Ein lokales Sprachmodell mit 27 Milliarden Parametern braucht laut c't schon stark komprimiert 14 GB Speicher, und da ist der Kontext noch gar nicht mitgerechnet.
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Was jetzt im Handel ist
Seinen Test hat c't 3003 am Freitag, 16. Oktober 2026, bei heise online veröffentlicht, geschrieben von Jan-Keno Janssen. Laut c't sind die RTX-Spark-Notebooks nun auf dem Markt. Mitte Oktober kommen demnach die ersten Modelle von fast allen relevanten Notebook-Herstellern, darunter Microsofts Surface Laptop Ultra. PCWorld hatte am 8. Oktober berichtet, Vorbestellungen seien offen und die Lieferungen sollten um den 16. Oktober ankommen; ein kleineres HP-Modell sei für den Oktoberstart offenbar nicht fertig. Für die USA nennt PCWorld Preise ab 2.600 US-Dollar.
Die Eckdaten des Chips stammen von Nvidia selbst. Nach Herstellerangaben bietet RTX Spark in der größten Ausstattung bis zu 128 GB gemeinsamen Speicher und bis zu 1 Petaflop KI-Rechenleistung für Agenten, die direkt auf dem Gerät laufen. Dazu gehört laut Nvidia eine Blackwell-GPU mit 6.144 CUDA-Kernen. Notebooks und kompakte Desktop-Rechner sollen laut Nvidia im Herbst von Asus, Dell, HP, Lenovo, Microsoft Surface und MSI kommen, weitere Hersteller später.
Gemessen hat c't ein einziges dieser Geräte.
32 GB im Praxistest
Das Testgerät, ein Asus ProArt P14, hatte 32 GB gemeinsamen Speicher und eine SSD mit 1 TB. Zu den 14 GB aus dem Einstieg kommt im Betrieb der Kontext hinzu, also der Text, den das Modell während einer Aufgabe im Blick behalten muss. Mit der Komprimierungsstufe Q4_K_M konnte c't nur einen Agenten im Terminal parallel nutzen. Mit einer noch stärker komprimierten Fassung lief zusätzlich Photoshop. Ein kleineres Mixture-of-Experts-Modell kam laut c't auf fast 61 Tokens pro Sekunde. Mindestens 48 GB hätte sich c't gewünscht. Geräte mit 64 oder 128 GB hat c't nicht gemessen, alle Werte stammen von diesem einen Notebook.
Wie gut die größeren Ausstattungen im Alltag laufen, bleibt damit offen.
Was c't außerdem gemessen hat
Vorinstalliert ist laut c't Windows 11 in der Fassung für Arm. Linux ließ sich im Test nur mit einigem Aufwand starten. Danach lief ein Mixture-of-Experts-Modell laut c't 14 beziehungsweise 9 Prozent schneller als unter Windows. Wann Linux offiziell unterstützt wird, ist laut c't nicht sicher.
Unter Volllast hat c't am Lüfter bis zu 2,7 sone gemessen, und er springt laut c't oft schon an, wenn noch gar nichts läuft. Bei der Videowiedergabe mit 200 Nits hielt das Gerät über 19 Stunden durch. Als Vorteil nennt c't CUDA: Nur Nvidia unterstützt diese Programmierschnittstelle, und vieles bei der Bild- und Videogenerierung läuft laut c't damit am besten.
Lohnt der Aufpreis für mehr Speicher?
Im Handel kostet das Testgerät mit 32 GB laut c't 3.300 Euro. Mit 64 GB sind es mindestens 4.300 Euro, mit 128 GB 6.700 Euro. Unsere Rechnung aus diesen c't-Preisen: 4.300 minus 3.300 Euro ergibt für die Ausstattung mit 64 GB einen Aufpreis von mindestens 1.000 Euro gegenüber dem Testgerät.
Das Fazit von c't fällt verhalten aus: nicht enttäuscht, aber auch nicht begeistert. Ein Vergleichsgerät eines anderen Herstellers mit 48 GB gibt es laut c't für 3.550 Euro. Ältere Notebooks mit 32 GB und Chips eines anderen Herstellers sind laut c't für unter 2.000 Euro zu haben und eignen sich ebenfalls für lokale KI.
Unsere Einschätzung
Für eine Kanzlei oder eine Arztpraxis mit sensiblen Unterlagen ist ein Notebook, auf dem ein brauchbares Sprachmodell läuft, ohne dass Daten das Haus verlassen, aus unserer Sicht ein echtes Argument.
Der Haken steht im Test. Mit 32 GB reichte der Speicher für einen Agenten, und Photoshop lief nur mit einer noch stärker komprimierten Fassung des Modells daneben. Für den Agenten plus den normalen Arbeitstag wird es nach diesem Ergebnis eng. Wer das Notebook als einziges Arbeitsgerät einplant, plant genau diesen Fall. Ob 64 GB dafür genügen, hat c't nicht gemessen; der Wunsch nach mindestens 48 GB ist eine Einschätzung des Testers, gemessen hat er nur 32 GB.
Wir würden so ein Gerät deshalb nur kaufen, wenn vorher feststeht, welche Aufgabe lokal laufen soll, und dann eher in der Ausstattung mit 64 GB. Die Aufgabe kommt zuerst, das Gerät danach. Wer auf Verdacht kauft und die passende Aufgabe erst hinterher sucht, zahlt bei diesen Preisen für Speicher, den er vielleicht nie braucht, oder merkt nach ein paar Wochen, dass 32 GB zu wenig sind. Wie lokale KI im Betrieb grundsätzlich eingerichtet wird, beschreibt unser Ratgeber zu lokaler KI im Betrieb.
Wer erst herausfinden will, ob lokale KI zum eigenen Betrieb passt, kann laut c't auch mit günstigeren Geräten anfangen. Die Frage, welche Aufgabe den Aufpreis später rechtfertigt, lässt sich dort für weniger Geld klären.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 17. Oktober 2026):
- heise online (c't 3003): RTX Spark im Test: Nvidias erster Notebook-Chip für lokale KI
- NVIDIA: NVIDIA RTX Spark Unveiled
- PCWorld: Nvidia’s first RTX Spark laptops cost up to $7,000. Here’s what you get
Häufige Fragen
Was ist RTX Spark und seit wann gibt es die Notebooks?
RTX Spark ist ein Chip von Nvidia für Notebooks und kompakte Desktop-Rechner, auf denen KI-Agenten direkt auf dem Gerät laufen sollen. Laut c't (heise online, 16. Oktober 2026) sind die ersten Notebooks damit nun auf dem Markt. Nach Nvidias Angaben bietet der Chip in der größten Ausstattung bis zu 128 GB gemeinsamen Speicher und bis zu 1 Petaflop KI-Rechenleistung.
Was kosten RTX-Spark-Notebooks in Deutschland?
Laut c't kostet das getestete Asus ProArt P14 mit 32 GB gemeinsamem Speicher und 1 TB SSD im Handel 3.300 Euro. Mit 64 GB werden mindestens 4.300 Euro fällig, mit 128 GB 6.700 Euro. Aus diesen c't-Preisen gerechnet kostet die Ausstattung mit 64 GB mindestens 1.000 Euro mehr als das Testgerät.
Reichen 32 GB Speicher für lokale KI?
Im Test von c't reichte das Gerät mit 32 GB und der Komprimierungsstufe Q4_K_M für einen einzigen Agenten im Terminal, mit einer stärker komprimierten Fassung lief zusätzlich Photoshop. c't hätte sich mindestens 48 GB gewünscht. Geräte mit mehr Speicher hat c't nicht gemessen.
Sollte ein Betrieb jetzt ein RTX-Spark-Notebook kaufen?
Aus unserer Sicht lohnt sich ein solches Gerät erst, wenn feststeht, welche Aufgabe lokal laufen soll, und dann eher mit 64 GB. Wer nur prüfen will, ob lokale KI zum Betrieb passt, kann laut c't auch mit günstigeren Geräten anfangen, etwa mit älteren Notebooks mit 32 GB und Chips eines anderen Herstellers für unter 2.000 Euro. Vorinstalliert ist Windows 11 für Arm, wann Linux offiziell unterstützt wird, ist laut c't nicht sicher.
Welche Aufgabe im Betrieb soll eine lokale KI eigentlich übernehmen?
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Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2026. Stand der Recherche: 17. Oktober 2026.