Ein Agent, der Notizen, Mails und Numbers-Tabellen auf dem eigenen Mac bearbeitet, ohne dass dafür persönliche Daten in die Cloud gehen sollen: Das hat Perplexity am 20. Oktober 2026 gestartet.

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Was auf dem Mac läuft

Laut dem Perplexity-Blog laufen Modell, Agent und die Ausführung der Aufgaben vollständig auf dem Gerät. Mit Erlaubnis arbeitet Computer über lokale Dateien und Mac-Apps wie Notizen, Nachrichten, Mail und Numbers. Persönliche Daten gehen dabei nach Angabe von Perplexity nicht in die Cloud, und diese Angabe bezieht sich auf den rein lokalen Modus.

Die Mac-App kennt zwei Betriebsarten. „Fully local“ erledigt Planung, Denken und Dateiverarbeitung auf dem Mac. Hybrid Compute beginnt in der Cloud und erledigt die Arbeit an privaten Dateien lokal. Hybrid Compute kam laut 9to5Mac im September. Für die Datenfrage macht der Unterschied etwas aus, weil Perplexitys Angabe „keine Daten in die Cloud“ nur für die erste Betriebsart gilt.

Als lokale Modelle nennt Perplexity Qwen 3.6 oder PPLX Pro, eine nachtrainierte Version von Qwen. Das Modell wird in der App geladen und eingerichtet.

Code und Werkzeuge laufen laut Perplexity in abgeschotteten Sandbox-Umgebungen, mit kontrolliertem Zugriff auf Dateien und verbundene Apps.

Die Cloud nur auf Freigabe

Wer will, kann Computer erlauben, für aktuelle Informationen, Browsernutzung und verbundene Apps in die Cloud zu gehen. Der lokale Orchestrator kann dann nach Angaben von Perplexity eines von mehr als 15 Spitzenmodellen aufrufen. 9to5Mac berichtet, dass Dateien die Cloud nur erreichen, wenn der Nutzer zustimmt, und MacRumors, dass der Nutzer entscheidet, wann er Credits ausgibt. Perplexity selbst nennt als Vorteil mehr Kontrolle über sensible Daten und über die Credit-Ausgaben.

Auch ohne Internetverbindung soll der lokale Modus laufen, das meldet 9to5Mac.

Was Perplexity verarbeitet oder protokolliert, sobald die Cloud freigegeben ist, beschreiben die Quellen nicht. Wer die Cloud freigibt, verlässt damit die Zusage des rein lokalen Modus.

Wer ihn bekommt und mit welcher Hardware

Perplexity nennt den Modus verfügbar für Pro, Max und Enterprise, und zwar in der Mac-App auf unterstützten Macs mit Apple-Chip. Als Beispiel führt das Unternehmen den neuen Mac mini mit M6 und M5 Pro an; zur Hardware dahinter gibt es auf skill-sprinters.de den Beitrag Apple baut Mac mini und Mac Studio für lokale KI um. 36 GB Speicher oder mehr empfiehlt Perplexity, 9to5Mac nennt das die Empfehlung für das beste Erlebnis. Ein Minimum geben die Quellen nicht an, und welche Macs außer dem neuen Mac mini ausreichen, sagen sie ebenfalls nicht.

Offen ist der Standort. Keine der drei Quellen nennt Länder oder Regionen, ob der Modus in Deutschland oder der EU angeboten wird, steht also nirgends. Abopreise nennt ebenfalls keine Quelle. Auch Windows oder andere Systeme erwähnen die Berichte nicht.

Was Perplexity vorführt und was offen bleibt

Zwei Beispiele stammen von Perplexity selbst. Aus vertraulichen Gesprächsnotizen, einem Kundenbriefing und einer internen Preisliste soll Computer ein Angebot erstellen, und aus Nachrichten und Mails eine Aufgabenliste in Notizen. Das sind Anbieterbeispiele, keine Messungen.

Wie gut Qwen 3.6 oder PPLX Pro solche Aufgaben auf einem Mac erledigen, belegt keine der Quellen, und einen unabhängigen Test gibt es in den Berichten nicht. Aus unserer Sicht ist das der wichtigste Punkt, bevor jemand Arbeit darauf aufbaut.

Unsere Einschätzung

Vor jeder Cloud-KI steht die Frage, ob Angebotskalkulation, Kundenbriefings und Mails den Rechner überhaupt verlassen dürfen. Ein Modus, der das laut Anbieter nicht muss, macht aus einem Ja oder Nein eine Einzelfallfrage.

Aus unserer Sicht heißt das nicht, sofort Mails und Preislisten einem Agenten zu öffnen. Wir würden mit einem Ordner anfangen, der ausdrücklich freigegeben ist, und dort beobachten, was der Agent tut: welche Dateien er anfasst, was er daraus macht, wo er nachfragt. Mail und Nachrichten würden wir erst dazunehmen, wenn klar ist, was der Agent dort tut, bevor er Entwürfe schreibt. Dass Code in einer Sandbox läuft und der Zugriff auf Dateien und Apps kontrolliert ist, sind Aussagen des Anbieters. Ein Betrieb sollte sie am eigenen Gerät nachvollziehen, bevor vertrauliche Unterlagen im freigegebenen Ordner liegen. Die Freigabe der Cloud wäre für uns eine eigene Entscheidung, getrennt von der Freigabe des Ordners, weil sie die Zusage des lokalen Modus aufhebt. Bis dahin sind Beispiele wie das Angebot aus der Preisliste eine Vorführung und kein Maßstab für den Betriebsalltag.

Mit 36 GB Speicher als Empfehlung wird der Einstieg zur Anschaffungsfrage. Wer ohnehin einen Mac im Betrieb hat, sollte zuerst in dessen Speicherangabe schauen.

Und solange offen ist, ob der Modus hier angeboten wird, lohnt der Blick ins eigene Konto, bevor jemand darauf plant.

Quellen

Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 22. Oktober 2026):

Häufige Fragen

Was ist der lokale Modus von Perplexity Computer?

Perplexity hat am 20. Oktober 2026 einen Modus gestartet, in dem laut Perplexity das KI-Modell, der Agent und die Ausführung der Aufgaben vollständig auf dem Mac laufen. Mit Erlaubnis arbeitet Computer über lokale Dateien und Mac-Apps wie Notizen, Nachrichten, Mail und Numbers. Persönliche Daten gehen dabei laut Perplexity nicht in die Cloud.

Für wen ist der Modus verfügbar und welcher Mac wird gebraucht?

Laut Perplexity ist der Modus für Pro, Max und Enterprise in der Mac-App verfügbar, auf unterstützten Macs mit Apple-Chip. Als Beispiel nennt Perplexity den neuen Mac mini mit M6 und M5 Pro. 36 GB oder mehr Speicher werden empfohlen, ein Minimum nennen die Quellen nicht.

Gibt es den Modus in Deutschland und der EU?

Das ist offen. Keine der drei Quellen nennt Länder oder Regionen, auch Abopreise nennt keine. Wer den Modus einsetzen will, sieht deshalb am besten im eigenen Perplexity-Konto nach, ob er dort angeboten wird.

Was sollte ein Betrieb vor dem Einsatz klären?

Aus unserer Sicht lohnt es sich, mit einem ausdrücklich freigegebenen Ordner zu beginnen und zu beobachten, was der Agent mit den Dateien tut. Mail und Nachrichten würden wir erst später freigeben. Die Zusage „keine Daten in die Cloud“ ist eine Angabe von Perplexity für den rein lokalen Modus, und ein unabhängiger Test der lokalen Modelle liegt in den Berichten nicht vor.

Wer im Betrieb legt fest, welche Ordner und Apps ein KI-Agent anfassen darf?

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Zuletzt aktualisiert: 22. Oktober 2026. Stand der Recherche: 22. Oktober 2026.