KI-Transfer Plus ist kein Zuschussprogramm im üblichen Sinn. Wer mit der Erwartung kommt, einen Teil seiner Projektkosten erstattet zu bekommen, liegt falsch. Das Programm verkauft eine neunmonatige, eng begleitete Einführung von Künstlicher Intelligenz: Wissensaufbau im Team, eine eigene KI-Strategie und ein umgesetzter Anwendungsfall bis zum Pilotbetrieb. Dafür zahlt das Unternehmen eine feste Teilnahmegebühr.

Worum es bei KI-Transfer Plus geht

Das Programm gehört zum Bayerischen Staatsministerium für Digitales, die Koordination liegt bei Bayern Innovativ. Im Mittelpunkt steht die Begleitung durch eines der acht KI-Regionalzentren an bayerischen Hochschulen. Mit dem zuständigen Zentrum führt das Unternehmen individuelle Gespräche, dazu kommt ein Workshopprogramm aller Regionalzentren, das von KI-Grundlagen bis zu Change- und Innovationsmanagement reicht. Die Workshops stehen allen Teilnehmern offen, nicht nur denen des eigenen Zentrums.

Das Staatsministerium bezeichnet KI-Transfer Plus als einziges Programm in Deutschland, das Unternehmen vom Wissensaufbau über die Strategie bis zur Use-Case-Umsetzung begleitet, und zwar innerhalb von neun Monaten.

Erst kostenlos reinschnuppern, dann entscheiden

Bevor du dich für eine Weiterbildung entscheidest, sieh dir kostenlos an, wie sie läuft, fünf Lektionen plus Live-Demo, ohne Verpflichtung. Passt es, ist der Digitalisierungsmanager bei bewilligtem Bildungsgutschein für dich kostenlos.

Kostenlos reinschnuppern

Der Schnupperkurs ist gratis. Ob die Weiterbildung über den Bildungsgutschein gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Die drei Bausteine

Laut Bayern Innovativ ruht das Programm auf drei Säulen.

Ein Beispiel nennt Bayern Innovativ selbst: Die W. Markgraf GmbH & Co. KG hat im Programm ein System entwickelt, das umfangreiche Ausschreibungsunterlagen automatisch auswertet und für die Angebotsbearbeitung aufbereitet.

Ablauf in zwei Phasen

Die neun Monate teilen sich in zwei Abschnitte. Zum Einstieg steht eine Upskilling-Phase mit KI-Wissensaufbau, etwa zu Machine Learning, und ersten Strategie-Workshops. Danach folgt die Hands-On-Exploration-Phase, in der das Unternehmen seinen eigenen KI-Anwendungsfall entwickelt. So beschreibt es das KI-Regionalzentrum Würzburg auf seiner Programmseite.

Seit 2026 koordiniert Bayern Innovativ das Programm. Das Würzburger Zentrum verweist außerdem auf zwei Programmdurchläufe, die das Staatsministerium für 2026 und 2027 angekündigt hat.

Die acht KI-Regionalzentren

Die fachliche Begleitung übernehmen laut Bayern Innovativ acht KI-Regionalzentren an bayerischen Hochschulen:

Mit dem zuständigen Zentrum laufen die individuellen Gespräche. Die Workshops aller acht Zentren stehen dagegen jedem Programmteilnehmer offen.

Wer teilnehmen kann

Die Teilnahmebedingungen stehen auf der Programmseite von Bayern Innovativ:

Beworben wird über ein Formular bei Bayern Innovativ. Die Programmrunde 2026 ist im Juli gestartet, Bewerbungen werden laut Programmseite fortlaufend angenommen und ein späterer Einstieg ist möglich.

Eigene Einschätzung

29.000 Euro sind für einen Mittelständler kein Kleingeld, und der größere Posten steht nicht auf der Rechnung. Neun Monate lang müssen Leute aus dem Betrieb Zeit in Workshops, Strategiearbeit und den Use Case stecken, und zwar Leute, die im Tagesgeschäft ohnehin fehlen. Wer das nicht einplant, zahlt die Gebühr und bekommt einen halbfertigen Piloten.

Umgekehrt ist die Begleitung durch ein Hochschulzentrum über neun Monate etwas, das man auf dem freien Beratungsmarkt kaum zu diesem Preis bekommt. Wir sehen in Gesprächen mit Betrieben immer wieder, dass die eigentliche Hürde nicht das Werkzeug ist, sondern die Frage, wer die Lösung nach dem Pilotbetrieb weiterträgt. Genau das sollte vor der Bewerbung geklärt sein.

Erst kostenlos reinschnuppern, dann entscheiden

Bevor du dich für eine Weiterbildung entscheidest, sieh dir kostenlos an, wie sie läuft, fünf Lektionen plus Live-Demo, ohne Verpflichtung. Passt es, ist der Digitalisierungsmanager bei bewilligtem Bildungsgutschein für dich kostenlos.

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Der Schnupperkurs ist gratis. Ob die Weiterbildung über den Bildungsgutschein gefördert wird, entscheidet die Agentur für Arbeit im Einzelfall.

Wenn die KI-Lösung dauerhaft im Betrieb bleiben soll

Ein Pilot lebt davon, dass jemand im Haus ihn betreibt und weiterentwickelt. Wer dafür eigene Mitarbeiter qualifizieren will, kann eine zugelassene berufsbegleitende Weiterbildung wie den KI-Prozessmanager über das Qualifizierungschancengesetz fördern lassen. Den Antrag stellt der Arbeitgeber vor Beginn der Maßnahme bei der Agentur für Arbeit, wie hoch die Förderung ausfällt, hängt von der Betriebsgröße ab.

Für die breite Belegschaft reicht oft eine kürzere Schulung. Was sie kostet und warum das Qualifizierungschancengesetz dafür erst ab 120 Stunden greift, steht in unserem Beitrag zu den Kosten einer KI-Schulung pro Mitarbeiter.

Häufige Fragen

Wie viel Förderung gibt es bei KI-Transfer Plus? Die offiziellen Programmseiten nennen keine prozentuale Förderquote und keinen Zuschuss auf Projektkosten. Das Programm besteht aus Begleitung, Workshops und Strategiearbeit mit einem KI-Regionalzentrum, die Teilnahme kostet 29.000 Euro netto.

Wie lange dauert KI-Transfer Plus? Neun Monate. In dieser Zeit sollen eine KI-Strategie, das nötige Wissen im Team und ein einsatzfähiger KI-Use-Case bis zum Pilotbetrieb entstehen. Die Programmrunde 2026 startete im Juli, ein späterer Einstieg ist laut Bayern Innovativ möglich.

Wer steht hinter dem Programm? Träger ist das Bayerische Staatsministerium für Digitales, die Programmkoordination liegt bei Bayern Innovativ. Fachlich begleitet wird jedes Unternehmen von einem der acht KI-Regionalzentren an bayerischen Hochschulen.

Muss mein Betrieb ein KMU nach EU-Definition sein? Nein. Bayern Innovativ verlangt ein mittelständisches Unternehmen nach deutschem Sprachgebrauch, ausdrücklich nicht nach der EU-Beschreibung. Dazu kommen Rückhalt der Geschäftsführung, eine feste Projektleitung, Personal mit technischem und strategischem Hintergrund und Englischkenntnisse bei den Teilnehmern.

An welchen Hochschulen sitzen die KI-Regionalzentren? Bayern Innovativ nennt acht Standorte: die Technischen Hochschulen Aschaffenburg, Nürnberg, Ingolstadt und Würzburg-Schweinfurt, die OTH Regensburg sowie die Hochschulen Neu-Ulm, München und Kempten. Eines dieser Zentren begleitet das Unternehmen durch die neun Monate.

Quellen

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