Der Titel klingt nach Chefetage. Die Arbeit beginnt trotzdem oft bei einer Tabelle: Welche Anzeige hat gestern wie viele Anfragen gebracht, und was hat jede einzelne gekostet?
Wer ohne Studium einsteigen will und arbeitsuchend ist, kann das über eine geförderte Weiterbildung tun: bei SkillSprinters die Weiterbildung Online Marketing und Social Media Manager mit KI mit 720 Unterrichtseinheiten oder kompakter die Fachkraft für KI-gestütztes Online Marketing mit 360 Unterrichtseinheiten. Beide lassen sich über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit finanzieren; ob die Agentur ihn ausstellt, entscheidet sie im Einzelfall.
Was macht ein Online-Marketing-Manager?
Die Bundesagentur für Arbeit fasst die Aufgabe in ihrem Berufelexikon BERUFENET so zusammen: Online-Marketing-Manager entwickeln Maßnahmen, um Marktanteile und neue Kunden zu gewinnen, eine Marke attraktiver zu machen oder Geschäftsprozesse zu verbessern. Sie betreuen das Geschäft mit Endkunden ebenso wie das mit Firmenkunden, steuern neben dem Inhalt auch die technische Umsetzung und tragen je nach Stelle Budget- und Personalverantwortung. Auffällig ist, wie nah die Beschreibung am Onlinehandel liegt. Dazu gehört auch, Verkaufsplattformen kundenfreundlicher zu machen und Bestellung, Zahlung und Retouren zu vereinfachen.
Im Arbeitsalltag heißt das zum Beispiel:
- Marketingaktivitäten planen und umsetzen, dazu Markt- und Wettbewerbsanalysen durchführen
- Konzepte für Kundenbindung und Neukundengewinnung entwickeln
- den Erfolg jeder Maßnahme kontrollieren und in Reportings festhalten
- das Kundenverhalten in sogenannten Customer Journey Maps dokumentieren und auswerten, auch mit KI-gestützter Software
- Kunden online beraten, per E-Mail, Chat oder über soziale Netzwerke
Typisch ist die Rolle an der Schnittstelle. BERUFENET beschreibt Online-Marketing-Manager als Projektleiter zwischen Technik, Marketing und Vertrieb, die die Arbeit von Textern, Content-Managern, Grafikern und Programmierern koordinieren. Gearbeitet wird meist im Büro, je nach Arbeitgeber auch im Homeoffice.
Wer vor allem gern Beiträge gestaltet, ist im Social-Media-Management besser aufgehoben. Der Online-Marketing-Manager denkt in Budgets und Kennzahlen.
Die Kanäle im Arbeitsalltag
Welche Kanäle im Vordergrund stehen, hängt vom Arbeitgeber ab. Die Kompetenzliste in BERUFENET reicht von Suchmaschinenmarketing über Content-Marketing bis zu Affiliate-Marketing und datengetriebenem Marketing. Im Überblick:
| Kanal | Worum es geht |
|---|---|
| Suchmaschinenoptimierung (SEO) | Inhalte und Technik der Website so gestalten, dass sie in den unbezahlten Suchergebnissen weit oben erscheint |
| Suchmaschinenwerbung (SEA) | bezahlte Anzeigen in Suchmaschinen, die bei passenden Suchbegriffen erscheinen |
| Social Media und Social Ads | eigene Beiträge und bezahlte Anzeigen in sozialen Netzwerken |
| E-Mail-Marketing | Newsletter und automatisierte Mailstrecken an Kunden, die eingewilligt haben |
| Content-Marketing | Ratgeber, Videos oder Podcasts, die Interessenten von selbst anziehen |
| Affiliate-Marketing | Partner bewerben Produkte und erhalten eine Provision je Verkauf |
| Webanalyse | messen, welcher Kanal wie viele Besucher, Anfragen und Verkäufe bringt |
Ein Onlineshop lebt meist von Suchmaschinen, Anzeigen und E-Mail. Ein Industriebetrieb, der an andere Firmen verkauft, setzt eher auf Fachinhalte und berufliche Netzwerke, weil seine Kunden lange vergleichen, bevor sie anfragen.
Künstliche Intelligenz verändert vor allem die Produktion: erste Textentwürfe, Bildvarianten, Anzeigenvarianten, Auswertungen. BERUFENET nennt KI-basierte Software ausdrücklich als Werkzeug, um Kundenverhalten zu analysieren und daraus Änderungen abzuleiten. Unsere Einschätzung aus dem Unterricht ist trotzdem nüchtern. Die Werkzeuge machen schneller, nehmen aber niemandem die Entscheidung ab, welches Ziel eine Kampagne hat und ob die Zahlen am Ende stimmen. Wer beides kann, Werkzeuge bedienen und Ergebnisse prüfen, hat im Bewerbungsgespräch das stärkere Argument.
Was verdient ein Online-Marketing-Manager?
Der Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zeigt die Werte für die Berufsgruppe, der BERUFENET den Online-Marketing-Manager zuordnet: Berufe in Werbung und Marketing mit komplexen Spezialistentätigkeiten (Klassifikation der Berufe 92113). Ausgewiesen wird das mittlere Bruttomonatsentgelt (Median) sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter, zuletzt für das Jahr 2025.
| Beschäftigte in Vollzeit (Deutschland, 2025) | Median brutto im Monat |
|---|---|
| alle Altersgruppen | 5.546 Euro |
| unter 25 Jahre | 3.352 Euro |
| 25 bis unter 55 Jahre | 5.440 Euro |
| ab 55 Jahre | 7.428 Euro |
Die mittlere Hälfte der Beschäftigten lag zwischen 4.164 und 7.472 Euro im Monat. Dazu gehören zwei Einschränkungen. Die Gruppe ist breit: Im Entgeltatlas stehen dahinter rund 124.000 Vollzeitbeschäftigte aus allen Bereichen von Werbung und Marketing, nicht nur aus dem Online-Marketing. Und der Median sagt nichts über die Branche: Wer bei einem Industriekonzern arbeitet, verdient in der Regel anders als in einer kleinen Agentur.
Einen zweiten Anhaltspunkt liefert BERUFENET selbst. Als Beispiel für eine tarifliche Bruttogrundvergütung nennt es 3.606 bis 4.283 Euro im Monat, aus der Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales.
Das Gehalt hängt nach unserer Einschätzung weniger am Titel als an der Verantwortung. Wer ein eigenes Werbebudget steuert und belegen kann, was es gebracht hat, verhandelt anders als jemand, der Beiträge einplant.
Wege in den Beruf
Einen vorgeschriebenen Weg gibt es nicht. Laut BERUFENET erwarten Arbeitgeber häufig eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung oder ein entsprechendes Studium, und manche verlangen zusätzlich mehrjährige Berufserfahrung im Fach.
Über eine kaufmännische Ausbildung
Als Zugangsberufe nennt BERUFENET unter anderem den Kaufmann für Marketingkommunikation, den Kaufmann im E-Commerce und den Kaufmann für Dialogmarketing. Wer danach in die Führung will, kann sich mit einer Aufstiegsfortbildung weiterqualifizieren, zum Beispiel zum Geprüften Fachwirt für Marketing (Bachelor Professional in Marketing) oder zum Geprüften Fachwirt im E-Commerce.
Über ein Studium
Als Studienfächer für den Zugang nennt BERUFENET unter anderem Betriebswirtschaftslehre, Marketing und Vertrieb, Handelsbetriebswirtschaft, Wirtschaftsinformatik und internetbasierte Systeme. Ein Studium bringt das betriebswirtschaftliche Fundament; die Arbeit mit Werbekonten und Analysewerkzeugen lernt man dann im Job oder in Praktika dazu.
Über eine geförderte Weiterbildung
Für Quereinsteiger und Arbeitsuchende ist eine Weiterbildung der kürzeste Weg. Bei SkillSprinters gibt es dafür zwei Kurse, beide nach AZAV zugelassen und live online.
Die Weiterbildung Online Marketing und Social Media Manager mit KI umfasst 720 Unterrichtseinheiten in 13 Modulen, in Vollzeit über rund 4 Monate oder in Teilzeit vormittags über rund 29 Wochen. Neben Social Media gehören „Paid Social: Social Advertising mit Meta Ads“, „Suchmaschinenwerbung mit Google Ads (SEA)“, „Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Content-SEO mit KI“, „E-Mail-Marketing und Marketing-Automation“ und „Web-Analyse, KPIs und datenbasierte Kampagnensteuerung“ dazu, also fast alles, was oben in der Kanaltabelle steht.
Die Fachkraft für KI-gestütztes Online Marketing ist mit 360 Unterrichtseinheiten in 9 Modulen halb so lang: 40 Unterrichtstage in Vollzeit oder 72 Vormittage in Teilzeit. Sie konzentriert sich auf das Handwerk, etwa mit „Werbekampagnen und Automatisierung“, „SEO mit Künstlicher Intelligenz“ und „Datenanalyse und Performance-Messung“.
Gefördert werden beide über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit. Mit bewilligtem Bildungsgutschein zahlst du für den Lehrgang 0 Euro, ob und für welchen Kurs die Agentur den Gutschein ausstellt, entscheidet sie im Einzelfall. Erste Anlaufstelle ist dein Ansprechpartner in der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter, die Agentur erreichst du auch über ihre kostenfreie Servicenummer 0800 4 5555 00. Abschluss ist jeweils ein Trägerzertifikat von SkillSprinters, kein IHK-Zeugnis, und eine Vermittlung in Arbeit können wir nicht garantieren.
Ehrlich gesagt: Mit einem Trägerzertifikat bist du nicht am ersten Arbeitstag Online-Marketing-Manager mit eigenem Budget. Realistisch ist der Einstieg als Fachkraft oder Junior im Online-Marketing, und der Manager-Titel kommt mit den Ergebnissen, die du vorzeigen kannst. Deshalb arbeiten beide Kurse auf ein Praxisprojekt hin, das du am Ende einer Jury präsentierst und danach in Bewerbungen zeigen kannst. Ein selbst gebautes Projekt sagt einem Arbeitgeber mehr als jedes Zertifikat, davon sind wir überzeugt. Wer sich zwischen den beiden Kursen nicht entscheiden kann, sollte auf die verfügbare Zeit schauen. Die Fachkraft ist nach 40 Unterrichtstagen in Vollzeit fertig, der Social Media Manager deckt in vier Monaten deutlich mehr Kanäle ab, einschließlich Recht im Online-Marketing.
Wie der Weg in den Beruf mit einer Weiterbildung konkret aussieht, besprechen wir gern mit dir: über unser Kontaktformular oder unter 0160 1215470 (Mo bis Fr, 8:30 bis 15:00 Uhr).
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zum Social Media Manager?
Der Social Media Manager konzipiert, plant und betreut die Auftritte eines Unternehmens in sozialen Netzwerken, so beschreibt es die Bundesagentur für Arbeit. Der Online-Marketing-Manager verantwortet dagegen alle Onlinekanäle zusammen, von der Suchmaschine bis zum Onlineshop. Die Bundesagentur ordnet beide derselben Berufsgruppe zu, Werbung und Marketing auf Spezialistenniveau.
Kann man ohne Studium Online-Marketing-Manager werden?
Ja. Die Bundesagentur für Arbeit nennt als Zugang neben einem Studium auch eine kaufmännische Aus- oder Weiterbildung, etwa als Kaufmann für Marketingkommunikation oder im E-Commerce. Quereinsteiger können mit einer Weiterbildung im Online-Marketing beginnen und über erste Stellen in die Manager-Rolle hineinwachsen.
Gibt es eine geförderte Weiterbildung zum Online-Marketing-Manager?
Bei SkillSprinters gibt es die Weiterbildung Online Marketing und Social Media Manager mit KI mit 720 Unterrichtseinheiten und die kompaktere Fachkraft für KI-gestütztes Online Marketing mit 360 Unterrichtseinheiten. Beide sind nach AZAV zugelassen und können über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden; ob die Agentur den Gutschein ausstellt, entscheidet sie im Einzelfall. Abschluss ist jeweils ein Trägerzertifikat.
Reicht ein Trägerzertifikat für Bewerbungen?
Ein Trägerzertifikat weist die Inhalte und Unterrichtseinheiten der Weiterbildung aus, ein IHK-Zeugnis ist es nicht. Wie viel es zählt, entscheidet der Arbeitgeber; überzeugen kann vor allem, was du im Kurs selbst gebaut hast, etwa das Praxisprojekt. Eine Vermittlung in Arbeit können wir nicht garantieren.
Ist Online-Marketing gefragt?
Die Bundesagentur für Arbeit erwartet in ihrem Berufsdossier, dass die Zahl der Erwerbstätigen in der Berufsgruppe Werbung und Marketing von 2023 bis 2040 zunimmt. Eine sichere Stelle ist das für niemanden; gefragt sind vor allem Leute, die Kampagnen aufsetzen und ihre Wirkung belegen können.
Quellen
- Bundesagentur für Arbeit, BERUFENET: Onlinemarketing-Manager/in (Aufgaben, Zugang, Verdienst, Kompetenzen), web.arbeitsagentur.de/berufenet
- Bundesagentur für Arbeit, Entgeltatlas: Berufe in Werbung und Marketing, komplexe Spezialistentätigkeiten (KldB 92113), Deutschland, Stand 2025, web.arbeitsagentur.de/entgeltatlas
- Bundesagentur für Arbeit, Presseinfo Nr. 27 vom 20.07.2026: Entgelte der Vollzeitbeschäftigten 2025, arbeitsagentur.de
- § 81 SGB III (Bildungsgutschein): gesetze-im-internet.de
Zuletzt geprüft am 16.10.2026.