Am 25. August 2026 hat Microsoft in Excel eine Funktion freigeschaltet, die Python-Code ausführt und das Ergebnis direkt in die Arbeitsmappe schreibt.

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Python läuft jetzt in der Tabelle

Der Eintrag trägt in den Veröffentlichungshinweisen von Microsoft den Titel „Use Python when Editing with Copilot in Excel“. Beschrieben wird er dort so, dass Copilot beim Bearbeiten Python-Code für fortgeschrittene Analyse, Automatisierung und Datenumwandlung ausführt und die Ergebnisse direkt in der Arbeitsmappe ausgibt. Ausgewiesen ist die Funktion für Windows, Mac und Web, laut Microsoft allgemein verfügbar. Sie gehört damit zu den wenigen Punkten dieser Welle, die von der Gerätewahl im Betrieb unabhängig sind. In der Notiz fehlen eine Lizenzabgrenzung und ein Ausrollplan für Kunden in Deutschland.

Der praktische Unterschied ist trotzdem beträchtlich. Auswertungen, für die bisher jemand mit Skript-Kenntnissen im Haus sein musste, entstehen jetzt in der Datei, in der die Zahlen ohnehin liegen.

Die Modellwahl wandert in die Oberfläche

Vorbereitet wurde das am 11. August 2026, als Microsoft in Copilot für Word neben den OpenAI-Modellen auch Anthropic-Modelle zur Auswahl stellte, laut den Veröffentlichungshinweisen allein in der Web-Version. Zwei Wochen später kam Sonnet 5 in dasselbe Menü, nach Angaben von Microsoft mit einer höheren Reasoning-Stufe als Voreinstellung für genaueres Entwerfen und Bearbeiten. Welche Modelle sonst noch zur Wahl stehen, nennt Microsoft nicht, es bleibt bei den Sammelbegriffen.

Ebenfalls am 25. August 2026 wurde die Auswahl im Copilot Chat sichtbar. Wer den Researcher-Agenten in eine Unterhaltung holt, kann unterstützte Modelle und Modi direkt dort einstellen, unter Windows und im Web. Auch hier fällt in der Notiz kein einziger Modellname.

Wer die Sammelrunden länger verfolgt, findet die vorige im Copilot-Update vom Juni 2026. Neu an dieser ist, dass die Entscheidung über das Modell beim Anwender landet, der im Zweifel gar nicht weiß, wonach er wählen soll.

Wer am Mac arbeitet, bekommt weniger

Die Plattformangabe gehört bei dieser Welle zur Funktion dazu. Mehrere Neuerungen aus dem Fenster sind laut Microsoft auf eine einzige Plattform beschränkt:

Es gibt auch die Gegenrichtung. Die Coaching-Rückmeldung zu Mail-Entwürfen in Outlook vom 11. August 2026 steht auf Android, Windows, iOS, Mac und Web. Dass Outlook-Mails sich seit dem 25. August innerhalb von Copilot Chat öffnen, gilt für Windows, Mac und Web.

Ein Team, das überwiegend am Mac oder mobil arbeitet, bekommt von dieser Welle einen kleineren Teil ab.

Der Schalter über den Firmendaten

Am 25. August 2026 hat Microsoft außerdem den Web-Chat und den Arbeits-Chat zu einer Oberfläche zusammengelegt. Oben links sitzt seither ein Schalter „Work IQ“, über den sich der Zugriff auf Firmendaten ein- und ausschalten lässt, unter Windows und im Web. Die Copilot Notebooks nehmen seit demselben Datum Outlook-Mails als Wissensquelle und Teams-Besprechungen als Referenz auf. An dieser Stelle lohnt sich das Nachdenken vor der Freigabe. Welche Postfächer, Besprechungen und SharePoint-Sites damit für die Belegschaft durchsuchbar werden, hängt an der Rechtevergabe dahinter. Der Schalter macht sie sichtbar, er ersetzt sie nicht.

Zur Kostenseite kam am 11. August 2026 ein Dashboard in Viva Insights, das den Verbrauch von Copilot-Credits nachverfolgt, sichtbar im Web für Führungskräfte ab fünf unterstellten Personen und für globale Administratoren. Was eine einzelne Funktion an Credits kostet, nennen die Hinweise nicht.

Unsere Einschätzung

Für einen Betrieb mit zehn bis zweihundert Mitarbeitern ist die Python-Ausführung in Excel der Punkt mit dem größten Hebel. Der Haken liegt daneben: Wer eine Auswertung nicht nachrechnen kann, sollte sie auch nicht unterschreiben. Ein ausgeführtes Skript liefert seine Zahl mit derselben Selbstsicherheit, ob es die richtigen Zeilen erwischt hat oder nicht.

Vor der Nutzenfrage steht die Plattformfrage. Wer prüfen will, was von dieser Welle im eigenen Betrieb ankommt, geht zuerst durch die Geräteliste und erst danach durch die Funktionsliste, weil ein Teil der Neuerungen bei einem Mac-Team gar nicht auftaucht.

Die Modellauswahl in Word und im Researcher lesen wir mit gemischten Gefühlen. In unseren Kursen dreht sich die häufigste Frage nach zwei Tagen Praxis darum, woran man merkt, dass eine Antwort falsch ist. Nach dem besten Modell fragt kaum jemand. Wer die Auswahl im Betrieb freischaltet, sollte deshalb dazusagen, für welche Aufgaben die höhere Reasoning-Stufe gedacht ist und wo sie nur Zeit kostet.

Quellen

Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 28. August 2026):

Häufige Fragen

Was kann Copilot seit dem 25. August 2026 mit Python in Excel?

Laut den Veröffentlichungshinweisen von Microsoft führt Copilot beim Bearbeiten einer Arbeitsmappe Python-Code aus, für fortgeschrittene Analyse, Automatisierung und Datenumwandlung, und gibt die Ergebnisse direkt in der Arbeitsmappe aus. Die Funktion ist für Windows, Mac und Web ausgewiesen und laut Microsoft allgemein verfügbar. Ob dafür eine kostenpflichtige Microsoft-365-Copilot-Lizenz nötig ist, sagt die Notiz nicht.

Welche Modelle lassen sich in Copilot für Word auswählen?

Microsoft hat am 11. August 2026 neben OpenAI-Modellen auch Anthropic-Modelle in Copilot für Word zur Auswahl gestellt, allein in der Web-Version. Am 25. August 2026 kam Sonnet 5 in dasselbe Menü, laut Microsoft mit einer höheren Reasoning-Stufe als Voreinstellung für genaueres Entwerfen und Bearbeiten. Weitere Modellnamen nennt Microsoft nicht, dort stehen nur die Sammelbegriffe.

Welche Neuerungen der Augustwelle laufen nur unter Windows?

Laut Microsoft die Terminplanung per Copilot Chat im klassischen Outlook, die dort in Phasen ausgerollt wird, die Besprechungsvorbereitung im klassischen Outlook vom 11. August 2026, das Heranziehen einer Mail als Quelle für eine PowerPoint-Präsentation und die Erklärung von markiertem Folientext in einer PowerPoint-Live-Sitzung. Die Modellauswahl in Word gibt es umgekehrt nur im Web. Ein Team, das überwiegend am Mac arbeitet, bekommt von der Welle einen kleineren Teil ab.

Was sollte ein Betrieb vor der Freigabe klären?

Microsoft hat am 25. August 2026 den Web-Chat und den Arbeits-Chat zu einer Oberfläche zusammengelegt, mit einem Schalter „Work IQ“ oben links für den Zugriff auf Firmendaten, unter Windows und im Web. Die Copilot Notebooks nehmen seither auch Outlook-Mails als Wissensquelle und Teams-Besprechungen als Referenz auf. Vor der Freigabe gehört deshalb geklärt, welche Postfächer, Besprechungen und SharePoint-Sites damit für die Belegschaft durchsuchbar werden, denn das entscheidet die Rechtevergabe dahinter.

Wer im Betrieb weiß, welche Postfächer und Besprechungen Copilot nach der Freigabe durchsuchen darf?

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Zuletzt aktualisiert: 28. August 2026. Stand der Recherche: 28. August 2026.