Ein Anmeldeformular mit den Angaben aus einem Veranstaltungsbriefing ausfüllen und vor dem Absenden anhalten: So beschreibt OpenAI laut PPC Land eine der Aufgaben, die ChatGPT im Work-Modus der Chrome-Erweiterung übernehmen soll.

Erst kostenlos reinschnuppern, dann entscheiden

Bevor du dich für eine Weiterbildung entscheidest, sieh dir kostenlos an, wie sie läuft, fünf Lektionen plus Live-Demo, ohne Verpflichtung. Passt es, ist der Digitalisierungsmanager bei bewilligtem Bildungsgutschein für dich kostenlos.

Kostenlos reinschnuppern

Der Schnupperkurs ist gratis. Ob die Weiterbildung über den Bildungsgutschein gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Lesen im Chat-Modus, handeln im Work-Modus

Angekündigt hat OpenAI das Update am Donnerstag, 15. Oktober 2026, in einem Thread des offiziellen ChatGPT-Kontos auf X. PPC Land zitiert den Wortlaut, Engadget und The Decoder berichteten am 16. Oktober. Danach kennt die Erweiterung zwei Modi. Im Chat-Modus liest ChatGPT offene Tabs und sammelt daraus Informationen, im Work-Modus kann es Chrome-Tabs steuern: Nachrichten senden, Formulare ausfüllen, Dateien herunterladen und Tabs gruppieren.

The Decoder beschreibt das als Steuerung über Computer Use. Gezielt ansprechen lassen sich offene Tabs laut demselben Bericht über die Eingabe @chrome.

Das Formular aus dem Briefing ist eines von zwei Beispielen, die OpenAI laut PPC Land nennt. Im anderen vergleicht ChatGPT die Preisseiten mehrerer Anbieter mit den eigenen Anforderungen. Laut Engadget steht in Chrome nun auch der ganze ChatGPT-Verlauf in einer Seitenleiste neben der besuchten Seite zur Verfügung.

Läuft der Work-Modus in jedem Tarif?

Für die Erweiterung selbst ist die Lage klar. Laut Engadget und laut dem von PPC Land zitierten Thread gibt es sie in jedem ChatGPT-Tarif, The Decoder schreibt, sie stehe allen Tarifen offen. PPC Land weist allerdings darauf hin, dass sich diese Aussage auf die Erweiterung bezieht, und ob die Tab-Steuerung in jedem Tarif funktioniert, sagen die Quellen nicht klar. Die Berichte lassen sich an dieser Stelle unterschiedlich lesen. Ob der Work-Modus in Chrome auch im Gratistarif läuft, ist damit offen. Work ging laut PPC Land im Juli zuerst an die Tarife Pro, Enterprise und Edu, Plus und Business folgten.

Ebenso ungeklärt ist die Länderfrage. In welchen Ländern die Tab-Steuerung verfügbar ist, nennt OpenAI laut PPC Land nicht, zu Deutschland gibt es keine Angabe.

Laut Engadget funktioniert die Erweiterung neben Chrome auch in Microsoft Edge, Brave und Opera. Die OpenAI-Doku beschreibt die Steuerung aus der ChatGPT-Desktop-App heraus und schreibt, die Verfügbarkeit könne vom Rollout und von den Workspace-Einstellungen abhängen. Im Firmenkonto kann es also an den Einstellungen des eigenen Workspace liegen, ob der Modus überhaupt erscheint.

Die Freigaben laut OpenAI-Doku

ChatGPT kann laut der Doku auf Seiten lesen und handeln, auf denen man bereits angemeldet ist. Standardmäßig fragt es, bevor es mit einer neuen Website arbeitet, und zwar je Website-Host. Zur Wahl stehen einmal erlauben, für diese Seite erlauben, für alle Seiten erlauben oder ablehnen. Die dritte Möglichkeit soll man laut OpenAI nur wählen, wenn man ChatGPT jede im Browser geöffnete Website anvertraut. Für Domains gibt es eine Freigabe- und eine Sperrliste. Eine Dauerfreigabe für den Browserverlauf gibt es nicht. Beim Installieren fragt Chrome unter anderem die Berechtigung ab, alle Daten auf allen Websites zu lesen und zu ändern.

Seiteninhalte soll man nach dem Rat von OpenAI als nicht vertrauenswürdig behandeln. Manipulierte Inhalte auf einer Seite könnten das Risiko erhöhen, dass Daten an eine unbeabsichtigte Stelle kopiert werden, warnt die Doku. Eine eigene vollständige Aufzeichnung der Browseraktionen speichert OpenAI nach eigenen Angaben nicht, gespeichert wird nur, was Teil des Chat-Kontexts wird. Von Geheimnissen oder hochsensiblen Daten in Browseraufgaben rät OpenAI ab, außer wenn es nötig ist und man jede Abfrage selbst prüft.

Wo die Ankündigung schweigt

Mehrere Punkte nennen laut PPC Land weder der Thread noch ein weiterer Fachbericht: das Modell hinter der Erweiterung, die Länder, in denen sie funktioniert, Nutzungsgrenzen und den Umgang mit gelesenen Tab-Inhalten. Auch Bestätigungsabfragen vor dem Senden einer Nachricht oder dem Absenden eines Formulars erwähnen sie nicht. Ob ChatGPT vor dem Absenden von sich aus anhält oder nur, wenn man es im Auftrag verlangt, ist laut PPC Land nicht gesagt. Die Freigabe, die die Doku beschreibt, gilt je Website und nicht je Aktion.

Ein Browser-Agent in angemeldeten Tabs erbt laut PPC Land den Zugriff der Person, die ihn nutzt.

Ähnliche Werkzeuge gibt es auch von anderen Anbietern, eine vergleichbare Browser-Erweiterung haben wir in einem eigenen Artikel beschrieben.

Unsere Einschätzung

Nutzen und Risiko des Work-Modus haben dieselbe Quelle. Wer die Erweiterung im Firmenbrowser arbeiten lässt, leiht ihr die Rechte, mit denen er gerade angemeldet ist, im CRM ebenso wie im Mailpostfach oder im Kundenportal eines Lieferanten. Was der Agent dort einträgt, steht unter dem Namen dieses Mitarbeiters.

Aus unserer Sicht gehört die Freigabe für alle Seiten auf Firmenrechnern ausgeschaltet. Bevor die ersten Mitarbeiter die Erweiterung ausprobieren, sollte feststehen, auf welchen Seiten sie arbeiten darf, und die Freigabeliste aus der Doku ist der Ort, an dem diese Regel hinterlegt wird. Bank- und Kundenportale, die im selben Browser offen sind, würden wir auf die Sperrliste setzen.

Ein Formular vom Agenten vorausfüllen zu lassen und es selbst abzusenden, halten wir für einen vernünftigen Einstieg. Nachrichten im Namen des Betriebs würden wir ihn nicht ohne Blick davor senden lassen.

Solange offen ist, ob ChatGPT vor dem Absenden von sich aus anhält, würden wir das Anhalten ausdrücklich in jeden Auftrag schreiben, so wie es in OpenAIs eigenem Beispiel steht.

Quellen

Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 17. Oktober 2026):

Häufige Fragen

Was kann der Work-Modus der ChatGPT-Erweiterung für Chrome?

Laut dem OpenAI-Thread vom 15. Oktober 2026, den PPC Land zitiert, und laut Engadget kann ChatGPT im Work-Modus Chrome-Tabs steuern. Dazu gehören Nachrichten senden, Formulare ausfüllen, Dateien herunterladen und Tabs gruppieren. Im Chat-Modus liest ChatGPT offene Tabs und sammelt daraus Informationen.

Gibt es die ChatGPT-Erweiterung für Chrome in jedem Tarif?

Laut Engadget, The Decoder und dem von PPC Land zitierten Thread steht die Erweiterung allen ChatGPT-Tarifen offen. PPC Land weist darauf hin, dass sich diese Aussage auf die Erweiterung bezieht. Ob die Tab-Steuerung im Work-Modus auch im Gratistarif funktioniert, sagen die Quellen nicht klar.

Welche Freigaben verlangt die Erweiterung laut OpenAI?

Laut OpenAI-Doku fragt ChatGPT standardmäßig je Website-Host, bevor es mit einer neuen Seite arbeitet. Wählbar sind einmal erlauben, für diese Seite erlauben, für alle Seiten erlauben oder ablehnen, dazu kommen eine Freigabe- und eine Sperrliste für Domains. Beim Installieren fragt Chrome unter anderem die Berechtigung ab, alle Daten auf allen Websites zu lesen und zu ändern.

Was sollte ein Betrieb regeln, bevor Mitarbeiter die Erweiterung nutzen?

Aus unserer Sicht sollte vorher feststehen, auf welchen Seiten die Erweiterung arbeiten darf, und die Freigabe für alle Seiten auf Firmenrechnern nicht gewählt werden. OpenAI selbst rät, keine Geheimnisse oder hochsensiblen Daten über Browseraufgaben zu senden, außer wenn es nötig ist und man jede Abfrage selbst prüft. Formulare vorausfüllen zu lassen und selbst abzusenden, halten wir für einen vorsichtigen Einstieg.

Auf welchen Seiten darf ein KI-Assistent im Firmenbrowser arbeiten, und wer hat das festgelegt?

Im kostenlosen KI-Schnupperkurs zeigen wir in fünf Lektionen, wie kleine und mittlere Firmen KI im Alltag einsetzen. Tiefer und praxisnah geht es im Vollkurs Digitalisierungsmanager, DEKRA-zertifiziert und förderfähig über den Bildungsgutschein.


Zuletzt aktualisiert: 17. Oktober 2026. Stand der Recherche: 17. Oktober 2026.