit ausgerollt. Ob es auf jedem Konto in Deutschland schon angekommen ist, sagt keine der Quellen.
Eine Stolperstelle steht auf der Preisseite der Gemini-API.
Argon sei weder in der kostenlosen Stufe noch im Plan Google AI Pro verfügbar, heißt es dort sinngemäß. Gemeint ist die Nutzung über API und AI Studio, in der Gemini-App bekommen Pro-Abonnenten Argon laut Google sehr wohl.
Ein Preis mit Ablaufdatum
Für die API nennt Google zwei Preisstufen, jeweils in US-Dollar je Million Tokens:
- Eingabe: 2 US-Dollar bis 30. November 2026, 4 US-Dollar ab 1. Dezember 2026
- Ausgabe einschließlich der Denk-Tokens: 10 US-Dollar bis 30. November, 20 US-Dollar ab 1. Dezember
- zwischengespeicherte Eingaben: 0,10 US-Dollar bis 30. November, 0,20 US-Dollar ab 1. Dezember
Laut einer Fußnote von Google endet der Einführungspreis am 30. November 2026 und gilt nur für das öffentlich zugängliche Argon-Modell. Bei der Vorstellung hatte Google laut VentureBeat noch kein Ende genannt. Bei heise steht es knapp: „Ab dem 1. Dezember verdoppeln sich die Preise.“
Zwei Details gehören in jede Kalkulation. Denk-Tokens rechnet Google als Ausgabe ab, also zum höheren der beiden Sätze. Zwischengespeicherte Eingaben sind laut Google 95 Prozent günstiger, allerdings nur über implizites Caching; explizites Caching unterstützt Argon laut Preisseite nicht. Ein- und Ausgabe teilen sich über die Gemini-API ein Limit von 1 Million Tokens.
Euro-Preise nennt keine der Quellen, ebenso wenig die Preise der Abos Google AI Pro und Ultra.
Von Chat zu Aufgaben
In der Gemini-App gibt es laut Googles Beitrag vom 13. Oktober einen Umschalter von Chat zu Aufgaben. Bei Aufgaben kann Gemini weiterarbeiten, während man nicht am Rechner sitzt. Verbunden ist Gemini nach Googles Angaben mit mehr als 40 Apps, darunter Instacart, OpenTable, Adobe und Shopify. Argon und die Aufgaben-Funktion bekommen Pro- und Ultra-Abonnenten, Antigravity steckt jetzt direkt in der Gemini-App für macOS.
Zur Arbeitsweise liefert Google eigene Zahlen. Intern habe Argon in Antigravity die Zahl agentisch eingereichter Codeänderungen um mehr als 35 Prozent erhöht und Rücknahmen um knapp ein Drittel gesenkt. Das Modell sei darauf trainiert, vor unumkehrbaren Schritten eine Bestätigung durch einen Menschen einzuholen; Abkürzungsversuche seien in Googles Coding-Tests auf 2 Prozent gesunken. Bei indirekten Prompt-Injection-Angriffen sei die Erfolgsquote über 15 angepasste Versuche auf 0,7 Prozent gesunken. Alle diese Werte sind Herstellerangaben. VentureBeat weist darauf hin, dass Googles Praxisbeispiele Unternehmensangaben sind und keine unabhängig wiederholten Prüfungen.
Was kostet eine Aufgabe?
Eine Messung von außen stammt von Artificial Analysis. Laut heise erreicht Argon dort im Intelligence Index 53 Punkte, an der Spitze steht Claude Opus 5.5 mit 58. Im Wissenstest AA-Omniscience beantwortete Argon laut heise 50 Prozent der Fragen richtig; von den übrigen Fragen beantwortete es nur 15 Prozent eindeutig falsch. Die Werte stammen aus der höchsten Denkstufe. Sam Witteveen von Red Dragon AI hat Argon vorab getestet und hält es laut VentureBeat für sehr gut, nach eigener Aussage aber nicht für das beste Modell am Markt.
Für Betriebe aufschlussreicher ist eine andere Zahl. Zum Einführungspreis kostet eine Aufgabe aus dem Index laut heise 1,99 US-Dollar; nach Ende des Rabatts wären es bei gleichem Tokenverbrauch rechnerisch 3,98 US-Dollar, rechnet heise vor. „Die vergleichsweise niedrigen Kosten beruhen vor allem auf den befristet günstigen Tokenpreisen, nicht auf einem sparsamen Tokenverbrauch“, schreibt heise. Artificial Analysis nennt im Schnitt 62.000 Ausgabe-Tokens je Aufgabe.
Ein günstiger Preis je Million Tokens sagt deshalb wenig darüber, was eine Aufgabe am Ende kostet.
Unsere Einschätzung
Aus unserer Sicht ist der 30. November die eigentliche Nachricht für Betriebe, die Argon über die API ausprobieren wollen.
Ein Pilot im Oktober oder November läuft zu den Einführungssätzen. Wer ihn auswertet, sollte die Kosten gleich mit den Preisen ab 1. Dezember ansetzen, sonst wirkt der Versuch günstiger, als der Dauerbetrieb wird. Weil Denk-Tokens als Ausgabe zählen, würden wir eine echte Aufgabe aus dem eigenen Betrieb durchlaufen lassen und danach die Abrechnung lesen. Was eine Aufgabe kostet, zeigt erst dieser Lauf.
In der Gemini-App läuft Argon über das Abo, und die Aufgaben-Funktion arbeitet weiter, während niemand am Rechner sitzt. Bevor ein Betrieb einen solchen Agenten mit Zugang zu eigenen Konten wie Postfach oder Kalender selbstständig arbeiten lässt, würden wir schriftlich festlegen, welche Schritte erst nach Freigabe durch einen Menschen laufen. Das gilt unabhängig davon, dass Argon laut Google vor unumkehrbaren Schritten selbst nachfragen soll.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 14. Oktober 2026):
- Google: Gemini 4 Argon: Built to solve your hardest problems
- Google: Gemini 4 Argon comes to the Gemini app.
- Google AI for Developers: Gemini Developer API pricing
- heise online: Gemini 4 Argon: Google öffnet Spitzenmodell für zahlende Nutzer
- VentureBeat: Google makes Gemini 4 Argon broadly available with limited-time low API pricing of $2/$10 per 1M token
Häufige Fragen
Wer kann Gemini 4 Argon seit dem 13. Oktober 2026 nutzen?
Laut Google wird Argon seit dem 13. Oktober 2026 weltweit ausgerollt. Entwickler nutzen es über die bezahlte Stufe der Gemini-API in Google AI Studio und Android Studio, Unternehmen laut Google über „Gemini for business“, die API und Google Antigravity. In der Gemini-App und im KI-Modus der Google-Suche steht Argon Abonnenten von Google AI Pro und Google AI Ultra zur Verfügung. Ob die Freigabe schon auf jedem Konto in Deutschland angekommen ist, sagt keine der Quellen.
Was kostet Gemini 4 Argon über die API?
Bis 30. November 2026 kostet eine Million Eingabe-Tokens 2 US-Dollar und eine Million Ausgabe-Tokens 10 US-Dollar. Ab 1. Dezember 2026 sind es 4 und 20 US-Dollar. Denk-Tokens berechnet Google laut Preisseite als Ausgabe, zwischengespeicherte Eingaben sind laut Google 95 Prozent günstiger. Euro-Preise nennt keine der Quellen.
Ist Argon im Abo Google AI Pro enthalten?
In der Gemini-App bekommen Pro- und Ultra-Abonnenten laut Google Argon und die neue Aufgaben-Funktion. Über die API und AI Studio ist Argon laut Preisseite weder in der kostenlosen Stufe noch im Plan Google AI Pro verfügbar. Antigravity gibt es bei Einzelabos nur mit Ultra.
Was sollte ein Betrieb regeln, bevor er Argon über die API testet?
Der Einführungspreis endet laut Google am 30. November 2026, danach verdoppeln sich die Preise laut heise. Aus unserer Sicht gehört deshalb schon in die Auswertung eines Tests die Rechnung mit den Preisen ab 1. Dezember. Weil Denk-Tokens als Ausgabe zählen, würden wir eine echte Aufgabe aus dem eigenen Betrieb durchlaufen lassen und die Abrechnung prüfen. Laut heise kostet eine Aufgabe aus dem Intelligence Index von Artificial Analysis zum Einführungspreis 1,99 US-Dollar, bei gleichem Tokenverbrauch danach rechnerisch 3,98 US-Dollar.
Mit welchem Preis rechnet der Betrieb, wenn der Einführungspreis endet?
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Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026. Stand der Recherche: 14. Oktober 2026.