Transparenzhinweis: Dieser Artikel ist auf der Website von SkillSprinters veröffentlicht. SkillSprinters ist Anbieter einer KI-Weiterbildung und steht damit in einem Wettbewerbsverhaeltnis zu einigen der hier genannten Anbieter bzw. deren Geschäftsfeldern. Wir bemuehen uns um eine faire Darstellung anhand öffentlich zugaenglicher Informationen, sind aber nicht neutral. Alle Angaben zu Funktionen beruhen auf öffentlich zugaenglichen Herstellerangaben. Stand der Recherche: April 2026, Angaben ohne Gewaehr. Verbindlich sind ausschließlich die Angaben der jeweiligen Anbieter.
Manus AI und ChatGPT Agent sind zwei bekannte Beispiele für den aktuellen Trend zu agentischer KI. Beide Tools werben damit, Aufgaben im Browser und in externen Diensten eigenstaendig zu erledigen. Dieser Artikel gibt dir einen neutralen Überblick über das Thema und zeigt dir, worauf du bei der Auswahl achten solltest. Es ist kein Ranking und keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt.
Was agentische KI bedeutet
Der Begriff Agent beschreibt in diesem Kontext eine KI, die nicht nur antwortet, sondern handelt. Klassischer Chatbot: Du fragst, er antwortet, du machst etwas damit. Agent: Du beschreibst ein Ziel, er fuehrt mehrere Schritte aus, um dieses Ziel zu erreichen.
Ein einfaches Beispiel aus dem Büroalltag:
- Klassisch: Du fragst nach dem Preis eines Bahntickets. Der Chatbot verweist auf die Webseite.
- Agentisch: Du beschreibst deinen Reisewunsch. Der Agent oeffnet die Webseite, sucht, filtert und liefert dir Optionen.
Der Unterschied klingt klein, spart im Alltag aber Klicken, Scrollen und das Kopieren zwischen verschiedenen Anwendungen.
Wie sich Agenten von klassischen Chatbots unterscheiden
Agenten sind typischerweise gekennzeichnet durch:
- Die Faehigkeit, mehrstufige Plaene zu entwickeln und umzusetzen.
- Zugriff auf externe Ressourcen wie Webseiten, APIs oder Dateien.
- Die Möglichkeit, Zwischenergebnisse zu bewerten und den Plan anzupassen.
- Transparente Darstellung, welche Schritte gerade ausgeführt werden.
Ein Chatbot beantwortet Fragen im Chatfenster, ein Agent handelt in externen Systemen. Beide haben ihre Berechtigung und decken unterschiedliche Anwendungsfälle ab.
Was du von einem KI-Agenten erwarten kannst
Unabhängig vom konkreten Anbieter lohnt es sich, vor der Auswahl eine Liste an Kriterien zu definieren. Die wichtigsten:
- Zuverlaessigkeit: Wie oft erreicht der Agent das Ziel ohne manuellen Eingriff?
- Transparenz: Zeigt der Agent, welche Schritte er gerade ausführt?
- Kontrolle: Kannst du jederzeit eingreifen und korrigieren?
- Integration: Funktioniert der Agent mit deinen bestehenden Tools?
- Datenschutz: Wo werden die Daten verarbeitet, und was passiert mit Eingaben?
- Schulungspflicht: Sind die Mitarbeiter nach EU AI Act Artikel 4 geschult?
- Kosten: Was kostet das Tool in der Praxis, inklusive Limits und Erweiterungen?
Der Markt im Überblick
Im Folgenden findest du einige bekannte Angebote. Die Beschreibungen sind neutral und basieren ausschließlich auf dem, was die Unternehmen selbst über ihr Angebot kommunizieren. Es ist keine vollständige Liste und keine Wertung.
- Manus AI wird laut eigenen Angaben vom Unternehmen Butterfly Effect mit Sitz in Singapur entwickelt. Das Produkt positioniert sich als autonomer Agent für komplexere Aufgaben. Meta hat 2025 die Mutterfirma übernommen. Die konkrete Weiterentwicklung des Produkts bleibt laut Anbietern abzuwarten.
- ChatGPT Agent ist nach eigenen Angaben von OpenAI Teil der ChatGPT-Bezahlpaere. Der Agent ist in die ChatGPT-Oberflaeche integriert und kann im Browser Aufgaben ausführen.
- Weitere Anbieter wie Anthropic (mit Computer-Use-Funktionen), Google (mit agentischen Funktionen in Gemini), Microsoft (Copilot Agents) und Open-Source-Projekte arbeiten ebenfalls an vergleichbaren Lösungen.
Welches Angebot zu dir passt, haengt von deinem Anwendungsfall, deinen Datenschutzanforderungen und deinem Budget ab. Feste Empfehlungen lassen sich ohne Kenntnis deiner Situation nicht serioes geben.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Eine strukturierte Vorauswahl spart Zeit und Fehlentscheidungen. Klaere vor jedem Test diese Fragen intern:
- Welche konkrete Aufgabe soll der Agent übernehmen?
- Welche Daten wuerden dabei verarbeitet?
- Gibt es einen Vertragsrahmen, der die Datenverarbeitung abdeckt?
- Wer prüft die Ergebnisse, bevor sie produktiv werden?
- Wie oft wird der Agent im Monat genutzt?
- Welche Folgen haette ein Fehler des Agenten?
- Sind die Mitarbeiter nach EU AI Act Artikel 4 geschult?
Starte mit einem kleinen, ungefaehrlichen Pilotfall. Ein oder zwei Mitarbeiter testen vier Wochen lang an realen Aufgaben, dokumentieren die Ergebnisse und entscheiden dann, ob der produktive Einsatz sinnvoll ist.
Datenschutz und Compliance in Deutschland
Agenten greifen auf externe Dienste zu und verarbeiten Daten, die du eingibst. Für den deutschen Büroalltag zählen drei Punkte.
Erstens die Art der Daten. Keine personenbezogenen Daten ohne Vertragsrahmen, keine Geschäftsgeheimnisse ohne interne Freigabe, keine Passwoerter. Zweitens der Vertragsrahmen. Prüfe, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag möglich und sinnvoll ist, klaere den Serverstandort und die Datenverarbeitungskette. Drittens die Schulungspflicht nach EU AI Act Artikel 4. Diese Pflicht gilt seit Februar 2025. Wer einen KI-Agenten im Unternehmen einsetzt, muss seine Mitarbeiter schulen. Das gilt unabhängig vom Anbieter.
Unser Eindruck aus der Beratungspraxis: Die Datenschutzfrage wird bei agentischer KI oft unterschaetzt, weil die Eingabemasken wie bei einem normalen Chatbot aussehen. Sobald der Agent aber eigenstaendig Webseiten aufruft, Formulare ausfuellt oder in Systeme schreibt, entsteht eine neue Datenverarbeitungskette, die dokumentiert werden muss. Wer das nicht vorher klaert, steht später mit einem produktiv eingesetzten Tool da, das keinen AV-Vertrag hat.
Wie SkillSprinters dich darauf vorbereitet
SkillSprinters verkauft keine KI-Software. Wir bilden dich so aus, dass du agentische KI fachkundig einsetzen, Datenschutzfragen einordnen und die Schulungspflicht nach EU AI Act erfüllen kannst. Im Digitalisierungsmanager-Kurs lernst du die Grundlagen von KI, Prozessautomatisierung und Compliance. Der Kurs ist DEKRA-zertifiziert und wird vom Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit zu 100 Prozent übernommen. Wenn du erst einmal reinschauen willst, steigst du mit dem kostenlosen KI-Schnupperkurs ein. Fuenf Lektionen, praxisnah, null Risiko.
Häufige Fragen
Ist der Einsatz von KI-Agenten in Deutschland erlaubt? Ja. Entscheidend ist, welche Daten du eingibst und ob ein passender Vertragsrahmen vorliegt. Für öffentlich verfuegbare Rechercheaufgaben gibt es in der Regel keine rechtlichen Huerden. Für personenbezogene Daten oder Geschäftsgeheimnisse brauchst du eine datenschutzrechtliche Bewertung und ggf. einen Auftragsverarbeitungsvertrag.
Was passiert, wenn der Agent einen Fehler macht? Moderne Agenten zeigen typischerweise transparent, welche Schritte sie ausführen. Du kannst eingreifen. Die Verantwortung für das Ergebnis bleibt aber bei dir. Deshalb sollte ein Mensch in kritischen Schritten immer bestätigen.
Kann der Agent auf interne Firmensysteme zugreifen? In der Standardkonfiguration in der Regel nicht. Für interne Systeme braucht es Unternehmens-Setups, API-Integrationen oder Enterprise-Funktionen, die gesondert konfiguriert werden müssen.
Wie schnell verändern sich diese Tools? Sehr schnell. Die meisten Anbieter bringen neue Funktionen im Monatstakt. Wenn du heute einen Einsatz planst, kann er in sechs Monaten ganz anders aussehen.
Brauche ich eine Schulung für Mitarbeiter, die KI-Agenten nutzen? Ja. Die Schulungspflicht nach EU AI Act Artikel 4 gilt seit Februar 2025 für alle Unternehmen, die KI einsetzen. Der KI-Schnupperkurs und der Digitalisierungsmanager decken die Grundlagen ab.
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