Ein Leser klickt einen Knopf auf der Website, die er gerade liest, und Google führt diese Seite von da an als seine bevorzugte Quelle.

Erst kostenlos reinschnuppern, dann entscheiden

Bevor du dich für eine Weiterbildung entscheidest, sieh dir kostenlos an, wie sie läuft, fünf Lektionen plus Live-Demo, ohne Verpflichtung. Passt es, ist der Digitalisierungsmanager bei bewilligtem Bildungsgutschein für dich kostenlos.

Kostenlos reinschnuppern

Der Schnupperkurs ist gratis. Ob die Weiterbildung über den Bildungsgutschein gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Der Weg zur Einstellung wird kürzer

Vorgestellt hat Google den einbettbaren Preferred-Sources-Button am 20. August 2026, angekündigt von Mrinalini Loew, General Manager Google Search Ecosystem, in einem Beitrag im Google-Blog. Der Knopf sitzt auf der Website des Anbieters. Wer ihn klickt, macht die Seite zu seiner bevorzugten Quelle bei Google und kehrt danach dorthin zurück, wo er gerade war.

Bis dahin musste ein Leser dafür die Einstellungsseite von Google aufrufen und die Seite dort von Hand suchen. Dieser Umweg entfällt.

Die Funktion selbst ist älter als der Knopf. Preferred Sources startete laut Berichten im August 2025 für Top Stories und wurde im Dezember 2025 weltweit ausgerollt. Im Mai 2026 kam die Ausdehnung auf AI Overviews und AI Mode. Neu ist allein, dass die Auswahl jetzt dort getroffen werden kann, wo der Leser ohnehin ist.

Was Google für die Hervorhebung verspricht

Inhalte einer bevorzugten Quelle werden laut Google in Top Stories stärker hervorgehoben, und zwar in allen Sprachen. Dasselbe gilt für AI Overviews und AI Mode, dort allerdings nur, wo diese Funktionen verfügbar sind. Wie stark die Hervorhebung ausfällt, sagt Google nicht. Nach eigenen Untersuchungen von Google klicken Nutzer doppelt so wahrscheinlich auf eine Quelle, die sie als bevorzugt markiert haben. Auch das ist eine Angabe des Anbieters. Sie beschreibt das Verhalten von Lesern, die eine Quelle bereits ausgewählt haben, und sagt nichts darüber, wie viele Leser diesen Schritt überhaupt gehen. Für einen Betrieb ist die zweite Frage die wichtigere. Was AI Overviews für die Sichtbarkeit einer Website bedeuten, haben wir im Artikel zu AI Overviews und Zero-Click-Suchen beschrieben.

Die Zahlen, die Google nennt, wachsen. Bis zum 20. August 2026 haben Nutzer laut Google mehr als 600.000 verschiedene Quellen als bevorzugt ausgewählt. Ende Mai 2026 waren es laut PPC Land 345.000, im Dezember 2025 rund 90.000.

Gezählt werden dabei Quellen. Wie viele Leser dahinterstehen, sagt Google nicht.

Drei Einbauwege und eine Bedingung

Die Dokumentation in Google Search Central nennt drei Wege für den Einbau. Der Standardweg besteht aus zwei Zeilen HTML mit einem JavaScript, der Knopf wird dabei automatisch in die Sprache des Lesers übersetzt und steht in hellem und dunklem Design bereit. Ein erweiterter JavaScript-Weg erlaubt eine eigene Gestaltung. Für Seiten, die kein JavaScript einbauen können, gibt es einen Deeplink auf eine Google-Adresse, der die eigene Domain als Parameter trägt.

Verfügbar ist das laut Dokumentation weltweit und in allen Sprachen der Google-Suche.

Berechtigt sind laut Dokumentation nur Domains und Subdomains, also etwa www.example.com oder code.example.com. Ein Unterverzeichnis wie example.com/blog lässt sich als Quelle nicht anbieten. Wer seinen Ratgeber in einem Unterordner der Firmenseite führt, bietet dem Leser damit die ganze Firmenseite an. Außerdem muss die Seite in Googles Quellen-Einstellungstool auffindbar sein. Welche Seiten dort auftauchen, sagt die Dokumentation nicht genauer. Ob eine bestimmte Firmenwebsite berechtigt ist, zeigt sich deshalb erst beim Versuch.

Im selben Blogbeitrag kündigte Google laut PPC Land für die kommenden Tage eine Freitext-Steuerung für den Discover-Feed und eine Themenauswahl für die Audio-Briefings der Google-News-App auf Android an.

Unsere Einschätzung

Der Knopf hilft nur Seiten, die jemand ein zweites Mal lesen will.

Ein Handwerksbetrieb mit einer Startseite und einem Impressum gewinnt damit nichts, weil kein Kunde eine solche Seite als Quelle abonniert. Ein Steuerberater mit einem Ratgeber, den Mandanten regelmäßig aufrufen, vielleicht schon. Die Frage ist in beiden Fällen dieselbe, ob es auf der eigenen Seite etwas gibt, für das ein Leser diesen Klick tut.

Der Einbau kostet zehn Minuten. Die eigentliche Arbeit steckt in der Frage davor, und die beantwortet kein Werkzeug von Google. Wir sehen bei Betrieben regelmäßig, dass die Website als Visitenkarte gebaut wurde, mit Öffnungszeiten und einem Kontaktformular, und dass dort seit Jahren nichts erschienen ist, was ein Kunde ein zweites Mal aufrufen würde. Für solche Seiten ändert der Knopf nichts. Wer nicht weiß, zu welcher Sorte die eigene Seite gehört, kann es messen. Knopf einbauen, drei Monate abwarten, zählen, wie viele geklickt haben. Eine Null nach drei Monaten sagt dann wenig über den Knopf und viel über die Inhalte. Das ist eine unbequeme, aber brauchbare Auskunft, und sie kostet außer den zehn Minuten nichts.

Wer ihn einbaut, sollte ihn dorthin setzen, wo gelesen wird, also unter einen Ratgeber, den jemand gerade zu Ende gelesen hat.

Quellen

Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 24. August 2026):

Häufige Fragen

Was macht der Preferred-Sources-Button von Google?

Ein Leser klickt den Knopf auf der Website eines Anbieters, die Seite wird damit zu seiner bevorzugten Quelle bei Google, und er kehrt auf die Seite zurück, auf der er war. Vorher musste er dafür die Einstellungsseite von Google aufrufen und die Seite dort von Hand suchen. Google hat den einbettbaren Knopf am 20. August 2026 vorgestellt.

Welche Wirkung hat eine bevorzugte Quelle bei Google?

Inhalte einer bevorzugten Quelle werden laut Google in Top Stories in allen Sprachen sowie in AI Overviews und AI Mode stärker hervorgehoben, dort, wo diese Funktionen verfügbar sind. Nach Googles eigenen Untersuchungen klicken Nutzer doppelt so wahrscheinlich auf eine Quelle, die sie als bevorzugt markiert haben. Wie stark die Hervorhebung ausfällt, sagt Google nicht.

Welche Websites können den Knopf einbauen?

Berechtigt sind laut Googles Dokumentation nur Domains und Subdomains, kein Unterverzeichnis wie example.com/blog. Die Seite muss außerdem in Googles Quellen-Einstellungstool auffindbar sein. Für den Einbau gibt es ein Standard-JavaScript mit zwei Zeilen HTML, einen erweiterten JavaScript-Weg für eigene Gestaltung und einen Deeplink für Seiten ohne JavaScript. Verfügbar ist das laut Dokumentation weltweit und in allen Sprachen der Google-Suche.

Muss ein Betrieb den Knopf jetzt einbauen?

Eine Pflicht gibt es nicht, und an Seiten, die niemand ein zweites Mal lesen will, ändert der Knopf nichts. Lohnen kann er sich für Websites mit Inhalten, die Kunden regelmäßig aufrufen, etwa einen Ratgeber. Der Einbau dauert wenige Minuten, danach lässt sich über drei Monate zählen, wie viele Leser klicken. Eine Null sagt dann mehr über die Inhalte als über den Knopf.

Was steht auf der eigenen Website, das ein Kunde ein zweites Mal lesen will?

Im kostenlosen KI-Schnupperkurs zeigen wir in fünf Lektionen, wie kleine und mittlere Firmen KI im Alltag einsetzen. Tiefer und praxisnah geht es im Vollkurs Digitalisierungsmanager, DEKRA-zertifiziert und förderfähig über den Bildungsgutschein.


Zuletzt aktualisiert: 24. August 2026. Stand der Recherche: 24. August 2026.