Ein grober Strich im Chatfenster soll jetzt genügen, damit daraus ein Bild wird.
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Was OpenAI an der neuen Version verändert hat
Die Mitteilung vom 8. September 2026 beschreibt Images 2.5 als Weiterentwicklung von Images 2.0. Laut OpenAI liefert das Modell natürlicheres Licht und reichere Texturen. Motive aus Referenzfotos bleiben nach Darstellung des Unternehmens über Bearbeitungen hinweg besser erhalten, und Anweisungen über mehrere Bearbeitungsrunden werden zuverlässiger befolgt. Die Erzeugungszeit sinkt laut OpenAI um bis zu 50 Prozent. Alle diese Werte sind Angaben des Anbieters über sein eigenes Produkt. Dazu kommen vier Funktionen im Chat. Wer im Chatfenster eine Skizze zeichnet, kann daraus ein Bild erzeugen lassen. Vorlagen für Poster und Merchandise geben einen Rahmen vor, in den nur noch der eigene Inhalt kommt. Prompts lassen sich teilen, und für Korrekturen wird eine einzelne Bildstelle kommentiert, ohne dass der ganze Prompt neu geschrieben werden muss.
Verfügbar ist die neue Version laut OpenAI für alle Nutzer von ChatGPT, ChatGPT Work und Codex, auf dem Desktop und dem Mobilgerät sowie im Web. Eine Angabe zu Regionen fehlt in der Mitteilung. Ob und wann die Funktionen in Deutschland auftauchen, steht nirgends.
OpenAI nennt außerdem eine Zahl zur bisherigen Nutzung: Mehr als 3 Milliarden Bilder seien mit ChatGPT Images und den GPT-Image-Modellen in der API erzeugt worden. Was mit dem DALL·E-GPT geschah, steht im Artikel OpenAI schaltet den DALL·E-GPT am 30. August ab.
Flare und Sunburst in der Programmierschnittstelle
Für Entwickler stellt OpenAI zwei Modelle bereit. gpt-image-2.5-flare ist nach OpenAIs Formulierung für schnelle, hochwertige Bilder im Alltag gedacht. gpt-image-2.5-sunburst ist für Abläufe vorgesehen, bei denen die Bearbeitungsgenauigkeit am wichtigsten ist, und braucht dafür länger. Beide tragen das Snapshot-Datum 8. September 2026. Für Sunburst nennt die Modellseite auf der niedrigsten API-Stufe ein Limit von 100.000 Token pro Minute und 5 Bildern pro Minute, wobei Token die Bausteine sind, in die ein Modell Sprache und Bilder zerlegt.
Im Chat ist diese Zweiteilung nirgends ausgewiesen.
Der Preis je Token bleibt, der Preis je Bild ist offen
Die Preisliste von OpenAI weist mit Stand 9. September 2026 je 1 Million Token aus: 5 US-Dollar für Texteingabe, 8 US-Dollar für Bildeingabe und 30 US-Dollar für Bildausgabe. Die Sätze gelten für Flare und Sunburst gleichermaßen und sind identisch mit denen des Vorgängers gpt-image-2. Zum Vergleich liegt gpt-image-1 bei 5, 10 und 40 US-Dollar, gpt-image-1-mini bei 2, 2,50 und 8 US-Dollar.
Abgerechnet wird je Token und nicht je Bild.
Genau darin liegt die Unschärfe. OpenAI weist selbst darauf hin, dass der bisherige Kostenrechner für gpt-image-2 den Tokenverbrauch der neuen Modelle nicht schätzt. Ob ein Bild mit Images 2.5 mehr oder weniger Token verbraucht als vorher, ist nirgends dokumentiert. Ein unveränderter Preis je Million Token sagt deshalb nichts darüber, was ein einzelnes Bild am Monatsende kostet. Wer die Kosten je Bild wissen will, muss sie an der eigenen Abrechnung ablesen.
Welches Modell im Chat läuft, sagt niemand
The Decoder berichtet am 9. September, es sei unklar, welches der beiden Modelle ChatGPT-Nutzer wann bekommen. OpenAI spricht von Verfügbarkeit für alle, welches Modell im Chat tatsächlich antwortet, ist nicht ausgewiesen. Für einen Betrieb, der über das Chatfenster arbeitet, bleibt damit offen, ob die Bearbeitungsgenauigkeit von Sunburst oder das Tempo von Flare bei ihm ankommt. In der Programmierschnittstelle ist das anders, dort wählt der Entwickler eines der beiden Modelle beim Aufruf aus.
Unsere Einschätzung
Die Skizzenfunktion und die Vorlagen sind für einen kleinen Betrieb der brauchbarere Teil dieser Ankündigung. Beide lösen das Problem, das die meisten mit Bildgeneratoren haben: Man weiß, was man will, und kann es nicht beschreiben. Wer ein Produktfoto hat und es in vier Varianten für eine Anzeige braucht, kommt mit dem Referenzfoto und der Kommentarbearbeitung näher ans Ziel als mit einem langen Prompt, den er zum fünften Mal umformuliert.
Beim Preis bleibt es bei einer halben Nachricht. Der Tokenpreis steht, der Tokenverbrauch nicht. Wer die API im Betrieb nutzt, sollte nach dem Umstieg eine Woche lang die Abrechnung neben die alten Zahlen legen, bevor er die neuen Modelle in einen laufenden Ablauf einbaut.
Unabhängig vom Modell gilt seit dem 2. August 2026 in der EU: Ein KI-erzeugtes Bild in einer Anzeige braucht eine Kennzeichnung nach Artikel 50 der KI-Verordnung. Das nimmt einem kein Bildmodell ab, auch kein schnelleres.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 9. September 2026):
- OpenAI: Introducing ChatGPT Images 2.5
- OpenAI: API Pricing
- Simon Willison: Introducing ChatGPT Images 2.5
- The Decoder: ChatGPT Images 2.5: faster, more precise, but not the same for everyone
Häufige Fragen
Was ist neu in ChatGPT Images 2.5?
OpenAI hat die Version am 8. September 2026 vorgestellt. Laut OpenAI erzeugt sie Bilder bis zu 50 Prozent schneller als Images 2.0, hält Motive aus Referenzfotos besser fest und folgt Bearbeitungsanweisungen über mehrere Runden zuverlässiger. Dazu kommen eine Skizzenfunktion im Chat, Vorlagen für Poster und Merchandise, geteilte Prompts und die Bearbeitung einzelner Bildstellen per Kommentar.
Was kosten gpt-image-2.5-flare und gpt-image-2.5-sunburst in der API?
Die Preisliste von OpenAI nennt mit Stand 9. September 2026 je 1 Million Token 5 US-Dollar für Texteingabe, 8 US-Dollar für Bildeingabe und 30 US-Dollar für Bildausgabe. Die Sätze gelten für beide Modelle und sind identisch mit dem Vorgänger gpt-image-2. Abgerechnet wird je Token, und wie viele Token ein Bild mit den neuen Modellen verbraucht, ist nicht dokumentiert.
Worin unterscheiden sich Flare und Sunburst?
Nach Angaben von OpenAI ist gpt-image-2.5-flare für schnelle, hochwertige Bilder im Alltag gedacht, gpt-image-2.5-sunburst für Bearbeitungen, bei denen die Genauigkeit am wichtigsten ist, mit längerer Erzeugungszeit. Welches der beiden Modelle im Chat von ChatGPT läuft, ist laut The Decoder nicht ausgewiesen.
Was sollte ein Betrieb jetzt regeln?
Wer die API nutzt, legt nach dem Umstieg eine Woche lang die Abrechnung neben die alten Zahlen, weil der Tokenpreis gleich bleibt, der Tokenverbrauch je Bild aber nicht dokumentiert ist. Ob die Funktionen in Deutschland verfügbar sind, sagt OpenAI nicht. Für KI-erzeugte Bilder in Anzeigen gilt in der EU seit dem 2. August 2026 die Kennzeichnung nach Artikel 50 der KI-Verordnung.
Wer im Betrieb weiß, was ein KI-Bild kostet und welche Kennzeichnung es in der Anzeige braucht?
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Zuletzt aktualisiert: 9. September 2026. Stand der Recherche: 9. September 2026.