Die Frage nach der Stelle danach gehört in unseren Beratungsgesprächen zu den ersten. Wer vier Monate lernt, will wissen, wofür. Hier steht, was Statistik und Gesetz dazu sagen und welche Wege es neben dem Kurs gibt.


Transparenzhinweis: SkillSprinters ist selbst Träger geförderter Weiterbildungen, der Artikel ist deshalb nicht neutral. Andere Anbieter nennen wir nicht. Die Zahlen zur Eingliederung stammen aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit, die Angaben zu unseren Kursen aus den Maßnahmenzulassungen, Stand 20.10.2026.

Erst kostenlos reinschnuppern, dann entscheiden

Bevor du dich für eine Weiterbildung entscheidest, sieh dir kostenlos an, wie sie läuft, fünf Lektionen plus Live-Demo, ohne Verpflichtung. Passt es, ist der Digitalisierungsmanager bei bewilligtem Bildungsgutschein für dich kostenlos.

Kostenlos reinschnuppern

Der Schnupperkurs ist gratis. Ob die Weiterbildung über den Bildungsgutschein gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Warum kein Kurs eine Stelle garantieren kann

Eine Stelle vergibt ein Betrieb. Der Bildungsträger kann dich vorbereiten, mit dir Bewerbungen durchgehen und dir Projekte für die Mappe mitgeben, die Entscheidung trifft der Arbeitgeber. Eine sichere Stelle nach dem Kurs kann deshalb niemand zusagen.

Was das Gesetz vom Träger verlangt, ist bescheidener und trotzdem prüfbar. Zugelassen wird nach § 178 Nr. 2 SGB III nur, wer in der Lage ist, durch eigene Bemühungen die berufliche Eingliederung der Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die einzelne Maßnahme muss nach § 179 Abs. 1 Nr. 1 SGB III eine erfolgreiche Teilnahme erwarten lassen und nach Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes zweckmäßig sein. Beides prüft eine fachkundige Stelle wie die DEKRA im Zulassungsverfahren nach AZAV. Frag deshalb konkret nach, was der Träger für deine Eingliederung tut, etwa ob es ein Abschlussprojekt gibt, das du vorzeigen kannst, und ob die Begleitung mit dem letzten Kurstag endet.

Wie viele nach einer geförderten Weiterbildung arbeiten

Die Bundesagentur für Arbeit misst das mit der Eingliederungsquote. Sie gibt an, welcher Anteil der Teilnehmenden eine bestimmte Zeit nach dem Kursende sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Die jüngsten vollständigen Werte stehen in einer Antwort der Bundesregierung vom 23.04.2026 (Bundestagsdrucksache 21/5631, Tabelle 18, Datenstand März 2026). Sie gelten für alle, die 2024 aus einer geförderten Weiterbildung ausgetreten sind.

RechtskreisAustritte 2024davon nach 6 Monaten beschäftigtQuote nach 6 MonatenQuote nach 12 Monaten
Arbeitslosenversicherung (SGB III), einschließlich Beschäftigtenqualifizierung212.231137.34664,7 %70,9 %
Grundsicherung (SGB II)89.46029.95833,5 %41,8 %

Zwei Dinge gehören zum Lesen dazu. In der Arbeitslosenversicherung sind auch Beschäftigte mitgezählt, die über ihren Betrieb gefördert wurden und zu Beginn schon eine Stelle hatten. Eine eigene Quote nur für Arbeitslose weist die Tabelle nicht aus. Und gezählt wird jeder, der zum Stichtag eine Stelle hat, gleich ob über den Kurs, über eigene Bewerbungen oder beim früheren Arbeitgeber. Die Quote beschreibt also den Markt. Über die Arbeit eines bestimmten Trägers sagt sie nichts.

Nennt dir ein Anbieter eine eigene Vermittlungsquote, frag, wie viele Teilnehmer gezählt wurden und wie lange nach Kursende gemessen wurde. Ohne Nenner kannst du mit einer Quote nicht planen.

Drei Förderwege nach dem SGB III

Privater Arbeitsvermittler, bezahlt nur bei Erfolg

Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein nach § 45 Abs. 4 SGB III kannst du einen privaten Arbeitsvermittler beauftragen, der ausschließlich erfolgsbezogen vergütet wird. Vermittelt er dich in eine versicherungspflichtige Beschäftigung, zahlt die Agentur ihm 2.500 Euro, bei Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Behinderungen bis zu 3.000 Euro. 1.250 Euro fließen nach sechs Wochen Beschäftigung, der Rest nach sechs Monaten (§ 45 Abs. 6 SGB III). Auf diesen Gutschein hast du Anspruch, wenn du Arbeitslosengeld bekommst und nach einer Arbeitslosigkeit von sechs Wochen innerhalb einer Frist von drei Monaten noch nicht vermittelt bist (§ 45 Abs. 7 SGB III). Zeiten in einer beruflichen Weiterbildung werden in diese Frist nicht eingerechnet.

Erprobung direkt in einem Betrieb

Derselbe Gutschein kann für eine Maßnahme bei einem Arbeitgeber gelten. Sie dauert höchstens sechs Wochen (§ 45 Abs. 2 SGB III). Bei Langzeitarbeitslosen und bei Menschen, deren Eingliederung wegen schwerwiegender Vermittlungshemmnisse besonders erschwert ist, sind bis zu zwölf Wochen möglich (§ 45 Abs. 8 SGB III). Der Betrieb erlebt dich bei der Arbeit, du siehst den Alltag der Stelle von innen. Passt beides, ist der Weg zum Arbeitsvertrag kurz.

Eingliederungszuschuss für den Betrieb

Ist deine Vermittlung aus Gründen erschwert, die in deiner Person liegen, kann die Agentur dem Betrieb einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt zahlen, der eine anfängliche Minderleistung ausgleicht (Eingliederungszuschuss, § 88 SGB III). Er beträgt bis zu 50 Prozent des Arbeitsentgelts für bis zu zwölf Monate. Wer das 55. Lebensjahr vollendet hat, kann bis zu 36 Monate gefördert werden, wenn die Förderung bis zum 31.12.2028 beginnt (§ 89 SGB III). Den Antrag stellt der Arbeitgeber, und zwar vor der Einstellung, denn Leistungen der Arbeitsförderung gibt es nur, wenn sie vor dem leistungsbegründenden Ereignis beantragt wurden (§ 324 Abs. 1 SGB III). Sprich den Zuschuss im Vorstellungsgespräch deshalb ruhig selbst an, bevor der Vertrag unterschrieben ist.

Was du vor dem ersten Kurstag tun kannst

Am meisten bewegt sich, wenn du schon vor dem Kurs mit Betrieben sprichst. Such Stellenanzeigen, die genau die Kenntnisse verlangen, die der Kurs vermittelt, und nimm sie mit zum Termin bei deiner Agentur für Arbeit oder deinem Jobcenter. Sie helfen dir beim Bildungsgutschein und später bei den Bewerbungen. Sagt dir ein Betrieb schon vorher zu, dich nach dem Kurs einzustellen, ist das keine Förderleistung. Im Gespräch mit dem Vermittler ist es trotzdem ein gewichtiges Argument.

Beziehst du Leistungen der Grundsicherung, bleibt das Jobcenter für deine Eingliederung zuständig, auch wenn den Bildungsgutschein seit 2025 die Agentur für Arbeit ausstellt. Was nach dem Kurs passieren soll, gehört in deinen Kooperationsplan nach § 15 SGB II. Die Servicenummer der Agentur für Arbeit für Arbeitnehmer lautet 0800 4 5555 00.

So halten wir es bei SkillSprinters

Der Digitalisierungsmanager für Prozessautomatisierung und Künstliche Intelligenz umfasst 720 Unterrichtseinheiten in 13 Modulen und läuft live online mit höchstens 12 Teilnehmern. In Vollzeit dauert er rund 4 Monate (Maßnahmennummer 723/0097/2026), in Teilzeit vormittags rund 29 Wochen (723/291/26). Im letzten Modul baust du im Abschlussprojekt eine vollständige Lösung für einen echten Anwendungsfall. Nach dem Kurs gibt es bei uns Nachbetreuung bis zur Vermittlung. Eine Vermittlung können wir nicht garantieren. Die Lehrgangskosten von 9.662,40 Euro laut Zulassung übernimmt bei bewilligtem Bildungsgutschein die Agentur für Arbeit vollständig.

Für alle drei Maßnahmen, die wir über den Bildungsgutschein anbieten, sehen die Eckdaten so aus:

MaßnahmeUmfangVollzeitTeilzeit vormittagsMaßnahmennummerLehrgangskosten laut Zulassung
Digitalisierungsmanager für Prozessautomatisierung und Künstliche Intelligenz720 UE, 13 Module80 Tage à 9 UE, rund 4 Monate144 Tage à 5 UE, rund 29 Wochen723/0097/2026 (Vollzeit), 723/291/26 (Teilzeit)9.662,40 €
Online Marketing und Social Media Manager mit Künstlicher Intelligenz720 UE, 13 Module80 Tage à 9 UE, rund 4 Monate144 Tage à 5 UE, rund 29 Wochen723/159/26 (Vollzeit), Teilzeit-Nummer folgt mit dem ersten Förderfall9.705,60 €
Fachkraft für KI-gestütztes Online Marketing360 UE, 9 Module40 Tage à 9 UE, 8 Wochen72 Tage à 5 UE723/186/26 (Vollzeit), 723/263/26 (Teilzeit)4.939,20 €

UE = Unterrichtseinheit à 45 Minuten. Live online über Zoom, Montag bis Freitag, Vollzeit 08:00 bis 16:00 Uhr, Teilzeit 08:00 bis 12:00 Uhr, höchstens 12 Teilnehmer je Gruppe, Abschluss Trägerzertifikat. Feiertage verlängern den Kurs. Stand 20.10.2026, Quelle: Maßnahmenzulassungen und Kursseiten von SkillSprinters.

In der Beratung sagen wir lieber, was am Ende in deiner Mappe liegt, als eine Quote in den Raum zu stellen: ein Trägerzertifikat mit den Modulen, ein Projekt, das du im Vorstellungsgespräch vorführen kannst, und ein Lebenslauf, der die Zeit der Weiterbildung belegt. Mehr kann ein Kurs ehrlicherweise nicht liefern. Wie schnell danach eine Stelle kommt, hängt vom Arbeitsmarkt in deiner Region und von den Bewerbungen nach dem letzten Kurstag ab. Welche Fragen du einem Träger vorher stellen solltest, steht in unserem Ratgeber, wie du einen seriösen Weiterbildungsanbieter erkennst, und in der Weiterbildung-Checkliste.

Quellen

Häufige Fragen

Gibt es geförderte Weiterbildungen mit sicherer Stelle danach?

Nein. Eine Stelle vergibt der Betrieb, nicht der Bildungsträger, deshalb ist das Versprechen einer sicheren Stelle bei geförderten Weiterbildungen ein Warnsignal. Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit waren von allen, die 2024 eine geförderte Weiterbildung in der Arbeitslosenversicherung beendet haben, sechs Monate später 64,7 Prozent sozialversicherungspflichtig beschäftigt, in der Grundsicherung 33,5 Prozent.

Wer bezahlt einen privaten Arbeitsvermittler?

Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein zahlt die Agentur für Arbeit den Vermittler, und zwar nur bei Erfolg: 2.500 Euro, bei Langzeitarbeitslosen und Menschen mit Behinderungen bis zu 3.000 Euro, in zwei Raten nach sechs Wochen und nach sechs Monaten Beschäftigung (§ 45 Abs. 6 SGB III). Wer Arbeitslosengeld bezieht und nach sechs Wochen Arbeitslosigkeit innerhalb von drei Monaten nicht vermittelt ist, hat Anspruch auf den Gutschein (§ 45 Abs. 7 SGB III).

Kann ich in einem Betrieb zur Probe arbeiten, bevor er mich einstellt?

Ja, über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein für eine betriebliche Maßnahme. Sie dauert höchstens sechs Wochen, bei Langzeitarbeitslosen und bei besonders erschwerter Eingliederung bis zu zwölf Wochen (§ 45 Abs. 2 und 8 SGB III). Ob du den Gutschein dafür bekommst, entscheidet deine Agentur für Arbeit oder dein Jobcenter.

Was ist der Eingliederungszuschuss?

Ein Zuschuss der Agentur für Arbeit an den Arbeitgeber, wenn die Vermittlung einer Person aus Gründen erschwert ist, die in ihrer Person liegen. Er beträgt bis zu 50 Prozent des Arbeitsentgelts für bis zu zwölf Monate, ab 55 Jahren bis zu 36 Monate, wenn die Förderung bis zum 31.12.2028 beginnt (§§ 88, 89 SGB III). Der Betrieb beantragt ihn vor der Einstellung.

Vermittelt SkillSprinters nach dem Digitalisierungsmanager?

Wir begleiten Teilnehmer des Digitalisierungsmanagers für Prozessautomatisierung und Künstliche Intelligenz (720 UE, Maßnahmennummer 723/0097/2026, Teilzeit vormittags 723/291/26) bei Bewerbung und Vermittlung auch über das Kursende hinaus. Eine Vermittlung garantieren wir nicht. Die Lehrgangskosten von 9.662,40 Euro übernimmt bei bewilligtem Bildungsgutschein die Agentur für Arbeit vollständig.

Du willst wissen, ob der Digitalisierungsmanager zu deinem Ziel passt?

Alle Eckdaten, Module und Starttermine stehen auf der Seite zum Digitalisierungsmanager. Wenn du darüber sprechen möchtest, ruf uns an unter 0160 1215470, Montag bis Freitag von 8:30 bis 15:00 Uhr, oder schreib uns über das Kontaktformular. Ob der Kurs über den Bildungsgutschein gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.


Zuletzt geprüft: 20. Oktober 2026.