Das Wichtigste in Kürze


Xing oder LinkedIn? Noch vor fünf Jahren war diese Frage in Deutschland eine echte Abwägung. Xing war der lokale Champion im DACH-Raum, LinkedIn der internationale Herausforderer. 2026 sieht die Lage anders aus. Xing vs LinkedIn 2026 ist ein Vergleich zwischen einem schrumpfenden Regionalanbieter und einer globalen Content-Plattform. Aber ganz so einfach ist es nicht. Je nachdem, was du suchst, kann sich auch Xing noch lohnen.

In diesem Artikel vergleiche ich beide Plattformen in den Kategorien, die wirklich zählen: Nutzerzahlen, Features, Jobsuche, Content, Kosten und Zukunftsaussichten. Am Ende weisst du genau, welche Plattform für dich die richtige ist.

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Wie haben sich die Nutzerzahlen von Xing und LinkedIn entwickelt?

LinkedIn hat Xing in Deutschland Ende 2021 überholt und baut den Vorsprung seitdem aus. Laut einer YouGov-Studie vom Februar 2026 nutzen 15 Prozent der Verbraucher in Deutschland LinkedIn, aber nur noch 8 Prozent Xing.

Die konkreten Zahlen im Überblick:

Kennzahl LinkedIn Xing
Mitglieder DACH (ca.) 26 Millionen 19 bis 22 Millionen
Nutzeranteil Deutschland (Feb. 2026, YouGov) 15 % 8 %
Tägliche Nutzung (mind. 1x/Tag) 32 % der Nutzer 12 % der Nutzer
Trend Wachsend Stagnierend bis rückläufig
Globale Reichweite Über 1 Milliarde Mitglieder weltweit Nur DACH-Raum

Besonders auffällig ist die Nutzungsintensität. Jeder dritte LinkedIn-Nutzer öffnet die App täglich. Bei Xing ist es nur jeder achte. Das zeigt: LinkedIn ist für viele Menschen ein täglicher Begleiter geworden. Xing wird eher punktuell genutzt, etwa wenn man aktiv einen Job sucht.

Insgesamt nutzen nur 17 Prozent der Deutschen überhaupt ein berufliches Netzwerk (YouGov, Februar 2026). Das Potenzial für beide Plattformen ist also noch gross.


Was ist bei Xing seit 2023 passiert?

Die Muttergesellschaft New Work SE hat Xing grundlegend umgebaut. Weg vom sozialen Netzwerk, hin zum reinen Jobportal. Das klingt nach Fokus, hat aber viele Features gekostet, die Nutzer geschätzt haben.

Abgeschaffte Features

Was Xing heute bietet

Das Problem: All das bieten andere Jobportale auch. Indeed, StepStone, Glassdoor. Die Frage ist berechtigt: Braucht man dafür noch Xing?


Welche Features bietet LinkedIn, die Xing nicht hat?

LinkedIn hat sich in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Statt Features abzubauen, kamen ständig neue dazu. LinkedIn ist heute eine Mischung aus Karrierenetzwerk, Content-Plattform und Lernportal.

Content-Formate auf LinkedIn (Stand 2026)

Format Beschreibung Verfügbar auf Xing?
Textbeiträge Bis 3.000 Zeichen, mit Bildern oder Dokumenten Stark eingeschränkt
Artikel Langform-Content wie Blogposts Nein
Newsletter Abonnierbar, mit E-Mail-Versand an Follower Nein
Video Kurzvideos im Feed, vertikales Format bevorzugt Nein
Live-Streams Live-Events mit Interaktion Nein
Umfragen Engagement-Format mit bis zu 4 Optionen Nein
Dokumente (Karussells) PDF-Karussells für visuellen Content Nein
Events Virtuelle und physische Events erstellen Nein (abgeschafft)

LinkedIn hat 2025 und 2026 besonders stark in Video investiert. Vertikale Videos erzielen laut LinkedIn bis zu 84 Prozent mehr Engagement als andere Formate. Newsletter können von Seiten mit mehr als 150 Followern erstellt werden und erreichen Abonnenten direkt per E-Mail.

LinkedIn Learning

LinkedIn bietet ausserdem eine integrierte Lernplattform mit tausenden Kursen. Für Premium-Mitglieder inklusive, für andere kostenpflichtig. Xing hat kein vergleichbares Angebot.

Recruiting-Tools

Beide Plattformen bieten Recruiting-Lösungen. Aber LinkedIn Recruiter ist global der Standard. Über 20.000 Recruiter sind zwar auch auf Xing aktiv, die Reichweite von LinkedIn ist aber um ein Vielfaches grösser.

Wer diese Plattformen beruflich nutzen will, ob als Social Media Manager, im Marketing oder im Recruiting, braucht fundiertes Wissen. Die Weiterbildung zum Social Media Manager (IHK) deckt genau diese Themen ab: Plattform-Strategien, Content-Erstellung mit KI-Tools und Community Management.


Welche Plattform ist besser für die Jobsuche?

Für die reine Jobsuche hängt die Antwort von deiner Branche und Region ab.

Xing für die Jobsuche

Xing hat sich komplett auf Jobs fokussiert. Das merkt man. Die Stellensuche ist übersichtlich, die Kununu-Integration zeigt sofort Arbeitgeberbewertungen, und der Gehaltsvergleich hilft bei der Einschätzung. Für den klassischen deutschen Mittelstand, besonders in Verwaltung, Finanzen und Personalwesen, kann Xing noch gute Ergebnisse liefern.

LinkedIn für die Jobsuche

LinkedIn hat den grösseren Stellenmarkt. Internationale Unternehmen, Tech-Firmen, Start-ups und Konzerne sind fast ausschliesslich auf LinkedIn vertreten. Die KI-gestützte Jobempfehlung (seit 2025 verbessert) schlägt passende Stellen vor, basierend auf deinem Profil und deiner Aktivität.

Vergleichstabelle Jobsuche

Kriterium LinkedIn Xing
Anzahl Stellenangebote Sehr hoch Mittel
Internationale Jobs Ja Kaum
KMU Deutschland Gut Gut
Arbeitgeberbewertungen Via Glassdoor-Integration Via Kununu (integriert)
Gehaltsinfos Ja Ja
Initiativbewerbung Easy Apply (1-Klick) Begrenzt
Recruiter-Kontakte Millionen Recruiter weltweit Deutlich weniger im DACH-Raum

Fazit Jobsuche: Wenn du einen Job im DACH-Raum suchst und die klassische Wirtschaft im Blick hast, kann Xing noch ergänzend nützlich sein. Aber LinkedIn allein reicht in den meisten Fällen aus.

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Ist Xing 2026 noch relevant?

Ja, aber nur für einen bestimmten Zweck. Xing ist 2026 relevant als Jobportal mit Kununu-Integration. Nicht mehr, nicht weniger. Für alles andere, Content, Networking, Personal Branding, Branchengruppen, ist LinkedIn die bessere Wahl.

Hier die ehrliche Einschätzung:

Xing lohnt sich noch, wenn du:
- Gezielt im DACH-Raum nach Jobs suchst
- Arbeitgeberbewertungen auf Kununu vergleichen willst
- Bereits ein gut gepflegtes Xing-Profil hast und es passiv laufen lässt

Xing lohnt sich nicht mehr, wenn du:
- Content erstellen und dich als Experte positionieren willst
- International netzwerken willst
- Eine Plattform mit aktiver Community suchst
- Im Marketing, in der Kommunikation oder im Social-Media-Bereich arbeitest

Die Entwicklung der New Work SE (Xings Muttergesellschaft) zeigt die Richtung. Das Unternehmen hat 2024 hohe Restrukturierungskosten von 24,7 Millionen Euro verbucht (New Work SE Halbjahresbericht 2024). Die B2C-Umsätze sind rückläufig. Die Börsennotierung wurde beendet. Das sind keine Zeichen eines aufstrebenden Netzwerks.

Datenschutz und Datenhoheit

Ein Punkt, der in der Diskussion oft untergeht: Wo liegen deine Daten? LinkedIn gehört zu Microsoft und speichert Daten auf Servern weltweit (hauptsächlich in den USA und Europa). Xing ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Hamburg. Die Daten liegen innerhalb der EU. Für manche Nutzer ist das ein relevanter Faktor.

Beide Plattformen bieten eine Datenexport-Funktion an. Du kannst deine Kontakte, Beiträge und Profildaten herunterladen. Bei LinkedIn funktioniert das über die Einstellungen unter "Datenschutz". Bei Xing über "Konto & Sicherheit". Wenn du die Plattform wechseln willst, exportiere vorher deine Daten.

Für berufliche Netzwerke gilt seit der DSGVO: Du hast jederzeit das Recht auf Auskunft, Berichtigung und Löschung deiner Daten. Beide Plattformen setzen das um. Der Unterschied liegt eher in der täglichen Nutzung als im Datenschutz.


Wie nutzt du LinkedIn für deine Karriere am besten?

LinkedIn ist mehr als ein digitaler Lebenslauf. Die Plattform belohnt aktive Nutzer. Hier sind die wichtigsten Hebel:

1. Profil optimieren

Dein LinkedIn-Profil ist deine Landingpage. Ein professionelles Foto, eine aussagekräftige Überschrift (nicht nur dein Jobtitel) und ein klarer "Über mich"-Text machen den Unterschied. Profile mit Foto werden laut LinkedIn 21-mal häufiger angesehen.

2. Content erstellen

Du musst kein Influencer werden. Ein kurzer Beitrag pro Woche reicht. Teile Erfahrungen aus deinem Beruf, kommentiere Branchentrends oder gib praktische Tipps. Der LinkedIn-Algorithmus belohnt Beiträge, die Kommentare auslösen.

3. Netzwerk aufbauen

Vernetze dich gezielt mit Menschen aus deiner Branche. Schick bei Kontaktanfragen eine kurze persönliche Nachricht mit. Das erhöht die Annahmequote deutlich.

4. LinkedIn Learning nutzen

Mit einem Premium-Abo hast du Zugang zu tausenden Videokursen. Abgeschlossene Kurse werden als Zertifikat auf deinem Profil angezeigt.

5. Newsletter starten

Wenn du ein Thema hast, über das du regelmässig schreiben kannst, starte einen LinkedIn-Newsletter. Abonnenten werden per E-Mail benachrichtigt. Das baut eine treue Leserschaft auf, unabhängig vom Algorithmus.

Wer diese Strategien systematisch lernen will, ist in der Weiterbildung zum Social Media Manager (IHK) richtig aufgehoben. Dort lernst du nicht nur LinkedIn, sondern alle relevanten Plattformen, inklusive KI-Tools wie ChatGPT und Canva AI für die Content-Erstellung.


Welche Kosten fallen bei LinkedIn und Xing an?

Beide Plattformen bieten kostenlose Basis-Accounts und kostenpflichtige Premium-Varianten.

Plan LinkedIn Xing
Basis (kostenlos) Profil, Jobsuche, Content erstellen, Vernetzen, Gruppen Profil, Jobsuche, eingeschränkte Nachrichten
Premium Career Ab ca. 30 Euro/Monat: InMail, Profilbesucher sehen, LinkedIn Learning Ab ca. 10 Euro/Monat: Erweiterte Suche, Nachrichten
Premium Business Ab ca. 45 Euro/Monat: Alles aus Career + Business-Insights Nicht verfügbar
Recruiter Ab ca. 100 Euro/Monat Individuell (über Vertrieb)

Wichtig: LinkedIn bietet mit dem kostenlosen Account deutlich mehr als Xing. Du kannst auf LinkedIn ohne einen Cent auszugeben Beiträge schreiben, kommentieren, Artikel veröffentlichen, Newsletter starten und dich vernetzen. Xing schränkt im kostenlosen Account die Nachrichten-Funktion stark ein.

Für die meisten Menschen reicht der kostenlose LinkedIn-Account völlig aus. Premium lohnt sich vor allem, wenn du aktiv auf Jobsuche bist oder LinkedIn Learning nutzen willst.


Xing oder LinkedIn für Marketing und Personal Branding?

Für Marketing und Personal Branding gibt es nur eine Antwort: LinkedIn. Und es ist nicht mal knapp.

Xing hat alle Content-Funktionen abgebaut. Es gibt keinen echten Feed mehr, keine Gruppen, keine Artikel, keine Events. Du kannst dich auf Xing nicht als Experte positionieren, weil es keine Bühne dafür gibt.

LinkedIn ist das Gegenteil. Die Plattform belohnt Content-Ersteller mit Reichweite. Ein guter Beitrag kann tausende Aufrufe bekommen, auch ohne grosse Follower-Zahl. Das macht LinkedIn zur wichtigsten Plattform für B2B-Marketing im DACH-Raum.

Typische LinkedIn-Content-Strategien

Wer Social Media als Beruf ausüben will, braucht genau diese Fähigkeiten. Die Weiterbildung zum Social Media Manager (IHK) vermittelt Plattform-Strategien, Community Management und Content-Erstellung. Auch die Weiterbildung zum Digitalisierungsmanager/in (IHK) bereitet dich auf digitale Plattformen und Automatisierung vor. Mehr dazu im ausführlichen Ratgeber zur Social Media Manager Weiterbildung.


Was bedeutet der Wandel für Jobsuchende?

Wenn du gerade arbeitssuchend bist oder über einen Berufswechsel nachdenkst, solltest du LinkedIn als Priorität behandeln. Hier erreichst du die meisten Recruiter, baust dir ein Netzwerk auf und zeigst, was du kannst.

Xing als Zweitplattform mitzunehmen schadet nicht. Profil aktualisieren, auf "offen für Angebote" stellen, Kununu-Bewertungen lesen. Das dauert 30 Minuten. Aber deine Energie sollte in LinkedIn fliessen.

Der schnellste Weg zum Social-Media-Profi

Social Media ist nicht nur ein Kanal für die Jobsuche. Es ist selbst ein gefragter Beruf. Unternehmen suchen Menschen, die LinkedIn-Strategien umsetzen, Content erstellen und Communities aufbauen können. Als Social Media Manager verdienst du zwischen 38.000 und 55.000 Euro brutto im Jahr (Quelle: Stepstone, Gehalt.de). Auch im Online-Marketing sind Plattformkenntnisse gefragt.

Die Weiterbildung dafür dauert 4 Monate. Komplett online, in kleinen Gruppen mit maximal 18 Teilnehmern. Mit Bildungsgutschein von der Agentur für Arbeit zahlst du keinen Cent. In unserem Ratgeber zum Bildungsgutschein erfährst du, wie du ihn beantragst.


Häufige Fragen

Ist Xing 2026 noch relevant?

Xing ist 2026 als Jobportal mit Kununu-Integration noch nutzbar. Als soziales Netzwerk, für Content oder Networking ist es nicht mehr relevant. LinkedIn hat Xing in allen Bereichen ausser Arbeitgeberbewertungen überholt.

Was ist der grösste Unterschied zwischen Xing und LinkedIn?

Der grösste Unterschied ist der Content-Bereich. LinkedIn bietet Textbeiträge, Artikel, Newsletter, Videos, Events und Umfragen. Xing hat all diese Funktionen seit 2023 abgeschafft und sich auf Stellenangebote und Kununu-Bewertungen konzentriert.

Kann ich Xing komplett durch LinkedIn ersetzen?

Ja, für die meisten Nutzer. LinkedIn bietet alles, was Xing kann, plus deutlich mehr. Einzige Ausnahme: Kununu-Bewertungen sind auf Xing direkt integriert. Aber Kununu ist auch separat nutzbar.

Was kostet LinkedIn Premium?

LinkedIn Premium Career kostet ab circa 30 Euro pro Monat. Es gibt aber auch eine kostenlose Variante, die für die meisten Nutzer ausreicht. Du kannst damit ein Profil anlegen, Content erstellen, dich vernetzen und Jobs suchen.

Welche Plattform ist besser für Recruiter?

LinkedIn, eindeutig. Die Plattform hat weltweit Millionen Recruiter-Profile. Im DACH-Raum sind zwar auch circa 20.000 Recruiter auf Xing aktiv, aber die Reichweite und die Tools von LinkedIn Recruiter sind überlegen.

Lohnt sich ein Xing-Premium-Account noch?

Für die meisten Nutzer nicht. Die wichtigsten Funktionen (Jobsuche, Kununu) sind kostenlos. Wenn du das Geld investieren willst, ist LinkedIn Premium die bessere Wahl, weil du damit auch LinkedIn Learning bekommst.

Wie lerne ich LinkedIn professionell zu nutzen?

Der effektivste Weg ist eine strukturierte Weiterbildung. In der Weiterbildung zum Social Media Manager (IHK) lernst du in 4 Monaten LinkedIn-Strategie, Content-Erstellung und Community Management. Mit Bildungsgutschein kostenlos.

Wie viele Menschen in Deutschland nutzen LinkedIn?

Laut einer YouGov-Studie vom Februar 2026 nutzen 15 Prozent der Verbraucher in Deutschland LinkedIn. Das entspricht rund 22 Millionen Mitgliedern im DACH-Raum. LinkedIn wächst weiterhin, während Xing stagniert.


Du willst Social Media nicht nur nutzen, sondern zum Beruf machen? Die Weiterbildung zum Social Media Manager mit KI-Tools (IHK) bringt dich in 4 Monaten ans Ziel. Komplett online, mit IHK-Zertifikat, 100 % kostenlos mit Bildungsgutschein. Social Media Manager verdienen zwischen 38.000 und 55.000 Euro brutto im Jahr. Jetzt informieren.

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