OpenAI hat die Übernahme von NextSlide am 8. August 2026 öffentlich bestätigt, die Berichterstattung folgte am 9. August 2026. NextSlide wandelte Eingaben, Notizen, Dokumente und Recherchen in fertige, bearbeitbare Präsentationen um. Gegründet wurde das Unternehmen im April 2025 von Ahmed Beshry, der es elf Monate führte und im März 2026 zu OpenAI wechselte. Die finanziellen Bedingungen wurden nicht offengelegt. Das Team arbeitet direkt an ChatGPT.
Der Gründer von NextSlide sitzt seit März 2026 bei OpenAI, bestätigt wurde die Übernahme erst am 8. August 2026.
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Was gekauft wurde
NextSlide hat eine Aufgabe bearbeitet, die in Büros täglich anfällt: aus Eingaben, Notizen, Dokumenten und Recherchen eine fertige Präsentation machen, die sich anschließend weiter bearbeiten lässt. Ahmed Beshry gründete das Unternehmen im April 2025 und führte es elf Monate. Im März 2026 wechselte er zu OpenAI, die Übernahme selbst wurde erst fünf Monate später bestätigt.
Die Reihenfolge fällt auf. Was zwischen dem Wechsel des Gründers und der öffentlichen Bestätigung vertraglich galt, ist nicht bekannt, und die Berichterstattung nennt dazu nichts.
Was der Kauf gekostet hat, ist ebenfalls nicht bekannt. Offengelegt wurde, dass das Team direkt an ChatGPT arbeitet.
Ein Büroprogramm, Baustein für Baustein
TheNextWeb ordnet den Kauf als weiteren Schritt in einer erkennbaren Reihe ein: Dokumente, Canvas, Dateiverarbeitung und jetzt Präsentationen. Diese Einordnung stammt aus der Berichterstattung und ist keine Aussage von OpenAI. Dasselbe gilt für die dort gezogene Verbindung zu PowerPoint, Google Slides und Canva, die eine Bewertung der Wettbewerbslage darstellt.
Eine Zeile aus derselben Berichterstattung verdient trotzdem Aufmerksamkeit. Microsoft ist zugleich größter Geldgeber von OpenAI und Anbieter des Produkts, das NextSlide ersetzen wollte.
Für Betriebe ist das die Vorgeschichte einer Rechnung, die bisher niemand aufgemacht hat.
Zum Zeitpunkt der Recherche lagen weder ein Termin noch ein Funktionsumfang für die Folienfunktion in ChatGPT vor. Bekannt ist bislang die Richtung der Entwicklung, noch nicht das fertige Produkt.
Die Lizenzfrage, die daraus folgt
In vielen mittelständischen Betrieben laufen zwei Dinge parallel. Microsoft 365 ist seit Jahren im Haus, meist über einen Jahresvertrag pro Arbeitsplatz. Daneben sind in den vergangenen zwei Jahren ChatGPT-Zugänge dazugekommen, oft zunächst für ein paar Leute, dann für die halbe Mannschaft. Solange die beiden Werkzeuge verschiedene Aufgaben erledigt haben, war das nachvollziehbar. Wenn ChatGPT anfängt, Folien zu bauen, Dokumente zu schreiben und Dateien zu verarbeiten, überlappen sich die Leistungsbeschreibungen. Bezahlt wird dann für dieselbe Aufgabe zweimal, in zwei Verträgen mit unterschiedlichen Laufzeiten. Wer das merkt, merkt es meist erst bei der nächsten Verlängerung, und dann ist der eine Vertrag gerade um zwölf Monate weitergelaufen. Ein kurzer Blick in die eigene Lizenzübersicht kostet eine halbe Stunde und beantwortet die Frage, bevor sie teuer wird.
Ein Wechsel ist damit nicht gesagt. Microsoft 365 hängt in den meisten Betrieben an Postfächern und Dateiablage, daran ändert eine Folienfunktion im Chatfenster nichts. Die brauchbare Frage ist enger gestellt: Welche der später dazugekauften Zusatzlizenzen zahlt man noch, obwohl die Aufgabe inzwischen woanders erledigt wird?
Unsere Einschätzung
Folien aus einem Dokument zu erzeugen funktioniert gut, solange das Dokument gut ist.
Genau da liegt in den meisten Betrieben der Engpass. Wir sehen bei Teilnehmern regelmäßig, dass die Präsentation nicht am Layout scheitert, sondern daran, dass vorher niemand aufgeschrieben hat, was eigentlich gesagt werden soll. Ein Werkzeug, das aus zwei Stichpunkten zwanzig Folien macht, verstärkt dieses Problem, statt es zu lösen. Es entstehen Foliensätze, die nach Arbeit aussehen und im Termin nichts tragen.
Nützlich wird die Funktion dort, wo die Substanz schon vorliegt: ein Protokoll oder eine Auswertung, aus der jemand eine Fassung für den Kunden braucht. Diese Übersetzungsarbeit kostet heute Stunden und ist reine Formatierung. Wer sie abgibt, gewinnt echte Zeit. Wer erwartet, dass ein Werkzeug den fehlenden Gedanken liefert, wird enttäuscht, unabhängig davon, welcher Anbieter ihn verkauft. Der brauchbare Test dafür dauert zehn Minuten: das letzte Angebot nehmen, das ohnehin geschrieben wurde, und daraus einen Foliensatz erzeugen lassen. Kommt etwas Vorzeigbares heraus, war das Angebot gut. Kommt Füllmaterial heraus, liegt die Arbeit vor dem Werkzeug und nicht darin. Wie sich Präsentationswerkzeuge mit KI im Alltag schlagen, haben wir in einem eigenen Ratgeber zu KI-Präsentationen ausführlicher beschrieben.
Quellen
Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 12. August 2026):
- TheNextWeb: OpenAI buys NextSlide as it builds an office suite inside ChatGPT
- Forbes: OpenAI bought a presentation startup, what does it mean for your job
- Medianama: OpenAI acquires presentation firm NextSlide, its team joins ChatGPT
- Dataconomy: OpenAI acquires presentation startup NextSlide
Häufige Fragen
Was hat OpenAI übernommen?
OpenAI hat das Unternehmen NextSlide übernommen, das aus Eingaben, Notizen, Dokumenten und Recherchen fertige, bearbeitbare Präsentationen erzeugte. Die Übernahme wurde am 8. August 2026 öffentlich bestätigt, die Berichterstattung folgte am 9. August. Finanzielle Bedingungen wurden nicht offengelegt.
Seit wann arbeitet das Team bei OpenAI?
NextSlide wurde im April 2025 von Ahmed Beshry gegründet. Er führte das Unternehmen elf Monate und wechselte im März 2026 zu OpenAI. Das Team arbeitet nach Aussage des Gründers dort an ChatGPT.
Kann ChatGPT damit PowerPoint ersetzen?
Die Einordnung, dass ChatGPT damit in den Wettbewerb zu PowerPoint, Google Slides und Canva tritt, stammt aus der Berichterstattung und ist keine Unternehmensaussage. In der Praxis hängen Microsoft 365 und vergleichbare Pakete in den meisten Betrieben an Postfächern und Dateiablage, daran ändert eine Folienfunktion im Chatfenster nichts.
Worauf sollte ein Betrieb jetzt achten?
Auf Überschneidungen bei den Lizenzen. Wenn ChatGPT Folien baut, Dokumente schreibt und Dateien verarbeitet, überlappen sich die Leistungsbeschreibungen mit bereits bezahlten Paketen. Ein Blick in die eigene Lizenzübersicht klärt, welche später dazugekaufte Zusatzlizenz noch bezahlt wird, obwohl die Aufgabe inzwischen woanders erledigt wird.
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Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026. Stand der Recherche: 12. August 2026.