Wer in Deutschland für ChatGPT Pro bezahlt, bekommt die neuen Agenten von OpenAI vorerst nicht.
Erst kostenlos reinschnuppern, dann entscheiden
Bevor du dich für eine Weiterbildung entscheidest, sieh dir kostenlos an, wie sie läuft, fünf Lektionen plus Live-Demo, ohne Verpflichtung. Passt es, ist der Digitalisierungsmanager bei bewilligtem Bildungsgutschein für dich kostenlos.
Kostenlos reinschnuppernDer Schnupperkurs ist gratis. Ob die Weiterbildung über den Bildungsgutschein gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.
Was ein Dot nach Angaben von OpenAI kann
Vorgestellt hat OpenAI die Dots am 29. September 2026 auf der DevDay in San Francisco, neben weiteren Neuheiten. Gemeint sind Agenten in ChatGPT, die dauerhaft arbeiten und zwischen zwei Gesprächen an ihren Aufgaben weitermachen. Sie laufen mit dem Modell GPT-6 Astra und haben einen eigenen Cloud-Rechner mit eigenem Browser. Aus Rückmeldungen sollen sie lernen. Über Plugins können sie sich laut OpenAI mit über 4.000 Apps verbinden. Ansprechen lassen sie sich in ChatGPT, in Slack und in Teams. Eingerichtet wird ein Dot nur in der ChatGPT-Desktop-App oder im Browser am Desktop, danach ist er auch mobil erreichbar. Eine eigene E-Mail-Adresse kann er zum Start nicht bekommen.
Vergleichbare Agenten gibt es auch von anderen Anbietern.
Wer die Dots in Deutschland bekommt
Die Verteilung regelt die Hilfeseite von OpenAI. Für Pro-Nutzer starten die Dots in Märkten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, der Schweiz und Großbritanniens. Nach der Einordnung von Trending Topics ist Business Premium derzeit der einzige Weg, die Dots in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu nutzen.
Business-Premium-Nutzer bekommen sie laut OpenAI in allen unterstützten ChatGPT-Regionen. Enterprise-Kunden können eine Beta testen, die zunächst ausgeschaltet ist und vom Workspace-Admin eingeschaltet werden muss.
Freigeschaltet wird schrittweise, und das kann nach Angaben von OpenAI mehrere Tage dauern. Die Regionen bestätigen auch The Next Web und The Decoder. The Next Web zufolge stammt die Angabe aus einer Erklärung von OpenAI an die Presse.
Warum Pro-Kunden in Europa ausgenommen sind, hat OpenAI laut Trending Topics nicht erklärt. Ob und wann sie die Dots bekommen, sagt OpenAI ebenfalls nicht.
Was die Dots kosten und was dabei offen bleibt
Der erste Dot ist im Pro- und im Business-Premium-Tarif ohne Aufpreis enthalten. Einen Monat lang zählt die Nutzung von Dots außerdem nicht gegen das Kontingent der Tarife Pro, Business und Enterprise. Danach will OpenAI die Bedingungen je Tarif bekanntgeben, und wie sie aussehen, ist heute offen. Gespräche mit dem Dot zählen nicht gegen die ChatGPT-Limits. Anders bei Aufgaben, die er in Codex oder in ChatGPT Work startet: Die werden angerechnet. Was hinter ChatGPT Work steckt, beschreibt unser Artikel ChatGPT Work: Agent für ganze Arbeitsprojekte im Büro.
Weitere Dots sollen später gegen Aufpreis kommen, einen Preis dafür hat OpenAI laut den Berichten nicht genannt. Auch was Business Premium kostet, steht auf keiner der OpenAI-Seiten, auf die sich dieser Artikel stützt.
Was der Dot sich merkt und was er ohne Freigabe darf
Ein Dot kann Informationen aus verbundenen Apps von sich aus durchsehen und sich daraus Erinnerungen bilden, auch wenn ihm niemand eine konkrete Frage gestellt hat. So steht es auf der Hilfeseite. Trennt man eine App, bleibt erhalten, was er daraus schon gewonnen hat. Löschen lässt sich dieses Wissen nur, indem man den ganzen Dot löscht.
Für die Hintergrundrecherche setzt OpenAI nach eigenen Angaben nur lesende Werkzeuge ein, die keine Nachrichten senden und in den Apps nichts ändern. Mit Custom Rules lassen sich Aktionen erlauben, an eine Freigabe binden oder sperren. Heikle Aufgaben wie eine Passwortänderung bleiben laut OpenAI immer beim Nutzer. Der Zugriff auf den eigenen Rechner ist optional und anfangs ausgeschaltet. Inhalte aus Business-, Enterprise- und Edu-Workspaces nutzt OpenAI nach eigener Aussage standardmäßig nicht zum Training.
OpenAI schreibt selbst, dass Dots Fehler machen können, und rät, folgenreiche Arbeit zu prüfen.
Für Firmen kündigt OpenAI „Specialist dots“ an, Agenten mit eigener Identität und eigenen Zugängen, die mit Enterprise-Piloten starten. Mit Microsoft arbeitet OpenAI an einer Anbindung an Agent 365. Einen Termin nennt OpenAI für beides nicht.
Unsere Einschätzung
Mit einem Pro-Abo in Deutschland lassen sich die Dots vorerst nur aus der Ferne beobachten. Testen kann ein Betrieb derzeit nur über Business Premium oder die Enterprise-Beta, und aus unserer Sicht gehört genau dort eine Hausregel hin, bevor jemand den Schalter umlegt.
Die beiden entscheidenden Sätze stehen auf der Hilfeseite. Der Dot liest verbundene Apps auch ungefragt und merkt sich, was er dort findet. Das Trennen einer App nimmt ihm dieses Wissen nicht wieder weg. Wer zum Ausprobieren großzügig Apps anbindet, kann das später nur noch vollständig zurücknehmen, indem er den Dot löscht. Wir würden deshalb mit wenigen, klar abgegrenzten Apps anfangen. Mit Custom Rules würden wir festlegen, was nur nach Freigabe passieren darf. Den Zugriff auf den eigenen Rechner würden wir ausgeschaltet lassen, solange es keinen konkreten Grund dafür gibt.
Der erste Monat eignet sich für einen solchen begrenzten Versuch, weil die Nutzung dann noch nicht aufs Kontingent angerechnet wird. Was danach gilt, sollte feststehen, bevor aus dem Versuch ein fester Ablauf wird.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 30. September 2026):
- OpenAI: Introducing dots
- OpenAI Help Center: Getting started with your dot
- The Next Web: OpenAI launches dots, always-on AI agents with their own cloud computers
- The Decoder: OpenAI launches always-on Dots agents to rival Meta's Muse
- Trending Topics: A Continent Without A.I. Agents: Europe Has to Wait for Dots, Muse and Siri AI
Häufige Fragen
Können Pro-Kunden in Deutschland OpenAI Dots nutzen?
Vorerst nicht. Laut Hilfeseite von OpenAI starten die Dots für Pro-Nutzer nur in Märkten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, der Schweiz und Großbritanniens. Ob und wann sich das ändert, sagt OpenAI nicht, einen Grund nennt OpenAI ebenfalls nicht.
Was ist ein Dot in ChatGPT?
Ein Dot ist ein Agent in ChatGPT, der dauerhaft arbeitet und zwischen Gesprächen weitermacht. Laut OpenAI läuft er mit GPT-6 Astra, hat einen eigenen Cloud-Rechner und einen eigenen Browser und ist in ChatGPT, Slack und Teams erreichbar.
Was kostet ein Dot?
Der erste Dot ist im Pro- und im Business-Premium-Tarif ohne Aufpreis enthalten. Einen Monat lang zählt die Nutzung nicht gegen das Kontingent von Pro, Business und Enterprise, danach will OpenAI die Bedingungen je Tarif bekanntgeben. Weitere Dots sollen später gegen Aufpreis kommen, ein Preis ist nicht genannt.
Was sollte ein Betrieb vor dem Einschalten regeln?
Laut Hilfeseite kann ein Dot verbundene Apps von sich aus durchsehen und sich daraus Erinnerungen bilden. Trennt man eine App, bleiben diese Informationen erhalten, löschen lassen sie sich nur zusammen mit dem Dot. Aus unserer Sicht sollten deshalb zuerst wenige, klar abgegrenzte Apps verbunden und mit Custom Rules festgelegt werden, welche Aktionen eine Freigabe brauchen.
Welche Apps dürfte ein KI-Agent im Betrieb dauerhaft mitlesen?
Im kostenlosen KI-Schnupperkurs zeigen wir in fünf Lektionen, wie kleine und mittlere Firmen KI im Alltag einsetzen. Tiefer und praxisnah geht es im Vollkurs Digitalisierungsmanager, DEKRA-zertifiziert und förderfähig über den Bildungsgutschein.
Zuletzt aktualisiert: 30. September 2026. Stand der Recherche: 30. September 2026.