Ein paar Fotos neuer Ware, daraus schnell ein Werbevideo: Mit diesem Beispiel beschreibt Google, was lokale Betriebe mit der neuen Funktion in Google Vids anfangen sollen.
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Was Google am 23. September angekündigt hat
Die Ankündigung steht im Google-Blog vom 23. September 2026, geschrieben von Justin Luk, laut Unite.AI Produktmanager für Google Vids. Danach kann jeder mit einem Google- oder Google-Workspace-Konto in Google Vids Videos mit Gemini Omni 1.1 Flash erzeugen, ohne dafür zu bezahlen. Der Einstieg läuft über vids.new am Desktop, dort über den Punkt „Create AI videos“. Das zugrunde liegende Modell haben wir im Artikel Gemini Omni: Google macht Video-KI für Kleinbetriebe vorgestellt.
Eine Zahl fehlt in allen Quellen: wie viele Videos ohne Kosten möglich sind.
„Kostenlos“ heißt hier also kostenlos bis zu einer Grenze, die Google nicht beziffert. Mehr Kontingent gibt es laut Google für Privatnutzer über die Google-AI-Abos. Für Workspace Business und Enterprise nennt Google erweiterte Kontingente und eine zentrale Admin-Steuerung, auf diesen Punkt kommen wir weiter unten zurück.
Was sich an den Clips einstellen lässt
Neu ist vor allem die Steuerung der einzelnen Szenen. Eine Szene lässt sich verlängern, wobei laut Google Umgebung, Licht und Aussehen der Figuren gleich bleiben. Die Dauer eines Clips kann exakt festgelegt werden. Neue KI-Szenen erzeugt Vids direkt in 1080p, vorhandene KI-Clips lassen sich auf 1080p hochrechnen. Den technischen Hintergrund hat Google bereits am 27. August 2026 in einem eigenen Beitrag zu Omni 1.1 Flash beschrieben. Beim Verlängern berücksichtigt das Modell danach bis zu 10 Sekunden vorherigen Kontext, und Szenen lassen sich laut Google auf bis zu 40 Sekunden verlängern. Das sind Angaben des Anbieters über sein eigenes Modell, unabhängige Messungen dazu liegen in den gelesenen Quellen nicht vor. Für einen kurzen Produktclip wäre diese Länge aus unserer Sicht ausreichend.
Angekündigt, aber noch nicht verfügbar ist die Sprachausgabe. Gemini 3.8 Flash-Lite Text-to-Speech soll in Vids aus einem Skript eine Sprecherstimme machen, in mehr als 100 Sprachen. Google kündigt das als bald verfügbar an.
Ausrollen, Deutschland und der fehlende Schalter
Laut Workspace-Updates-Blog wird die Funktion ab dem 23. September 2026 ausgerollt, bis sie im Konto sichtbar ist, können 1 bis 3 Tage vergehen. Genannt werden unter anderem Business Starter, Standard und Plus, Enterprise Starter, Standard und Plus sowie private Google-Konten. Ob und ab wann das Angebot in Deutschland zu sehen ist, sagen die gelesenen Quellen nicht ausdrücklich. Wer die Funktion im eigenen Konto sucht, schaut deshalb am besten selbst unter vids.new nach, ob der Punkt dort schon auftaucht, und wartet nach Googles Angabe gegebenenfalls ein paar Tage ab, bevor er daraus Schlüsse zieht.
Für Betriebe mit Workspace ist ein anderer Satz wichtiger. Im Admin-Abschnitt desselben Beitrags heißt es sinngemäß, dass es für diese Funktion keine Admin-Steuerung gibt. Nach dieser Quelle kann ein Betrieb die Videoerzeugung für seine Konten also nicht zentral abschalten. Der Google-Blog spricht dagegen bei Workspace Business und Enterprise von zentraler Admin-Steuerung. Beide Angaben stehen so nebeneinander, und keine der Quellen löst den Widerspruch auf.
Das Wasserzeichen sieht niemand
Jeder mit Omni 1.1 in Vids erzeugte Clip enthält laut Google ein SynthID-Wasserzeichen. Damit lässt sich prüfen, ob ein Video von einer KI stammt.
Mit bloßem Auge ist dieses Wasserzeichen nicht zu erkennen. Wer den Clip auf dem Bildschirm im Verkaufsraum oder im Firmenprofil eines sozialen Netzwerks anschaut, erfährt davon nichts. Eine sichtbare Kennzeichnung ist mit dem Wasserzeichen deshalb nicht gegeben. Ob und in welcher Form ein Betrieb ein KI-Video kennzeichnen muss, hängt vom Einzelfall ab, und das kann dieser Artikel nicht beantworten. Als allgemeiner Hinweis genügt: Das unsichtbare Merkmal im Datenstrom ersetzt keinen Hinweis, den ein Kunde lesen kann.
Unsere Einschätzung
Eine Bäckerei mit einer neuen Brötchensorte oder eine Werkstatt mit einem frisch aufbereiteten Gebrauchtwagen braucht für einen kurzen Clip künftig vor allem ein paar Fotos und etwas Zeit. Die Hürde für Produktvideos wird damit deutlich niedriger, zumindest im Rahmen des kostenlosen Kontingents, dessen Größe niemand kennt.
Aus unserer Sicht verschiebt sich die Arbeit damit nach vorn. Das Erzeugen ist schnell erledigt, die Entscheidungen davor bleiben beim Betrieb. Wer KI-Videos veröffentlicht, sollte vorher festlegen, wie der Betrieb sie kennzeichnet, etwa mit einem sichtbaren Hinweis im Bild oder im Begleittext. Auf das unsichtbare Wasserzeichen würden wir uns dabei nicht verlassen, weil der Kunde, der das Video sieht, es gar nicht lesen kann.
Der fehlende Admin-Schalter macht einen zweiten Punkt dringlich. Wenn jedes Workspace-Konto im Betrieb Videos erzeugen kann, gehört in die interne KI-Regel ein Satz dazu, wer im Namen des Betriebs Videos erzeugen und veröffentlichen darf. Fehlt dieser Satz, entscheidet im Zweifel derjenige, der gerade Zeit hat.
Diese Regel ist schneller geschrieben als das erste Video.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 25. September 2026):
- Google: Anyone can make stunning HD videos with Gemini Omni in Google Vids
- Google Workspace Updates: Gemini Omni 1.1 Flash now in Vids with improved extension quality, 1080p, and duration control
- Unite.AI: Google Brings Free Gemini Omni 1.1 Video Generation to Google Vids
Häufige Fragen
Wer kann Google Vids mit Gemini Omni 1.1 Flash kostenlos nutzen?
Laut Google-Blog vom 23. September 2026 kann jeder mit einem Google- oder Google-Workspace-Konto in Google Vids Videos mit Gemini Omni 1.1 Flash ohne Kosten erzeugen. Der Einstieg läuft über vids.new am Desktop. Wie viele Videos kostenlos sind, nennen die Quellen nicht.
Welche Videoqualität und welche Länge sind möglich?
Neue KI-Szenen entstehen laut Google direkt in 1080p, vorhandene KI-Clips lassen sich auf 1080p hochrechnen. Die Dauer eines Clips lässt sich exakt festlegen. Nach einem Google-Beitrag vom 27. August 2026 lassen sich Szenen auf bis zu 40 Sekunden verlängern.
Sind die Videos als KI-Inhalt erkennbar?
Jeder mit Omni 1.1 in Vids erzeugte Clip enthält laut Google ein unsichtbares SynthID-Wasserzeichen, mit dem sich die KI-Herkunft prüfen lässt. Für Zuschauer ist dieses Wasserzeichen nicht sichtbar. Eine sichtbare Kennzeichnung muss der Betrieb deshalb selbst vorsehen, wenn er eine will oder braucht.
Was sollte ein Betrieb jetzt regeln?
Laut Workspace-Updates-Blog hat die Funktion keine Admin-Steuerung, sie lässt sich nach dieser Quelle also nicht zentral abschalten. Aus unserer Sicht gehört deshalb in die interne KI-Regel, wer im Namen des Betriebs Videos erzeugen und veröffentlichen darf. Dazu kommt die Festlegung, wie veröffentlichte KI-Videos sichtbar gekennzeichnet werden.
Wer im Betrieb darf KI-Videos im Namen der Firma veröffentlichen?
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Zuletzt aktualisiert: 25. September 2026. Stand der Recherche: 25. September 2026.