Zum 1. Juli 2026 wird Copilot ein fester Bestandteil von Microsoft 365. Das Zusatzpaket steigt von 18 auf 21 US-Dollar pro Nutzer und Monat, neue Tarife mit eingebautem Copilot kommen für kleine Firmen, und die agentischen Funktionen in Word, Excel und PowerPoint sind allgemein verfügbar. (Preise in US-Dollar, in Deutschland können Preis und Steuer abweichen.)
Wer Microsoft 365 im Betrieb nutzt, sollte sich den 1. Juli 2026 vormerken. Ab diesem Tag gehört der KI-Assistent Copilot fest zu Microsoft 365, das befristete Zusatzangebot der letzten Monate läuft aus. Für kleine Firmen ändern sich dadurch Preise und Tarife, und die KI kann im Büro jetzt mehr übernehmen als vorher.
Was sich zum 1. Juli ändert
Microsoft hat auf seiner Entwicklerkonferenz Build am 2. Juni 2026 angekündigt, dass Copilot zum 1. Juli fester Bestandteil von Microsoft 365 wird. Bis dahin war Copilot ein Zusatzpaket, das man befristet dazubuchen konnte. Nun wird der KI-Assistent Teil des Standardangebots.
Für Betriebe heißt das zweierlei. Erstens ändert sich der Preis des bisherigen Zusatzpakets. Zweitens gibt es neue Tarife, in denen Copilot von Anfang an eingebaut ist. Beides solltest du kennen, bevor die nächste Abrechnung kommt oder ein Vertrag verlängert wird.
Der Hintergrund ist ein Strategiewechsel. Microsoft hat Copilot in den vergangenen anderthalb Jahren als optionales Zusatzangebot getestet und bündelt ihn nun fest mit dem Office-Paket. Für bestehende Abonnenten heißt das: Der Assistent rückt näher an das, was ohnehin genutzt wird, aber die Kostenseite verschiebt sich. Wer bisher nur die klassischen Office-Anwendungen gebucht hat, sollte prüfen, ob und wie sich sein Vertrag zum 1. Juli verändert.
Der neue Preis im Detail
Das Copilot-Zusatzpaket kostete bis zum 30. Juni 2026 im Aktionspreis 18 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Ab dem 1. Juli liegt der Preis bei 21 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Diese Angaben stammen von Microsoft und sind in US-Dollar gelistet. In Deutschland können der ausgewiesene Preis und die Steuer davon abweichen, je nach Vertrag und Händler.
Der Aufschlag klingt klein, summiert sich aber. Bei zehn Nutzern sind das 30 US-Dollar mehr im Monat als zum Aktionspreis, bei zwanzig entsprechend 60. Über ein Jahr gerechnet lohnt der Blick auf die Gesamtsumme, bevor du Copilot für die ganze Belegschaft freischaltest.
Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Fünf Nutzer, die den Assistenten täglich einsetzen, kosten beim neuen Preis von 21 US-Dollar rund 105 US-Dollar im Monat, über das Jahr also gut 1.200 US-Dollar, jeweils zuzüglich der in Deutschland anfallenden Steuer. Diese Summe muss die eingesparte Arbeitszeit erst wieder hereinholen. Bei fünf Leuten, die durch Copilot spürbar schneller arbeiten, gelingt das leicht. Bei fünf Leuten, die ihn selten öffnen, wird es teuer.
Neue Tarife für kleine Firmen
Neben dem Zusatzpaket bringt Microsoft ab dem 1. Juli eigene Tarife mit eingebautem Copilot: Microsoft 365 Business Standard with Copilot und Microsoft 365 Business Premium with Copilot. Beide sind auf kleine Firmen zugeschnitten und bündeln die gewohnten Office-Anwendungen mit dem KI-Assistenten in einem Paket.
Für dich als Inhaber bedeutet das eine zusätzliche Entscheidung. Statt Copilot einzeln zu jedem Arbeitsplatz dazuzubuchen, kannst du einen Tarif wählen, in dem er schon enthalten ist. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie viele deiner Leute den Assistenten wirklich brauchen und welchen Office-Umfang du ohnehin nutzt.
Beim Vergleich zählt der Gesamtumfang. Business Premium enthält mehr Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen als Standard, etwa erweiterte Geräteverwaltung und Schutz vor Schadsoftware. Wenn du solche Funktionen ohnehin brauchst, kann das Premium-Paket mit Copilot in Summe attraktiver sein als ein günstigerer Tarif plus einzeln zugebuchtem Assistenten. Rechne den echten Bedarf durch, statt nur auf den Grundpreis zu schauen.
Was Copilot jetzt kann
Die zweite Neuerung betrifft die Fähigkeiten. Die sogenannten agentischen Funktionen in Word, Excel und PowerPoint sind jetzt allgemein verfügbar. Agentisch heißt: Copilot kann mehrstufige Aufgaben planen und ausführen, statt nur einzelne Fragen zu beantworten.
Ein Beispiel: Copilot kann ein Dokument oder eine Präsentation von Anfang bis Ende erstellen oder einen Datensatz in Excel auswerten und die Ergebnisse aufbereiten. Unter dem Namen Copilot Cowork führt der Assistent solche Aufgaben aus, statt nur Vorschläge zu machen. Das kann Zeit sparen, wo viel Text- und Tabellenarbeit anfällt.
Für kleine Firmen sind solche Abläufe dort spannend, wo sich Arbeit wiederholt. Ein Angebot aus Textbausteinen, ein Serienbrief, eine Monatsauswertung aus einer Tabelle: Aufgaben mit klarer Struktur erledigt Copilot inzwischen recht zuverlässig. Bei freien, kreativen oder fachlich heiklen Texten bleibt die menschliche Hand wichtiger.
Wichtig bleibt: Jede KI kann sich irren. Ein von Copilot erstelltes Angebot, eine Auswertung oder ein Kundenschreiben gehört von einem Menschen geprüft, bevor es hinausgeht. Und bevor Kundendaten oder Personaldaten in solche Abläufe fließen, ist der Datenschutz zu klären.
Rechnet sich das für deinen Betrieb?
Ob Copilot sein Geld wert ist, hängt an der Nutzung. In unseren DigiMan-Kursen sehen wir, dass der Assistent dort am meisten bringt, wo täglich viel geschrieben, formuliert und mit Tabellen gearbeitet wird: im Vertrieb, in der Verwaltung, im Angebotswesen. Wer den ganzen Tag in der Werkstatt oder auf der Baustelle steht, hat weniger davon.
Deshalb lohnt es sich, nicht reflexartig jeden Arbeitsplatz auszustatten. Ein Aufschlag von 21 US-Dollar pro Nutzer und Monat rechnet sich schnell, wenn jemand damit täglich eine Stunde spart. Bei jemandem, der Copilot kaum öffnet, ist es verschenktes Geld.
Wie du sinnvoll entscheidest
Ein guter Weg ist ein Test mit einer kleinen Gruppe. Schalte Copilot für zwei oder drei Leute frei, die viel am Schreibtisch arbeiten, und lass sie ihn vier Wochen im Alltag nutzen. Danach weißt du, ob die Zeitersparnis den Preis rechtfertigt, und kannst gezielt entscheiden, wer den Assistenten bekommt.
Prüfe außerdem, welcher Tarif für deine Firma passt. Wenn viele Nutzer Copilot brauchen, kann einer der neuen Business-Tarife mit eingebautem Copilot günstiger sein als das einzelne Zusatzpaket. Wenn nur einige ihn nutzen, bleibt das Zusatzpaket flexibler. Rechne beide Varianten mit deiner tatsächlichen Nutzerzahl durch, bevor du dich festlegst.
Vergiss dabei die einfacheren Alternativen nicht. Für manche Aufgaben reicht ein separater KI-Dienst oder ein kostenloses Werkzeug, ohne dass jeder Arbeitsplatz Copilot braucht. Die Frage ist immer, wo die Einbindung in Word und Excel den Unterschied macht und wo ein loses Tool genügt. Wer das für den eigenen Betrieb durchdenkt, gibt kein Geld für Funktionen aus, die niemand nutzt.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: Juli 2026):
- Microsoft 365 Blog: Business with Copilot für kleine Firmen
- STMicro: Microsoft 365 Copilot Business ab Juli 2026
- Team Ascend: Microsoft 365 Preisänderungen zum 1. Juli 2026
Häufige Fragen
Was kostet das Microsoft-365-Copilot-Zusatzpaket ab Juli 2026?
Bis zum 30. Juni 2026 lag der Aktionspreis bei 18 US-Dollar pro Nutzer und Monat, ab dem 1. Juli sind es 21 US-Dollar pro Nutzer und Monat. Die Preise sind von Microsoft in US-Dollar gelistet. In Deutschland können der ausgewiesene Preis und die Steuer je nach Vertrag und Händler abweichen.
Was ist neu an den Microsoft-365-Business-Tarifen?
Ab dem 1. Juli 2026 gibt es zwei Tarife mit eingebautem Copilot: Microsoft 365 Business Standard with Copilot und Microsoft 365 Business Premium with Copilot. Beide sind für kleine Firmen gedacht und bündeln die Office-Anwendungen mit dem KI-Assistenten. Statt Copilot einzeln dazuzubuchen, ist er in diesen Paketen bereits enthalten.
Was bedeutet ein agentischer Copilot in Word und Excel?
Agentisch heißt, dass Copilot mehrstufige Aufgaben planen und ausführen kann, statt nur einzelne Fragen zu beantworten. Er erstellt zum Beispiel ein Dokument oder eine Präsentation von Anfang bis Ende oder wertet einen Datensatz in Excel aus. Diese Funktionen sind seit Juli 2026 allgemein verfügbar. Ergebnisse gehören trotzdem von einem Menschen geprüft.
Lohnt sich Copilot für jede kleine Firma?
Das hängt an der Nutzung. Am meisten bringt Copilot dort, wo täglich viel geschrieben und mit Tabellen gearbeitet wird, etwa im Vertrieb oder in der Verwaltung. Wer den Assistenten kaum öffnet, zahlt umsonst. Ein Test mit zwei oder drei Leuten über vier Wochen zeigt, ob die Zeitersparnis den Preis von 21 US-Dollar pro Nutzer und Monat rechtfertigt.
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Zuletzt aktualisiert: 07. Juli 2026. Stand der Recherche: 07. Juli 2026.