Auf die Schnelle

Eine Studie der Beratungsgesellschaft PwC kommt 2026 zu einem klaren Ergebnis: Rund 74 Prozent des wirtschaftlichen Nutzens aus KI entfallen auf nur etwa 20 Prozent der Unternehmen. Der Unterschied liegt nicht in der Zahl der Werkzeuge. Die führenden Firmen richten KI auf Wachstum aus, nicht allein auf Kostensenkung, und bauen dafür stabile Grundlagen. Für die Studie wurden 1.217 Führungskräfte befragt, überwiegend in grossen börsennotierten Unternehmen.

Über KI im Betrieb wird viel geredet, über den tatsächlichen Ertrag selten. Eine Auswertung von PwC legt jetzt eine Zahl auf den Tisch, die den Blick schärft. Und sie zeigt, warum manche Firmen mit KI vorankommen und andere nicht. Die Antwort hat weniger mit Technik zu tun, als du vielleicht denkst. Und sie lässt sich auf jeden Betrieb übertragen, vom Konzern bis zum kleinen Handwerksbetrieb.

Was die Studie sagt

PwC hat für die Untersuchung 1.217 Führungskräfte befragt, überwiegend in grossen, börsennotierten Unternehmen aus 25 Branchen. Das zentrale Ergebnis: Ungefähr 74 Prozent des wirtschaftlichen Nutzens aus KI landen bei rund 20 Prozent der Firmen. Zwischen einer kleinen Gruppe von Vorreitern und der breiten Masse, die noch in Pilotprojekten feststeckt, klafft eine wachsende Lücke.

Die Vorreiter erzielen laut Studie ein Vielfaches an Ertrag und Effizienzgewinnen aus KI, ihre Gewinnmargen liegen einige Prozentpunkte höher. Der Abstand entsteht dabei durch die Art, wie KI eingesetzt wird, weniger durch die eingesetzte Technik.

Diese Zahlen stammen aus grossen Unternehmen, die Botschaft ist aber schlicht. Wer KI ohne Ziel einsetzt, sammelt Werkzeuge und sieht wenig davon. Wer sie auf einen klaren Zweck richtet und die Grundlagen schafft, sieht einen messbaren Ertrag. Für einen kleinen Betrieb bedeutet das keine grosse Umstellung. Es genügt die Entscheidung, sich auf eine Sache festzulegen und diese sauber umzusetzen. Hier liegt der Hebel, den auch ein Fünf-Personen-Betrieb ziehen kann.

Was die Vorreiter anders machen

Der entscheidende Unterschied ist die Richtung. Die führenden Firmen richten KI auf Wachstum aus, also auf neue Umsätze, neue Angebote, neue Wege zum Kunden. Die Masse setzt KI vor allem ein, um Kosten zu senken. Kostensenkung ist nützlich, aber sie hat eine natürliche Grenze. Wachstum hat die nicht.

Dazu kommen stabile Grundlagen. Die Vorreiter haben ihre Daten, ihre Abläufe und ihre Fähigkeiten so aufgestellt, dass KI verlässlich läuft und sich ausweiten lässt. Wer diese Grundlagen nicht hat, bleibt in einzelnen Versuchen hängen, die nie in den Regelbetrieb kommen.

Was das für kleine Firmen heisst

Die Studie befragt grosse Konzerne, das Muster lässt sich aber übertragen. Auch im Mittelstand hängt der Erfolg an der Frage, ob KI auf ein echtes Geschäftsziel gerichtet ist, und weniger an der Menge der Werkzeuge. Ein Betrieb, der zehn KI-Werkzeuge ausprobiert hat und keines im festen Einsatz nutzt, gehört zur Masse. Ein Betrieb, der KI konsequent für einen konkreten Zweck einsetzt, gehört zu den Vorreitern seiner Grössenklasse.

In unseren DigiMan-Kursen sehen wir das Muster im Kleinen. Wer mit der Werkzeugliste beginnt, verliert sich. Wer mit einer klaren Aufgabe beginnt, etwa Angebote schneller erstellen oder Anfragen zuverlässig beantworten, kommt in den regelmässigen Einsatz und sieht einen Ertrag. Die Reihenfolge macht den Unterschied.

Wachstum statt nur Kosten

Für einen kleinen Betrieb klingt Wachstum durch KI grösser, als es ist. Gemeint sind bodennahe Dinge. Ein Handwerker, der Anfragen schneller beantwortet, gewinnt mehr Aufträge. Ein Händler, der Produkttexte in besserer Qualität und in mehr Sprachen erstellt, erreicht mehr Kunden. Ein Dienstleister, der abends erreichbar bleibt, verliert weniger Interessenten. Das ist Wachstum im Alltag, und es lässt sich mit KI unterstützen.

Die reine Kostenbrille dagegen führt oft in enge Projekte, deren Nutzen schwer zu messen ist. Wer nur fragt, wo KI Arbeit spart, verpasst die Frage, wo KI mehr Geschäft ermöglicht. Die zweite Frage bringt laut Studie die grösseren Erträge.

Ein Ziel schlägt zehn Werkzeuge

Ein Beispiel macht den Unterschied greifbar. Ein Betrieb, der ein KI-Werkzeug für die Bildbearbeitung, eines für Texte, eines für Tabellen und eines für den Chat ausprobiert hat, wirkt nach aussen digital. Wenn keines davon einen festen Platz im Arbeitsablauf hat, entsteht daraus kein messbarer Nutzen. Die Werkzeuge liegen herum, benutzt werden sie selten.

Ein anderer Betrieb konzentriert sich auf ein einziges Ziel, etwa schnellere und bessere Angebote. Er richtet ein Werkzeug darauf aus, bringt seinen Leuten den Umgang bei und misst, ob die Angebote wirklich schneller rausgehen und mehr Aufträge bringen. Dieser Betrieb hat weniger Werkzeuge, aber einen klaren Ertrag. Das trennt laut Studie die Vorreiter von der Masse, und es gilt für jede Betriebsgrösse.

Was du jetzt tun kannst

Setz dir ein einziges klares Ziel, das deinem Geschäft nützt, und richte deinen KI-Einsatz darauf aus. Kläre, ob deine Daten und Abläufe sauber genug sind, um darauf aufzubauen. Bau deine Leute mit ein, denn ohne Wissen im Team bleibt jedes Werkzeug ungenutzt. Und miss den Ertrag an deinem Ziel, nicht an der Zahl der Werkzeuge, die du ausprobiert hast. So landest du auf der Seite der 20 Prozent, statt zu warten, bis der Abstand grösser wird.

Fang bewusst klein an, mit einem Ziel und einem Ablauf, den du wirklich verbesserst. Miss vorher und nachher, damit du den Unterschied belegen kannst, statt ihn zu vermuten. Wenn dieser eine Ablauf trägt, nimmst du den nächsten dazu. So wächst dein KI-Einsatz an echten Ergebnissen entlang, und du sammelst Erfolge statt Werkzeuge.

Quellen

Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: Juli 2026):

Häufige Fragen

Was ist das Kernergebnis der PwC-Studie 2026?

Rund 74 Prozent des wirtschaftlichen Nutzens aus KI entfallen auf etwa 20 Prozent der Unternehmen. Zwischen einer kleinen Gruppe von Vorreitern und der breiten Masse in Pilotprojekten klafft eine wachsende Lücke. Für die Studie wurden 1.217 Führungskräfte befragt, überwiegend in grossen, börsennotierten Unternehmen aus 25 Branchen.

Was machen die erfolgreichen Firmen anders?

Sie richten KI auf Wachstum aus, also auf neue Umsätze und Angebote, nicht allein auf Kostensenkung. Und sie haben stabile Grundlagen bei Daten, Abläufen und Fähigkeiten, sodass KI verlässlich läuft und sich ausweiten lässt. Der Abstand entsteht durch die Art, wie KI eingesetzt wird, weniger durch die Menge der Technik.

Lässt sich das auf kleine Firmen übertragen?

Die Studie befragt grosse Konzerne, das Muster gilt aber auch im Mittelstand. Über den Erfolg entscheidet, ob KI auf ein echtes Geschäftsziel gerichtet ist, und weniger die Menge der Werkzeuge. Ein Betrieb, der zehn Werkzeuge ausprobiert und keines fest nutzt, gehört zur Masse. Wer KI konsequent für einen konkreten Zweck einsetzt, gehört zu den Vorreitern seiner Grössenklasse.

Wie komme ich als kleiner Betrieb auf die richtige Seite?

Setz dir ein einziges klares Ziel, das deinem Geschäft nützt, und richte deinen KI-Einsatz darauf aus. Kläre, ob deine Daten und Abläufe sauber genug sind, um darauf aufzubauen. Bau dein Team mit ein und miss den Ertrag am Ziel, nicht an der Zahl der ausprobierten Werkzeuge.

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Zuletzt aktualisiert: 06. Juli 2026. Stand der Recherche: 06. Juli 2026.