Auf die Schnelle

Google hat am 4. August 2026 per E-Mail angekündigt, den Google Assistant ab dem 4. September 2026 auf Android-Telefonen, Tablets, Wear-OS-Uhren, Kopfhörern und in Android Auto abzuschalten. Nachfolger ist Gemini. Der Rollout kann mehrere Wochen dauern, eine Rückkehr zum Assistant ist nicht vorgesehen. In Fahrzeugen mit "Google built-in" läuft der Assistant vorerst weiter.

Wer im Betrieb Sprachbefehle nutzt, um Termine anzulegen, Anrufe zu starten oder Notizen zu diktieren, sollte sich den 4. September 2026 vormerken. Ab diesem Tag beginnt Google, den Assistant abzuschalten.

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Was Google angekündigt hat

Die Nachricht kam am 4. August 2026 per E-Mail an bestehende Nutzer, mit einer klaren Ansage im Kern: der Google Assistant verschwindet von mobilen Geräten. Betroffen sind Android-Telefone und Tablets, Uhren mit Wear OS, Kopfhörer und Android Auto, soweit es vom Telefon gespiegelt wird.

Die Umstellung beginnt am 4. September 2026 und kann mehrere Wochen dauern, bis sie alle Geräte erreicht. Danach übernimmt Gemini die Assistenzfunktionen. Ein Wechsel zurück ist nicht vorgesehen.

Eine Ausnahme gibt es. In Fahrzeugen mit "Google built-in", also mit fest eingebautem Google-System statt gespiegeltem Telefon, funktioniert der Assistant über den 4. September hinaus weiter. Ein Enddatum dafür hat Google nicht genannt.

Parallel wandert Gemini auf Google TV, auf Google-Home-Lautsprecher und auf Smart Displays. Ursprünglich war die Abschaltung schon für 2025 geplant und wurde verschoben.

Warum das mehr ist als ein Namenswechsel

Der alte Assistant war im Kern eine Befehlsmaschine. Er kannte eine begrenzte Zahl von Mustern, und innerhalb dieser Muster tat er jedes Mal dasselbe. "Timer 20 Minuten" ergab einen Timer über 20 Minuten, gestern, heute und morgen.

Ein Sprachmodell arbeitet anders. Es versteht deutlich mehr, formuliert freier und kann Zusammenhänge herstellen, die dem alten Assistant fremd waren. Dafür arbeitet es mit Wahrscheinlichkeiten, und das heißt: dieselbe Anweisung kann in seltenen Fällen unterschiedlich ausgelegt werden.

Für eine Frage nach dem Wetter spielt das keine Rolle. Für eine Routine, die im Betrieb hundertmal am Tag identisch ablaufen muss, schon.

Was du im Betrieb vorher prüfen solltest

Erster Schritt ist eine ehrliche Bestandsaufnahme. Welche Sprachbefehle laufen bei euch tatsächlich, und wer nutzt sie?

In der Praxis fällt das meist in wenige Kategorien. Der Außendienst diktiert Besuchsnotizen im Auto. Im Lager werden Bestände per Sprache abgefragt, weil die Hände voll sind. Im Handwerk startet jemand einen Anruf über die Uhr, während er auf der Leiter steht. In der Pflege wird zwischen zwei Terminen eine Dokumentation eingesprochen. Und in fast jedem Büro gibt es mindestens einen, der Termine per Sprache anlegt, weil Tippen am Telefon zu lange dauert.

Nimm diese Liste und teste sie eine Woche vor dem Stichtag mit Gemini gegen. Einmal reicht dafür nicht. Es zählt die Situation, in der die Routine normalerweise läuft, also mit Hintergrundgeräusch, mit Handschuhen, im fahrenden Auto. Was dabei durchfällt, braucht bis September einen Ersatzweg.

Der Punkt, den die meisten übersehen

Sprachassistenz auf dem Privattelefon eines Mitarbeiters war nie eine belastbare Betriebsgrundlage. Der Termin macht das nur sichtbar.

Wir sehen das bei Teilnehmern regelmäßig: ein Arbeitsschritt hat sich über Jahre eingeschlichen, weil er praktisch war, und niemand hat je entschieden, dass er so laufen soll. Dann ändert der Anbieter etwas, und plötzlich merkt der Betrieb, dass ein Teil seiner Dokumentation an einer Verbraucherfunktion hing, über die er keine Kontrolle hat. Das gilt für Sprachassistenten genauso wie für Chatverläufe, in denen wichtige Notizen liegen.

Wer Diktate für Dokumentation nutzt, fährt mit einem Werkzeug besser, das der Betrieb selbst auswählt und dessen Bedingungen er kennt. Wie das für Telefonate aussieht, steht im Beitrag über KI-gestützte Telefonnotizen, für den eingehenden Kanal im Beitrag zum KI-Telefonassistenten für kleine Betriebe.

Und der Datenschutz?

An der Rechtslage ändert der Anbieterwechsel nichts, an der Praxis schon. Wenn ein Mitarbeiter eine Notiz einspricht, in der ein Kundenname, eine Adresse oder eine Diagnose vorkommt, werden personenbezogene Daten verarbeitet. Das war beim Assistant so und ist es bei Gemini genauso.

Entscheidend ist, auf welcher Grundlage das geschieht und ob der Betrieb sie benennen kann. Verbraucherdienste sind dafür selten die passende Umgebung, besonders wenn besondere Kategorien nach Artikel 9 DSGVO betroffen sind, etwa Gesundheitsdaten. Das ist keine Rechtsberatung und ersetzt keine Prüfung im Einzelfall, aber es ist die Frage, die vor dem Stichtag auf den Tisch gehört.

Der 4. September ist insofern ein brauchbarer Anlass. Nicht weil Gemini schlechter wäre, sondern weil ohnehin jemand die Sprachroutinen durchgehen muss.

Quellen

Die genannten Angaben stützen sich auf folgende öffentlich zugängliche Quellen (Stand der Recherche: 7. August 2026):

Häufige Fragen

Wann wird der Google Assistant abgeschaltet?

Die Abschaltung beginnt am 4. September 2026. Google hat sie am 4. August 2026 per E-Mail an bestehende Nutzer angekündigt. Der Rollout kann mehrere Wochen dauern, bis er alle Geräte erreicht.

Welche Geräte sind betroffen?

Android-Telefone und Tablets, Wear-OS-Uhren, Kopfhörer und Android Auto, soweit es vom Telefon gespiegelt wird. In Fahrzeugen mit „Google built-in“ läuft der Assistant über den 4. September 2026 hinaus weiter. Ein Enddatum dafür hat Google nicht genannt.

Kann ich zum Google Assistant zurückwechseln?

Nein. Nach der Umstellung ist eine Rückkehr nicht vorgesehen. Gemini übernimmt die Assistenzfunktionen und wird zusätzlich auf Google TV, Google-Home-Lautsprechern und Smart Displays ausgerollt.

Was sollten Betriebe vor dem Stichtag prüfen?

Zuerst eine Bestandsaufnahme, welche Sprachbefehle im Betrieb tatsächlich genutzt werden, etwa Diktate im Außendienst, Bestandsabfragen im Lager oder Anrufe über die Uhr. Diese Abläufe eine Woche vorher mit Gemini gegentesten, und zwar unter realen Bedingungen mit Hintergrundgeräusch. Was durchfällt, braucht einen Ersatzweg.

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Zuletzt aktualisiert: 8. August 2026. Stand der Recherche: 7. August 2026.