Fn-Taste halten und sprechen: Laut TechCrunch bereinigt Granola die Rede und fügt den fertigen Text in die App ein, in der gerade geschrieben wird, ob Notiz, Prompt oder E-Mail.
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Was das Diktat laut Granola kann
Granola ist als Werkzeug für Meeting-Mitschriften bekannt. Wie das Werkzeug dort arbeitet, steht im Artikel Fathom und Granola: Meeting-KI ohne Bot im Call nutzen. Das Diktat ist eine eigene Funktion und läuft getrennt von der Meeting-Transkription. Laut TechCrunch hält man die Fn-Taste gedrückt und spricht, Granola bereinigt und formatiert die Rede und fügt den Text ein.
Laut TechCrunch funktioniert es in allen Apps, genannt werden Notizen, Prompts, E-Mails und Nachrichten. Laut Hilfeseite entfernt das Werkzeug Füllwörter und setzt Satzzeichen und Absätze. Ein Diktat darf bis zu 20 Minuten dauern, danach fügt Granola den bis dahin erkannten Text ein.
Auf dem Mac braucht die Funktion die Freigabe der Bedienungshilfen und des Mikrofons.
Beta, kostenlos, ohne Termin für andere Geräte
Die Hilfeseite beschreibt das Diktat als Beta der Mac-Desktop-App, die in jedem Granola-Tarif kostenlos enthalten ist. TechCrunch gibt an, die Funktion sei für alle Tarife ohne Limit verfügbar; „ohne Limit“ ist dabei eine Angabe von Granola laut TechCrunch, die Hilfeseite spricht nur von „kostenlos in jedem Tarif“. Ob die Funktion nach der Beta etwas kostet, sagt Granola nicht.
Für Windows und mobile Geräte soll die Funktion laut Hilfeseite „bald“ kommen, TechCrunch nennt iOS und Windows. Einen Termin nennen weder Granola noch TechCrunch.
Zur Sprache gibt es zwei Angaben. Ohne Auswahl nutzt Granola bis zu drei Sprachen, die auf dem Computer eingestellt sind, sonst erkennt es die Sprache automatisch. Eine Liste der unterstützten Sprachen nennt Granola nicht, ob Deutsch dazugehört, bleibt deshalb offen. Messwerte zur Genauigkeit nennt Granola ebenfalls nicht.
Was den Mac verlässt
Die Hilfeseite „Dictation history and privacy“ beschreibt den Datenweg. Danach gehen Audio, das persönliche Wörterbuch und die gewählte Sprache an Transkriptions- und KI-Anbieter von Granola. Mit eingeschaltetem Bildschirmkontext kommt begrenzter Text aus der App hinzu, in die diktiert wird: der Fenstertitel, der Text vor und nach dem Cursor, Markiertes und nahe sichtbarer Text. Die Anbieter verwenden Diktate laut Granola nicht zum Training. Wer den Bildschirmkontext abschaltet, schickt weniger mit, verliert dann aber laut Hilfeseite Stile und die Formatierung passend zur App.
Lokal speichert Granola einen Verlauf nur auf dem Gerät. Audio bleibt nur von fehlgeschlagenen Diktaten erhalten, verschlüsselt, und wird standardmäßig nach 24 Stunden gelöscht. Wer gar nichts lokal speichern will, wählt laut Hilfeseite die Einstellung „Never store data locally“.
Was die Hilfeseiten nicht enthalten: eine Region, in der die Anbieter arbeiten, ein Verzeichnis der Unterauftragnehmer und eine Aussage zur DSGVO. Granola nennt hier keine Region. Aus unserer Sicht braucht ein Betrieb, der Kundendaten verarbeitet, genau diese Angaben vor dem Einsatz. Wer sie braucht, muss sie bei Granola erfragen.
Unsere Einschätzung
Ein Diktat, das in jedem Programm funktioniert, spart Tipparbeit bei Angeboten, Mails und Bautagebüchern. Das ist aus unserer Sicht der eigentliche Nutzen.
Die Kehrseite steht auf der Datenschutzseite. Wer mit eingeschaltetem Bildschirmkontext auf eine Kundenmail antwortet, schickt neben der eigenen Stimme auch Text aus dieser Mail an die Anbieter. Das Diktat ist damit eine Datenübermittlung, die nebenbei läuft, sobald die Taste gedrückt wird. Bei einem Diktat, das in jedem Fenster funktioniert, sollte vorab feststehen, in welchen Fenstern es genutzt werden darf.
Wir würden Kundendaten und andere personenbezogene Angaben erst diktieren, wenn Granola Standort und Vertragsgrundlage der Anbieter schriftlich nennt. Beides nennt Granola bisher nicht. Bis dahin lässt sich das Diktat für Texte ohne Personenbezug nutzen, etwa für Entwürfe von Rundschreiben oder eigene Notizen, und der Bildschirmkontext bleibt für sensible Fenster aus. Die Formatierung passend zur App fällt dann laut Hilfeseite weg. Wer dagegen den Bildschirmkontext eingeschaltet lässt, sollte wissen, dass die Hilfeseite ausdrücklich auch Markiertes und den Text vor und nach dem Cursor nennt.
Eine Beta ohne Preisangabe taugt nicht als Grundlage für einen Arbeitsablauf. Wer Diktieren im Betrieb ausprobieren will, kann das jetzt tun, sollte aber einen zweiten Weg zum fertigen Text offen halten, falls sich Bedingungen ändern oder die Funktion für das eigene Gerät nicht zur Verfügung steht. Windows und mobile Geräte haben laut Hilfeseite keinen Termin, ein gemischter Gerätepark bekommt also zunächst keine einheitliche Lösung. Eine Entscheidung über Kundendaten gehört ohnehin nicht in die Hände einzelner Mitarbeiter, die ein Werkzeug installieren, weil es kostenlos ist.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 31. Oktober 2026):
- TechCrunch: Granola crunches up a dictation feature to compete with Wispr
- Granola: Voice Typing
- Granola: Dictation history and privacy
Häufige Fragen
Was kostet das Diktat von Granola?
Laut Hilfeseite von Granola ist das Diktat in jedem Tarif kostenlos enthalten und läuft als Beta in der Mac-Desktop-App. TechCrunch nennt die Funktion für alle Tarife verfügbar und ohne Limit, das ist eine Angabe von Granola. Ob die Funktion nach der Beta etwas kostet, sagt Granola nicht.
Welche Daten verlassen den Mac beim Diktieren?
Laut Hilfeseite gehen Audio, Wörterbuch und gewählte Sprache an Transkriptions- und KI-Anbieter von Granola. Mit eingeschaltetem Bildschirmkontext kommt begrenzter Text aus der App hinzu, in die diktiert wird. Die Anbieter nutzen Diktate laut Granola nicht zum Training.
Funktioniert das Diktat auf Deutsch und auf Windows?
Eine Liste unterstützter Sprachen nennt Granola nicht, ob Deutsch dabei ist, bleibt offen. Windows und mobile Geräte sollen laut Hilfeseite bald folgen, einen Termin nennt Granola nicht.
Was sollte ein Betrieb vor dem Einsatz regeln?
Aus unserer Sicht sollte vorab feststehen, welche Fenster mitgehört werden dürfen, denn mit Bildschirmkontext geht auch Text aus der App an die Anbieter. Region der Anbieter und eine DSGVO-Aussage nennt Granola nicht. Kundendaten würden wir erst diktieren, wenn Standort und Vertragsgrundlage schriftlich vorliegen.
Wer im Betrieb entscheidet, welche Fenster ein Diktier-Werkzeug mithören darf?
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Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2026. Stand der Recherche: 31. Oktober 2026.