Wer in einem Betrieb die Google-Workspace-Verwaltung betreut und nichts ändert, lässt eine Einstellung stehen, die Google selbst als standardmäßig eingeschaltet beschreibt.
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Sieben Programme über ein offenes Protokoll
Die Mitteilung erschien am Dienstag, dem 15. September 2026, im Blog Google Workspace Updates. Nutzer können Gemini in Workspace danach mit sieben Programmen anderer Anbieter arbeiten lassen: Asana, Atlassian Rovo, HubSpot, Intuit Mailchimp, Intuit Quickbooks, Monday und Salesforce. Technisch laufen die Verbindungen über Integrationen auf Basis des Model Context Protocol, eines offenen Protokolls, über das KI-Assistenten auf andere Programme zugreifen. Wie MCP funktioniert, haben wir in einer eigenen Anleitung zum ersten Setup erklärt.
Den Nutzen beschreibt Google so: Informationen aus diesen Programmen sollen sich abrufen lassen, ohne zwischen Tabs zu wechseln oder Dateien herunterzuladen, und zwar in Sheets, Gmail, Drive, Docs, Chat und weiteren Workspace-Apps. Nutzer erreichen die Connectoren nach der Freigabe durch den Administrator über die Gemini-Seitenleiste in Docs, Sheets und Slides sowie in Google Chat.
Im Detail beschrieben ist in den Quellen nur der Connector von HubSpot.
Standardmäßig eingeschaltet
Für Betriebe zählt zuerst die Voreinstellung. Laut Google ist die Funktion für Nutzer mit Zugang zu Gemini for Google Workspace standardmäßig eingeschaltet, im englischen Original „ON by default“. Administratoren steuern sie auf Ebene der Domain, einzelner Organisationseinheiten oder Gruppen und legen fest, welche Connectoren aktiv sind. Die Einstellung liegt in der Admin-Konsole unter Apps > Google Workspace > Gemini for Workspace > Third-Party Connectors. Für Domains mit Rapid Release und mit Scheduled Release ist die Funktion laut Google ab sofort verfügbar.
Erfasst sind laut Mitteilung Business- und Enterprise-Editionen, Google AI Pro und Ultra für Privatkunden, Enterprise Essentials Plus sowie einzelne Education-Zusatzpakete. Welche Business-Editionen genau gemeint sind, formuliert Google nicht eindeutig. Die HubSpot-Seite nennt für ihren Connector Business Standard, Business Plus und Enterprise.
Zu Ask Gemini in Google Chat gibt es eine eigene Google-Hilfeseite. Danach muss der Administrator die Integrationen der Drittanbieter vor dem Start unter Umständen aus dem Google Workspace Marketplace installieren. Ask Gemini verbindet sich nur mit Integrationen, die dort erfolgreich verbunden wurden, und bei einem Autorisierungsfehler muss die App im Marketplace autorisiert werden. Aufgerufen wird eine Integration im Chat mit „@“ und dem App-Namen, etwa „@HubSpot“. In der Antwort nennt Gemini die Drittanbieter-App als Quelle und verlinkt oft den Datensatz. Standardmäßig eingeschaltet heißt im Chat also nicht automatisch, dass jede Integration sofort antwortet.
Nur lesen oder auch anlegen?
Die HubSpot-Wissensdatenbank beschreibt den Connector auf einer Seite, die zuletzt am 21. August 2026 aktualisiert wurde, also vor Googles Mitteilung. Verfügbar ist er danach für HubSpot-Kunden aller Stufen, die einen bezahlten Workspace-Tarif Business Standard, Business Plus oder Enterprise haben und Gemini Alpha eingeschaltet haben. Der Connector hat laut HubSpot nur Lesezugriff auf Kontakte, Firmen und Deals samt Verknüpfungen und Standardeigenschaften. Er respektiert die Berechtigungen aus HubSpot: Wer im CRM einen Datensatz nicht sehen darf, bekommt ihn auch in Gemini nicht angezeigt. Anfragen zählen gegen die API-Limits von HubSpot.
Googles Hilfeseite zu Ask Gemini in Google Chat führt dagegen unter ihren Beispielanfragen das Anlegen eines neuen Leads in HubSpot auf.
Beide Angaben passen nicht zusammen. Die HubSpot-Seite ist älter als die Mitteilung vom 15. September und bezieht sich auf Gemini Alpha. Ob das Beispiel auf der Google-Seite einen neueren Stand zeigt oder ob die beiden Seiten Unterschiedliches meinen, geht aus den Quellen nicht hervor. Welche Aktionen je Connector tatsächlich möglich sind, bleibt damit offen.
Vorerst auf Englisch
Die Sprache schränken beide Hilfeseiten ein. Ask Gemini in Google Chat ist laut Google derzeit nur auf Englisch verfügbar, der HubSpot-Connector laut HubSpot ebenso. Für Teams, die im Alltag auf Deutsch arbeiten, ist das aus unserer Sicht eine spürbare Einschränkung.
Unsere Einschätzung
„Standardmäßig eingeschaltet“ ist die Angabe, die Administratoren in kleinen Betrieben zuerst lesen sollten. In vielen Firmen dieser Größe dürfte das der Geschäftsführer selbst sein oder ein externer Dienstleister, der die Workspace-Verwaltung nebenher betreut. Aus unserer Sicht gehört vor die Nutzung eine bewusste Entscheidung, welche der sieben Connectoren aktiv sein sollen und für welche Gruppen.
Eine gute Nachricht steht auf der HubSpot-Seite. Dort gelten laut HubSpot die bestehenden Berechtigungen, und wer im CRM sauber geregelt hat, wer welche Kontakte sieht, hat einen Teil der Arbeit schon erledigt. Wer das nie geregelt hat, sollte es aus unserer Sicht nachholen, bevor jemand den Connector nutzt.
Greifbar ist der praktische Nutzen für kleine Teams.
Wer in Docs ein Angebot vorbereitet, könnte die Kundendaten aus dem CRM in der Seitenleiste nachschlagen, ohne zwischen Programmen zu springen. Das ist unsere Einschätzung. Bevor sich ein Team darauf verlässt, würden wir im eigenen Konto prüfen, ob der HubSpot-Connector Datensätze nur liest oder auch anlegt. Wohin die Daten bei einer solchen Anfrage fließen, beantworten die drei ausgewerteten Quellen nicht, und diese Frage würden wir vor dem Einsatz mit dem Datenschutzbeauftragten besprechen.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 16. September 2026):
- Google Workspace Updates: Connect to more tools with Gemini in Google Workspace
- Google Chat Hilfe: Get started with Ask Gemini in Google Chat
- HubSpot Knowledge Base: Set up and use the HubSpot connector for Gemini
Häufige Fragen
Mit welchen Programmen kann Gemini in Google Workspace jetzt arbeiten?
Laut Google Workspace Updates vom 15. September 2026 mit Asana, Atlassian Rovo, HubSpot, Intuit Mailchimp, Intuit Quickbooks, Monday und Salesforce. Die Verbindungen laufen über Integrationen auf Basis des Model Context Protocol (MCP). Nutzer erreichen sie nach Freigabe durch den Administrator über die Gemini-Seitenleiste in Docs, Sheets und Slides sowie in Google Chat.
Sind die neuen Gemini-Connectoren in Workspace standardmäßig eingeschaltet?
Ja, laut Google ist die Funktion für Nutzer mit Zugang zu Gemini for Google Workspace standardmäßig eingeschaltet. Administratoren steuern sie in der Admin-Konsole auf Ebene der Domain, von Organisationseinheiten oder Gruppen und legen fest, welche Connectoren aktiv sind. Für Ask Gemini in Google Chat muss der Administrator die Integrationen laut Google-Hilfeseite unter Umständen zusätzlich aus dem Google Workspace Marketplace installieren.
Kann Gemini über den HubSpot-Connector auch Leads anlegen?
Das geht aus den Quellen nicht eindeutig hervor. Die HubSpot-Wissensdatenbank beschreibt mit Stand 21. August 2026 einen reinen Lesezugriff auf Kontakte, Firmen und Deals und setzt Gemini Alpha voraus. Googles Hilfeseite zu Ask Gemini in Google Chat nennt dagegen das Anlegen eines neuen Leads in HubSpot als Beispielanfrage.
Was sollte ein Betrieb regeln, bevor das Team die Connectoren nutzt?
Aus unserer Sicht zuerst, welche Connectoren überhaupt aktiv sein sollen, denn laut Google ist die Funktion standardmäßig eingeschaltet. Beim HubSpot-Connector gelten laut HubSpot die Berechtigungen aus dem CRM, deshalb lohnt es sich, vorher zu klären, wer welche Kontakte sehen darf. Zu bedenken ist außerdem, dass Ask Gemini in Google Chat und der HubSpot-Connector laut den Hilfeseiten derzeit nur auf Englisch verfügbar sind.
Wer im Betrieb entscheidet, welche KI-Connectoren in Workspace eingeschaltet sind?
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Zuletzt aktualisiert: 16. September 2026. Stand der Recherche: 16. September 2026.