Der Staat will, dass deutsche Unternehmen digitaler werden. Und er bezahlt dafür. Bis zu 100 Prozent der Kosten, je nach Programm und Unternehmensgrösse. Trotzdem lassen die meisten Betriebe das Geld liegen. Laut Bitkom kennen nur 36 Prozent der Unternehmen die verfügbaren Fördertöpfe. Und noch weniger beantragen sie.
Das Problem: Die Förderlandschaft ist unübersichtlich. Bund, Länder, EU, Arbeitsagentur, KfW, BAFA. Jede Stelle hat eigene Programme, eigene Regeln, eigene Fristen. Beliebte Programme wie "go-digital" und "Digital Jetzt" sind ausgelaufen. Dafür wurden andere aufgestockt oder neu geschaffen.
Dieser Artikel gibt dir den kompletten Überblick: Welche Förderprogramme für Digitalisierung gibt es 2026 noch? Was wird konkret gefördert? Und wie kombinierst du Programme, um das Maximum herauszuholen?
Das Wichtigste in Kürze
- Weiterbildung wird am stärksten gefördert: Bis zu 100 Prozent der Kosten über das Qualifizierungschancengesetz (QCG) oder den Bildungsgutschein.
- Bundesweite Investitionsprogramme (go-digital, Digital Jetzt) sind ausgelaufen. Die Förderung verlagert sich auf Landesebene.
- Sieben Bundesländer haben aktive Digitalisierungsprogramme mit Zuschüssen zwischen 7.500 und 50.000 Euro.
- Die BAFA-Beratungsförderung (bis 80 Prozent Zuschuss) läuft noch bis 31.12.2026.
- Programme sind teilweise kombinierbar: z.B. QCG für Weiterbildung plus Digitalbonus für Software.
- AZAV-Zertifizierung des Bildungsträgers ist Voraussetzung bei allen Weiterbildungsförderungen.
Alle Förderprogramme im Überblick
| Programm | Förderhöhe | Was wird gefördert | Wer kann beantragen | Antragsstelle |
|---|---|---|---|---|
| QCG | Bis 100 % Kurskosten + 75 % Lohn | Weiterbildung Beschäftigter | Arbeitgeber (alle Grössen) | Agentur für Arbeit |
| Bildungsgutschein | 100 % Kurskosten | Weiterbildung/Umschulung | Arbeitssuchende, von Arbeitslosigkeit Bedrohte | Agentur für Arbeit |
| Qualifizierungsgeld | 60-67 % Nettolohn | Weiterbildung bei Strukturwandel | Arbeitgeber mit Betriebsvereinbarung | Agentur für Arbeit |
| KOMPASS | Bis 4.500 EUR | Weiterbildung Solo-Selbständiger | Solo-Selbständige | DRV Knappschaft-Bahn-See |
| BAFA Unternehmensberatung | Bis 80 % (max. 2.800 EUR) | Beratung zu Digitalisierung | KMU (unter 250 MA) | BAFA |
| ESF+ Fachkurse | 30-70 % | Berufliche Anpassungsqualifizierung | Beschäftigte (über Träger) | Landesförderbanken |
| Digitalbonus Bayern | Bis 50 % (max. 50.000 EUR) | Hardware, Software, IT-Sicherheit | Kleine Unternehmen in Bayern | Freistaat Bayern |
| MID NRW | Bis 15.000 EUR | Digitale Produkte, IT-Sicherheit | KMU in NRW | NRW.BANK |
| Digi-Zuschuss Hessen | Bis 50 % (max. 10.000 EUR) | Digitale Systeme, IT-Sicherheit | KMU in Hessen | WIBank |
| Digi-Zuschuss Sachsen | Bis 60 % (max. 35.000 EUR) | Digitalisierungsprojekte | KMU in Sachsen | SAB |
| Transfer Bonus Berlin | Bis 70 % (max. 45.000 EUR) | Digitalisierung mit Forschung | KMU in Berlin | IBB |
Bundesprogramme im Detail
1. Qualifizierungschancengesetz (QCG): Der stärkste Hebel
Das QCG ist das wichtigste Förderprogramm für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in KI und Digitalisierung schulen wollen. Die Agentur für Arbeit übernimmt die Kurskosten und zahlt zusätzlich einen Lohnkostenzuschuss, damit du deine Leute während der Weiterbildung weiterbezahlen kannst.
Förderstaffel nach Unternehmensgrösse:
| Unternehmensgrösse | Lehrgangskosten | Lohnkostenzuschuss | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Unter 10 Mitarbeiter | Bis 100 % | Bis 75 % | Höchste Förderquote |
| 10 bis 249 Mitarbeiter | 50-100 % | Bis 50 % | Über 45-Jährige und Schwerbehinderte: bis 100 % Kurskosten |
| 250 bis 2.499 Mitarbeiter | Bis 50 % | Bis 25 % | Einzelfallprüfung |
| Ab 2.500 Mitarbeiter | Bis 25 % | Bis 25 % | Betriebsvereinbarung erforderlich |
Voraussetzungen: - AZAV-zertifizierter Bildungsträger - Mindestens 120 Unterrichtsstunden - Berufsabschluss liegt mindestens vier Jahre zurück - Weiterbildung geht über reine Anpassungsqualifizierung hinaus - Antrag VOR Beginn der Weiterbildung stellen
Rechenbeispiel: Ein Betrieb mit 20 Mitarbeitern schickt zwei Angestellte in eine 4-monatige KI-Weiterbildung (Digitalisierungsmanager, 720 UE, 9.700 EUR pro Teilnehmer). Ergebnis: Lehrgangskosten zu 100 Prozent übernommen, Lohnkostenzuschuss 50 Prozent. Effektive Kosten für das Unternehmen: nur der halbe Lohn während der Weiterbildung. Die 19.400 EUR Kursgebühren zahlt die Agentur für Arbeit.
Mehr dazu: QCG beantragen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Arbeitgeber
2. Bildungsgutschein: 100 Prozent für Arbeitssuchende
Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit übernimmt sämtliche Kosten einer Weiterbildung oder Umschulung. Seit Januar 2025 wird er ausschliesslich von der Agentur für Arbeit ausgestellt, auch für Jobcenter-Kunden (SGB II).
Wer bekommt einen Bildungsgutschein? - Arbeitssuchende (mit oder ohne Leistungsbezug) - Von Arbeitslosigkeit Bedrohte (z.B. bei Kündigung, auslaufendem Vertrag) - Beschäftigte, die ohne Weiterbildung arbeitslos würden - Beschäftigte ohne Berufsabschluss, die einen nachholen wollen
Was wird übernommen? - 100 Prozent der Kursgebühren - Fahrtkosten, Kinderbetreuung, Unterkunft (bei auswärtiger Unterbringung) - Weiterbildungsprämie bei bestandener Prüfung
Voraussetzung: Weiterbildung und Bildungsträger müssen AZAV-zertifiziert sein.
Für Unternehmen relevant: Wenn du Personal abbaust, kannst du betroffenen Mitarbeitern den Weg zum Bildungsgutschein ebnen. In Transfergesellschaften ist das Standardvorgehen. Auch bei Kurzarbeit kann die Agentur für Arbeit einen Bildungsgutschein ausstellen.
3. Qualifizierungsgeld: Bei Strukturwandel
Das Qualifizierungsgeld gibt es seit April 2024. Es richtet sich an Unternehmen, in denen ein wesentlicher Teil der Belegschaft durch Strukturwandel (z.B. Automatisierung, Wegfall von Routinetätigkeiten) vom Arbeitsplatzverlust bedroht ist.
Eckdaten: - Höhe: 60 Prozent der Nettoentgeltdifferenz (67 Prozent mit Kind) - Dauer: Für die gesamte Weiterbildungsdauer - Voraussetzung: Betriebsvereinbarung oder Tarifvertrag, der den Qualifizierungsbedarf dokumentiert - Mindestbetroffenheit: 20 Prozent der Belegschaft (bei 250+ MA) oder 10 Prozent (bei unter 250 MA). Bei unter 10 MA reicht eine schriftliche Erklärung - Weiterbildung: Mindestens 120 Stunden, AZAV-zertifizierter Träger - Antrag: Spätestens drei Monate vor Beginn bei der Agentur für Arbeit
Wichtig: Das Qualifizierungsgeld ist eine Lohnersatzleistung. Das Unternehmen stellt den Mitarbeiter für die Weiterbildung frei, die Agentur für Arbeit zahlt das Qualifizierungsgeld direkt an den Arbeitgeber, der es an den Mitarbeiter weiterleitet. Die Kurskosten werden separat über das QCG gefördert.
4. KOMPASS: Für Solo-Selbständige
KOMPASS (Kompakte Hilfe für Solo-Selbständige) ist ein ESF-Plus-Programm des BMAS. Solo-Selbständige erhalten bis zu 4.500 EUR Zuschuss für berufliche Weiterbildung.
Eckdaten: - Zuschuss: Bis 4.500 EUR (Rückerstattung nach Abschluss) - Häufigkeit: Einmal innerhalb von 12 Monaten - Verlängerung: Programm läuft bis 28.02.2028 - Hinweis: Aufgrund hoher Nachfrage bieten die KOMPASS-Anlaufstellen zwischen März und Mai 2026 vorübergehend keine neuen Erstberatungen an. Danach wieder regulär.
Antragsprozess: Erstberatung bei einer KOMPASS-Anlaufstelle, Qualifizierungsscheck erhalten, Weiterbildung absolvieren, Erstattung beantragen bei der DRV Knappschaft-Bahn-See.
5. BAFA-Förderung Unternehmensberatung
Die BAFA fördert professionelle Beratungsleistungen für KMU. Darunter fällt auch Digitalisierungsberatung: Welche Prozesse lassen sich automatisieren? Welche KI-Tools passen? Wie sieht eine Digitalstrategie aus?
Eckdaten: - Förderquote: Bis 80 Prozent in den neuen Bundesländern, bis 50 Prozent in den alten - Max. förderfähige Kosten: 2.800 EUR netto pro Beratung - Max. Beratungen: 5 insgesamt, maximal 2 pro Jahr - Laufzeit: Bis 31.12.2026 - Antragstellung: Online beim BAFA, VOR Beginn der Beratung - Voraussetzung: Zugelassener BAFA-Berater, KMU mit Sitz in Deutschland
Tipp: Die BAFA-Beratung eignet sich hervorragend als Einstieg. Ein externer Berater analysiert deinen Digitalisierungsbedarf und erstellt einen Fahrplan. Auf Basis dieser Analyse beantragst du dann die passenden Förderprogramme für die Umsetzung.
6. ESF+ Fachkursförderung
Der Europäische Sozialfonds Plus kofinanziert berufliche Weiterbildungskurse. Die Förderung läuft über die Bundesländer und reduziert die Kursgebühren für Teilnehmer.
Eckdaten: - Förderquote: 30 Prozent Zuschuss auf die Kursgebühr (Standard), 70 Prozent für Teilnehmer über 55 oder ohne Berufsabschluss - Voraussetzung: Kurs muss als ESF-Fachkurs zugelassen sein - Verfügbar in: Baden-Württemberg, Bayern und weiteren Bundesländern (Programme variieren) - Direkte Beantragung: In der Regel nicht durch das Unternehmen, sondern durch den Bildungsträger
Landesförderungen: Die wichtigsten Digitalisierungsprogramme
Nach dem Auslaufen der Bundesprogramme "go-digital" und "Digital Jetzt" sind die Landesförderungen der wichtigste Kanal für Investitionszuschüsse in Hardware, Software und IT-Sicherheit.
Bayern: Digitalbonus
| Detail | Information |
|---|---|
| Programm | Digitalbonus Bayern (Standard + Plus) |
| Förderhöhe | Standard: bis 7.500 EUR. Plus: bis 30.000 EUR (bei besonderem Innovationsgehalt) |
| Förderquote | Bis 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten |
| Zielgruppe | Kleine Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebsstätte in Bayern |
| Förderfähig | Neue IT-Systeme, Software, IT-Sicherheit, digitale Geschäftsmodelle |
| Laufzeit | Bis 31.12.2027 |
| Besonderheit | Seit Mai 2025 ist ein ELSTER-Unternehmenskonto Pflicht bei Antragstellung |
| Antrag | digitalbonus.bayern |
Nordrhein-Westfalen: Mittelstand Innovativ & Digital (MID)
| Detail | Information |
|---|---|
| Programm | MID (3 Teilprogramme: Digitalisierung, Digitale Sicherheit, Assistent) |
| Förderhöhe | Digitalisierung/IT-Sicherheit: bis 15.000 EUR. MID-Assistent: bis 48.000 EUR |
| Zielgruppe | KMU mit Sitz in NRW (unter 250 MA, unter 50 Mio. EUR Umsatz) |
| Förderfähig | Digitale Produkte (KI, ML, AR/VR), IT-Sicherheit, Einstellung von Hochschulabsolventen |
| Besonderheit | Vergabe per Losverfahren (Digitalisierung/Sicherheit) bzw. Wartesaal (Assistent) |
| Seit 2026: | Betreuung durch NRW.BANK |
| Antrag | nrwbank.de |
Baden-Württemberg: Digitalisierungsfinanzierung
| Detail | Information |
|---|---|
| Programm | Digitalisierungsfinanzierung (Nachfolger der Digitalisierungsprämie Plus) |
| Art | Zinsgünstiges Darlehen (kein Zuschuss mehr seit 01.07.2025) |
| Zielgruppe | KMU mit Sitz in Baden-Württemberg |
| Förderfähig | Hard- und Software, IT-Sicherheit, Digitalisierungsprojekte |
| Antrag | L-Bank |
Hessen: DIGI-Zuschuss
| Detail | Information |
|---|---|
| Programm | DIGI-Zuschuss |
| Förderhöhe | Bis 50 Prozent, maximal 10.000 EUR |
| Zielgruppe | KMU und Freiberufler mit Standort in Hessen |
| Förderfähig | Neue digitale Systeme, IT-Sicherheit |
| Besonderheit | Antragsrunden (2025 ausgeschöpft, neue Runde 2026) |
| Zusätzlich | DIGI-Beratung: bis 15 Tage geförderte Digitalisierungsberatung pro Jahr |
| Antrag | WIBank |
Sachsen: Digitalisierung Zuschuss (EFRE)
| Detail | Information |
|---|---|
| Programm | Digitalisierung Zuschuss EFRE 2021-2027 |
| Förderhöhe | Heranführungsprojekte: bis 6.000 EUR (60 %). Transformationsprojekte: bis 35.000 EUR (50 %) |
| Bonus | +10 Prozent bei Tarifbindung |
| Zielgruppe | KMU und Freiberufler mit Standort in Sachsen |
| Mindestinvestition | 5.000 EUR |
| Antrag | SAB (Sächsische Aufbaubank) |
Berlin: Transfer Bonus
| Detail | Information |
|---|---|
| Programm | Transfer BONUS |
| Förderhöhe | Einstieg: 100 % bis 7.500 EUR. Standard: 70 % bis 15.000 EUR. Digi-Standard: 70 % bis 45.000 EUR |
| Zielgruppe | KMU in Berlin (Kooperation mit Forschungseinrichtung erforderlich) |
| Förderfähig | F&E-Projekte, Digitalisierungsprojekte |
| Laufzeit | Bis 31.12.2026 |
| Antrag | IBB (Investitionsbank Berlin) |
Niedersachsen: Digitalbonus (ausgelaufen)
Der Digitalbonus.Niedersachsen-innovativ ist am 31.12.2025 ausgelaufen. Es gibt aktuell kein direktes Nachfolgeprogramm. Unternehmen in Niedersachsen können auf die Bundesprogramme (QCG, BAFA) sowie die KfW-Förderkredite zurückgreifen. Prüfe den aktuellen Stand bei der NBank.
Was wird gefördert? Förderbereiche im Vergleich
| Förderbereich | Geeignete Programme | Typische Förderquote |
|---|---|---|
| Weiterbildung Mitarbeiter (KI, Digitalisierung) | QCG, Qualifizierungsgeld, ESF+ | 50-100 % |
| Weiterbildung Arbeitssuchende | Bildungsgutschein | 100 % |
| Weiterbildung Solo-Selbständige | KOMPASS | Bis 4.500 EUR |
| Externe Beratung (Digitalstrategie) | BAFA Unternehmensberatung | 50-80 % |
| Software und IT-Systeme | Digitalbonus Bayern, MID NRW, Digi-Zuschuss Hessen/Sachsen | 30-60 % |
| Hardware (Server, Endgeräte, IoT) | Digitalbonus Bayern, Digi-Zuschuss Sachsen | 30-50 % |
| IT-Sicherheit | Digitalbonus Bayern, MID NRW, Digi-Zuschuss Hessen | 30-50 % |
| F&E Digitalisierung | Transfer Bonus Berlin, Distr@l Hessen | 50-100 % |
| Kreditfinanzierung Digitalprojekte | KfW ERP-Förderkredite | Zinsvorteil (kein Zuschuss) |
Programme kombinieren: So holst du das Maximum heraus
Viele Förderprogramme lassen sich miteinander kombinieren. Die Gesamtförderung darf 100 Prozent der Kosten nicht übersteigen, aber innerhalb dieser Grenze gibt es Spielraum.
Beispiel 1: Digitalisierungsstrategie + Mitarbeiterschulung 1. BAFA-Beratungsförderung für die Digitalstrategie (bis 80 % der Beratungskosten) 2. QCG für die Weiterbildung der Mitarbeiter (bis 100 % der Kurskosten) 3. Digitalbonus Bayern für die neue Software (bis 50 % der Investition)
Ergebnis: Beratung, Schulung und Software werden alle separat gefördert, weil sie unterschiedliche Kostenkategorien betreffen.
Beispiel 2: Arbeitgeber in NRW mit 30 Mitarbeitern 1. MID-Digitalisierung für ein KI-Pilotprojekt (bis 15.000 EUR) 2. QCG für 3 Mitarbeiter in einer KI-Weiterbildung (Kurskosten 100 % + 50 % Lohnkosten) 3. MID-Assistent für einen Hochschulabsolventen als Projektleiter (bis 48.000 EUR)
Beispiel 3: Solo-Selbständiger 1. KOMPASS für eine KI-Weiterbildung (bis 4.500 EUR Zuschuss) 2. BAFA-Beratungsförderung für eine Digitalisierungsberatung (bis 80 %)
Nicht kombinierbar: Programme mit gleicher Kostenbasis. Du kannst nicht QCG und Bildungsgutschein für dieselbe Person und dieselbe Massnahme beantragen. Ebenso darfst du nicht zwei Landesprogramme für dieselbe Investition stapeln.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich als Unternehmen den Bildungsgutschein beantragen? Nein. Der Bildungsgutschein wird an Einzelpersonen vergeben (Arbeitssuchende, von Arbeitslosigkeit Bedrohte). Als Arbeitgeber kannst du aber deine Mitarbeiter darauf hinweisen, wenn ihnen eine Kündigung bevorsteht. Für die Weiterbildung deiner bestehenden Belegschaft nutzt du das QCG.
Mein Bundesland hat kein Digitalisierungsprogramm. Was kann ich tun? Nutze die Bundesprogramme: QCG für Weiterbildung, BAFA für Beratung, KfW für Finanzierung. Prüfe ausserdem die Förderdatenbank des Bundes (foerderdatenbank.de) auf regionale Sonderprogramme deiner Gemeinde oder IHK.
Welche Weiterbildungen werden über das QCG gefördert? Alle Weiterbildungen bei AZAV-zertifizierten Trägern, die mindestens 120 Stunden umfassen und über eine reine Anpassungsqualifizierung hinausgehen. Besonders gefragt 2026: KI, Automatisierung, Datenanalyse, IT-Sicherheit, Digitalisierungsmanagement. SkillSprinters bietet beispielsweise den Digitalisierungsmanager für Prozessautomatisierung und KI an (720 UE, 4 Monate, DEKRA-zertifiziert, 9.700 EUR, vollständig über QCG oder Bildungsgutschein förderbar).
Was passiert, wenn mein Förderantrag abgelehnt wird? Bei Ablehnung erhältst du in der Regel einen Bescheid mit Begründung. Die häufigsten Gründe: Antrag wurde nach Projektbeginn gestellt (zu spät), Voraussetzungen nicht erfüllt (z.B. Unternehmensgrösse), Budget erschöpft (bei kontingentierten Programmen wie dem Digitalbonus Bayern). Gegen Ablehnungen der Agentur für Arbeit kannst du Widerspruch einlegen.
Wie lange dauert die Bewilligung? Das hängt vom Programm ab. QCG: Typischerweise 4-8 Wochen nach Antragstellung. BAFA-Beratung: 2-4 Wochen. Landesprogramme: Stark variierend, von 2 Wochen (Digitalbonus Bayern bei freiem Kontingent) bis mehrere Monate (MID NRW nach Losverfahren).
Kann ich mehrere Mitarbeiter gleichzeitig über das QCG schulen lassen? Ja. Es gibt keine Obergrenze für die Anzahl der Mitarbeiter. Jeder Mitarbeiter braucht einen eigenen Antrag. Bei grösseren Gruppen empfiehlt sich ein Vorab-Gespräch mit dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit.
Checkliste: In 5 Schritten zur Förderung
- Bedarf klären: Was willst du digitalisieren? Mitarbeiter schulen, Software einführen, Beratung holen? Die Antwort bestimmt das Programm.
- Programm identifizieren: Nutze die Tabellen oben oder die Förderdatenbank des Bundes (foerderdatenbank.de).
- Voraussetzungen prüfen: Unternehmensgrösse, Standort, Branche, Zeitpunkt. Jedes Programm hat eigene Kriterien.
- Antrag VOR Projektbeginn stellen. Bei fast allen Programmen ist das Pflicht. Wer zuerst investiert und dann beantragt, geht leer aus.
- Bildungsträger/Berater auswählen: Bei Weiterbildungsförderung muss der Träger AZAV-zertifiziert sein. Bei BAFA-Beratung ein zugelassener Berater.
Fazit: Das Geld liegt auf dem Tisch
Die Förderung für Digitalisierung ist 2026 so stark wie nie, wenn du weisst, wo du suchen musst. Die höchsten Zuschüsse gibt es bei Weiterbildung (bis 100 Prozent über QCG). Für Hardware und Software helfen die Landesprogramme. Und die BAFA-Beratungsförderung ist der ideale Einstieg, um herauszufinden, was dein Unternehmen konkret braucht.
SkillSprinters ist DEKRA-zertifizierter Bildungsträger (AZAV) aus Bayreuth und bietet zwei förderbare Weiterbildungen an: den Digitalisierungsmanager für Prozessautomatisierung und KI (4 Monate, 9.700 EUR, 100 Prozent förderbar über QCG oder Bildungsgutschein) und den Wirtschaftsfachwirt IHK (11 Monate, 3.997 EUR, förderbar über Aufstiegs-BAföG). Mehr zum QCG für KI-Weiterbildung.
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