Wo die Überschrift steht, wo das Produkt und wo das Gesicht, lässt sich bei FLUX 3 Image laut Black Forest Labs als Koordinate vorgeben.

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Was Black Forest Labs am 1. Oktober freigegeben hat

Black Forest Labs, kurz BFL, hat FLUX 3 Image am Donnerstag, 1. Oktober 2026, freigegeben, so steht es im Eintrag der Release Notes vom selben Tag. Laut BFL ist FLUX 3 Image der Teil der FLUX-3-Familie, der Bilder erzeugt und bearbeitet. Den Videoteil derselben Familie haben wir im Artikel FLUX 3: Der deutsche Bildmodell-Anbieter geht ins Video beschrieben. Nach Angaben von AlphaSignal sitzt das Unternehmen in Freiburg und wurde im August 2024 von Forschern gegründet, die zuvor bei Stability AI an Stable Diffusion gearbeitet haben.

Zugänglich ist das Modell über den Playground im Browser oder über die BFL-API.

Für Firmen, die Bilder in großem Umfang erzeugen, bietet BFL eine kommerzielle Lizenz für die Modellgewichte an, um das Modell auf eigener Infrastruktur anzupassen und zu betreiben. Der Kontakt läuft über den Vertrieb. Was diese Lizenz kostet, steht in keiner der Quellen.

Rahmen auf einem Raster von 0 bis 1000

Ein einziger Endpunkt erledigt laut BFL drei Aufgaben: Er erzeugt Bilder aus einem Prompt, bearbeitet einzelne Bildteile und kombiniert bis zu zehn Referenzbilder. Neu sind Rahmen im Prompt, im Englischen Bounding Boxes. Für jedes wichtige Element, etwa eine Überschrift, ein Gesicht in einer Menge oder die Felder eines Rasters, gibt man eine Position auf einem Raster von 0 bis 1000 an. Das Raster gilt unabhängig vom Seitenverhältnis. Bei Änderungen markiert man das betreffende Element, der Rest des Bildes bleibt nach Angaben von BFL unverändert. Mehrere Änderungen lassen sich in einer Anfrage bündeln. Eine kurze Anfrage schreibt BFL automatisch in die ausführliche Bildbeschreibung um, mit der das Modell trainiert wurde, wobei die gezeichneten Rahmen laut Anbieter unverändert durchgehen.

Ausgegeben werden Bilder von 768 × 768 Pixel bis 4K, also rund 16 Megapixel, in 15 Seitenverhältnissen. Ein Beispielbild auf der Modellseite misst 5456 × 3072 Pixel.

Gedacht ist der Ansatz laut AlphaSignal für Magazintitel, Produktmontagen und Collagen, dazu für Bearbeitungen, bei denen Position und Abstand so wichtig sind wie der Stil. Messwerte nennt die Veröffentlichung keine, weder zur Genauigkeit der Platzierung noch zur Antwortzeit der API noch dazu, wie gut Bildteile über lange Bearbeitungsreihen erhalten bleiben. Alle Fähigkeiten sind damit Angaben des Anbieters.

Was ein Bild kostet

Abgerechnet wird laut Preisdoku je Bild und nach Auflösung. Ein Bild mit 768 × 768 Pixel kostet 0,041 US-Dollar, eines mit rund 1 Megapixel 0,048 US-Dollar, eines mit rund 4 Megapixel 0,100 US-Dollar und eine 4K-Fassung mit rund 16 Megapixel 0,607 US-Dollar. Ein Credit entspricht 0,01 US-Dollar, und für API und Playground gilt derselbe Preis. Zum Start hat BFL laut AlphaSignal 50 Prozent Rabatt über die API eingeräumt, befristet bis 8. Oktober 2026.

Eine Rechnung zur Einordnung, auf Basis der Listenpreise: 100 Entwürfe mit rund 1 Megapixel kosten 4,80 US-Dollar, zehn fertige 4K-Fassungen zusammen 6,07 US-Dollar. Der Löwenanteil steckt also in der Endfassung.

Datenweg und offene Punkte

In der Integrationsdoku nennt BFL einen europäischen Endpunkt, api.eu.bfl.ai, dessen Verteilung auf EU-Regionen begrenzt ist. BFL bezeichnet ihn als DSGVO-konform, das ist eine Anbieterangabe. Die Doku beschreibt den Endpunkt allgemein für die API. Ob FLUX 3 Image ausdrücklich darüber läuft, sagt sie nicht.

Erzeugte Bilder bleiben laut derselben Doku nur kurze Zeit abrufbar, wer die API nutzt, speichert sie deshalb sofort.

Eine eigene Fassung mit offenen Gewichten hat BFL nach Angaben von AlphaSignal für „in einigen Wochen“ angekündigt, ohne Datum. Unter welcher Lizenz sie erscheinen soll, ist ebenfalls offen.

Unsere Einschätzung

Für Betriebe, die Werbemittel, Produktbilder oder Aushänge selbst gestalten, ist eine Abrechnung je Bild gut planbar. Entwürfe in kleiner Auflösung kosten wenige Cent, teuer wird erst die Fassung, die tatsächlich gedruckt oder veröffentlicht wird.

Den eigentlichen Nutzen sehen wir in den Rahmen. Wer ein Bild mit festem Platz für Logo, Text und Produkt braucht, kann diesen Platz laut BFL vorgeben und muss ihn nicht dem Zufall überlassen. Ob das im Alltag so zuverlässig klappt, wie die Modellseite verspricht, belegt bislang niemand außer dem Anbieter. Wir würden deshalb mit zehn echten Vorlagen aus dem eigenen Betrieb testen, bevor irgendein Ablauf darauf umgestellt wird. Bei den Testkosten ist das eine überschaubare Ausgabe.

Vor dem ersten Hochladen gehört eine Frage geklärt, nämlich welche Bilder überhaupt in das Werkzeug dürfen. Fotos von Mitarbeitern oder von Produkten eines Kunden sind dafür die naheliegenden Fälle. Baut eine Agentur oder der IT-Dienstleister die Anbindung, würden wir aus unserer Sicht den europäischen Endpunkt verlangen und schriftlich festhalten lassen, über welchen Endpunkt FLUX 3 Image tatsächlich angesprochen wird.

Quellen

Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 7. Oktober 2026):

Häufige Fragen

Was ist FLUX 3 Image?

FLUX 3 Image ist laut Black Forest Labs der Teil der FLUX-3-Familie, der Bilder erzeugt und bearbeitet. Freigegeben wurde es am 1. Oktober 2026. Das Unternehmen sitzt nach Angaben von AlphaSignal in Freiburg. Zugang gibt es über den Playground im Browser oder über die BFL-API.

Was kostet ein Bild mit FLUX 3 Image?

Laut Preisdoku von Black Forest Labs wird je Bild nach Auflösung abgerechnet: 0,041 US-Dollar für 768 × 768 Pixel, 0,048 US-Dollar für rund 1 Megapixel, 0,100 US-Dollar für rund 4 Megapixel und 0,607 US-Dollar für 4K mit rund 16 Megapixel. Für API und Playground gilt derselbe Preis. Zum Start gab es laut AlphaSignal 50 Prozent Rabatt über die API, befristet bis 8. Oktober 2026.

Was sind die Rahmen im Prompt?

Für jedes wichtige Bildelement, etwa eine Überschrift oder ein Gesicht, lässt sich laut Black Forest Labs eine Position auf einem Raster von 0 bis 1000 vorgeben, unabhängig vom Seitenverhältnis. Bei Änderungen markiert man das Element, der Rest des Bildes bleibt nach Anbieterangaben unverändert. Unabhängige Tests oder Messwerte zur Genauigkeit der Platzierung nennt die Veröffentlichung nicht.

Was sollte ein Betrieb vor dem Einsatz klären?

Aus unserer Sicht zuerst, welche Bilder überhaupt hochgeladen werden dürfen, etwa Fotos von Mitarbeitern oder Kundenprodukten. Black Forest Labs nennt einen europäischen Endpunkt, den der Anbieter als DSGVO-konform bezeichnet; ob FLUX 3 Image ausdrücklich darüber läuft, sagt die Doku nicht. Wir würden das Modell vor einer Entscheidung mit zehn echten Vorlagen aus dem eigenen Betrieb testen.

Welche zehn Bilder aus dem eigenen Betrieb wären ein fairer Test für ein Bildmodell?

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Zuletzt aktualisiert: 7. Oktober 2026. Stand der Recherche: 7. Oktober 2026.