Das Wichtigste in Kürze

Warum der Vergleich Make vs Zapier 2026 so wichtig ist

Make vs Zapier ist eine der häufigsten Fragen, wenn es um Prozessautomatisierung geht. Ob im Marketing, Vertrieb oder Kundenservice: Automatisierungstools sparen Zeit und reduzieren Fehler. Laut einer Studie von McKinsey (2023) lassen sich rund 60 Prozent aller Tätigkeiten teilweise automatisieren. Doch welches Tool ist das richtige?

Beide Plattformen verfolgen unterschiedliche Ansätze. Zapier setzt auf Einfachheit und breite App-Abdeckung. Make dagegen bietet tiefere Kontrolle und komplexere Workflows. Die richtige Wahl hängt von deinen Anforderungen, deinem Budget und deinem technischen Hintergrund ab.

In diesem Vergleich schauen wir uns Funktionen, Preise, Bedienung und typische Anwendungsfälle an. So kannst du eine fundierte Entscheidung treffen.

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Was ist Make und was ist Zapier?

Make (ehemals Integromat) ist eine visuelle Automatisierungsplattform. Du verbindest Apps per Drag-and-Drop in einem Flowchart-Editor. Jeder Schritt wird als Modul dargestellt. So siehst du auf einen Blick, wie Daten durch deinen Workflow fließen.

Zapier ist ein Automatisierungstool, das Apps über sogenannte "Zaps" verbindet. Ein Zap besteht aus einem Trigger (Auslöser) und einer oder mehreren Actions (Aktionen). Die Einrichtung funktioniert schrittweise in einer linearen Oberfläche.

Beide Tools richten sich an Nutzer ohne Programmierkenntnisse. Der Unterschied liegt im Detailgrad: Make erlaubt komplexere Logiken, Zapier ist schneller aufgesetzt.

Wie unterscheiden sich die Preise von Make und Zapier?

Make ist bei hohem Automatisierungsvolumen deutlich günstiger als Zapier. Der entscheidende Unterschied liegt im Abrechnungsmodell.

Preisvergleich (Stand 2026)

Merkmal Make Zapier
Kostenloser Plan 1.000 Operationen/Monat 100 Tasks/Monat
Einstiegsplan ca. 10 USD/Monat (10.000 Ops) ca. 20 USD/Monat (750 Tasks)
Mittelklasse ca. 19 USD/Monat (Pro) ca. 70 USD/Monat (Team)
Enterprise Auf Anfrage Auf Anfrage
Abrechnung Pro Operation (jedes Modul zählt) Pro Task (Trigger ist kostenlos)

Quellen: Make Pricing, Zapier Pricing

Wichtig zu verstehen: Bei Make zählt jeder Schritt in einem Workflow als eine Operation. Ein Workflow mit 5 Modulen verbraucht also 5 Operationen pro Durchlauf. Bei Zapier zählt ein kompletter Zap-Durchlauf als ein Task, egal wie viele Schritte er hat. Der Trigger selbst ist kostenlos.

Trotzdem ist Make in den meisten Szenarien günstiger. Für 10.000 Operationen zahlst du bei Make rund 10 USD im Monat. Für vergleichbare Automatisierungen brauchst du bei Zapier schnell den 70 USD Team-Plan.

Welche Funktionen bieten Make und Zapier im Vergleich?

Make bietet mehr Flexibilität bei der Workflow-Gestaltung. Zapier punktet bei der Anzahl verfügbarer App-Integrationen.

Funktionsvergleich

Funktion Make Zapier
App-Integrationen ca. 2.800 8.000+
Workflow-Design Visueller Flowchart (Drag-and-Drop) Linearer Schritt-für-Schritt-Editor
Verzweigungen (If/Else) Ja, mit Routern und Filtern Ja, mit Paths (ab Professional)
Schleifen Ja (Iterator/Aggregator) Eingeschränkt (Looping by Zapier)
Fehlerbehandlung Umfangreich (Error Handler pro Modul) Einfach (Auto-Retry, Notifications)
HTTP/API-Aufrufe Ja (HTTP-Modul, Webhooks) Ja (Webhooks by Zapier)
Datenverarbeitung Fortgeschritten (JSON, Arrays, Regex) Basis (Formatter, Lookup Tables)
KI-Integration OpenAI, Claude, etc. als Module OpenAI, Claude + eigener AI Chatbot
Mindestintervall (Free) 15 Minuten 15 Minuten
DSGVO/EU-Server Ja (EU-Rechenzentrum wählbar) Nein (US-Server)

Make: Stärken und Schwächen

Stärken:
- Visueller Builder zeigt Datenfluss auf einen Blick
- Komplexe Logik mit Routern, Filtern und Iteratoren
- Deutlich günstiger bei hohem Volumen
- EU-Server verfügbar (relevant für DSGVO-Konformität)
- Tiefere API-Anbindung pro App (z. B. 84 Aktionen für Xero, Zapier nur 25)

Schwächen:
- Steilere Lernkurve als Zapier
- Weniger App-Integrationen (2.800 vs. 8.000+)
- Community und Tutorials kleiner als bei Zapier
- Fehlgeschlagene Durchläufe verbrauchen trotzdem Operationen

Zapier: Stärken und Schwächen

Stärken:
- 8.000+ App-Integrationen (breiteste Abdeckung am Markt)
- Intuitive Einrichtung, auch für Nicht-Techniker
- Umfangreiche Tutorials und aktive Community
- AI-Features (Chatbots, AI Actions) direkt integriert
- Tables, Interfaces und Forms als Zusatztools im gleichen Plan

Schwächen:
- Deutlich teurer bei hohem Volumen
- Linearer Editor begrenzt bei komplexen Workflows
- Keine EU-Server (Datenverarbeitung in den USA)
- Schleifen und fortgeschrittene Datenverarbeitung eingeschränkt

Ist Make oder Zapier besser für Einsteiger?

Zapier ist für Einsteiger die bessere Wahl. Die lineare Oberfläche führt dich Schritt für Schritt durch die Erstellung eines Workflows. Du wählst einen Trigger, verbindest eine App und legst die Aktion fest. In wenigen Minuten steht dein erster Zap.

Make dagegen setzt dich vor eine leere Arbeitsfläche. Du ziehst Module per Drag-and-Drop und verbindest sie manuell. Das gibt dir mehr Kontrolle, erfordert aber ein Grundverständnis für Datenflüsse. Wer zum ersten Mal mit Automatisierung arbeitet, braucht bei Make etwas mehr Einarbeitungszeit.

Tipp: Wenn du Automatisierung von Grund auf lernen willst, starte mit Zapier. Sobald du die Grundlagen verstanden hast, wechsle zu Make für komplexere Projekte. In der Weiterbildung zum Digitalisierungsmanager/in (IHK) lernst du beide Ansätze kennen und kannst danach selbst entscheiden, welches Tool zu deinen Anforderungen passt.

Wann lohnt sich Make und wann Zapier?

Die Entscheidung hängt von drei Faktoren ab: Komplexität, Budget und Teamgröße.

Make ist die bessere Wahl, wenn du ...

Zapier ist die bessere Wahl, wenn du ...

Typische Anwendungsfälle

Szenario Empfehlung Grund
Neue E-Mail-Leads automatisch in CRM eintragen Zapier Einfach, schnell aufgesetzt
Social Media Posts auf 5 Plattformen planen Zapier Breite App-Abdeckung
Eingehende Formulare prüfen, aufteilen und an verschiedene Teams routen Make Verzweigungen und Filter nötig
Rechnungen automatisch erstellen, prüfen und versenden Make Komplexe Datenverarbeitung
KI-gestützte Prozesse mit mehreren API-Aufrufen Make HTTP-Modul und Fehlerbehandlung
WhatsApp-Nachrichten basierend auf CRM-Status versenden Make Router und bedingte Logik

Was ist mit n8n als Alternative?

Neben Make und Zapier gibt es noch n8n als dritte Option. n8n ist ein Open-Source-Automatisierungstool, das du selbst hosten kannst. Es bietet ähnliche Funktionen wie Make, ist aber komplett kostenlos in der Self-Hosted-Variante.

Der Nachteil: Du brauchst einen eigenen Server und technisches Know-how für Installation und Wartung. Für Teams ohne IT-Abteilung ist n8n daher weniger geeignet.

n8n eignet sich besonders für Unternehmen, die volle Kontrolle über ihre Daten brauchen und eigene Entwickler haben. Für die meisten Einsteiger und KMUs bleiben Make und Zapier die praktischeren Optionen.

Wenn du dich für Workflow-Automatisierung und KI-Tools interessierst, lernst du in einer Weiterbildung alle drei Plattformen im Kontext kennen.

Wie lernst du den Umgang mit Automatisierungstools?

Automatisierungstools wie Make und Zapier sind gefragt. Laut Bitkom (2024) suchen 7 von 10 Unternehmen in Deutschland Mitarbeiter mit Digitalisierungs-Know-how. Die Fähigkeit, Prozesse zu automatisieren, gehört zu den am stärksten nachgefragten Skills im Arbeitsmarkt 2026.

Du kannst dir die Grundlagen selbst beibringen. Beide Plattformen bieten kostenlose Tutorials und Zertifikate an. Für einen strukturierten Einstieg mit anerkanntem Abschluss gibt es aber auch geförderte Weiterbildungen.

Der Digitalisierungsmanager/in (IHK) bei SkillSprinters deckt unter anderem Prozessautomatisierung, KI-Tools und No-Code-Plattformen ab. Die Weiterbildung dauert 4 Monate, findet komplett online statt und ist mit Bildungsgutschein zu 100 % kostenlos.

Du willst Automatisierung professionell lernen? Schau dir die Weiterbildung zum Digitalisierungsmanager/in (IHK) an. 4 Monate, komplett online, IHK-Zertifikat. 100 % kostenlos mit Bildungsgutschein.

Kann ich Make und Zapier gleichzeitig nutzen?

Ja. Viele Unternehmen nutzen beide Tools parallel. Zapier deckt einfache Routineaufgaben ab (z. B. E-Mail-Benachrichtigungen, CRM-Updates). Make übernimmt die komplexeren Workflows mit Datenverarbeitung und bedingter Logik.

Diese Kombination kann sinnvoll sein, weil Zapier einige Nischen-Apps unterstützt, die Make nicht hat. Umgekehrt bietet Make Funktionen (z. B. Iterator, Aggregator, Router), die bei Zapier fehlen oder nur eingeschränkt verfügbar sind.

Häufige Fragen

Ist Make wirklich günstiger als Zapier?

In den meisten Fällen ja. Make bietet im Core-Plan 10.000 Operationen für ca. 10 USD/Monat. Zapier startet bei ca. 20 USD/Monat für 750 Tasks. Allerdings zählt bei Make jeder Schritt als Operation. Bei einfachen Workflows mit wenigen Schritten kann der Preisunterschied geringer ausfallen.

Brauche ich Programmierkenntnisse für Make oder Zapier?

Nein. Beide Tools sind No-Code-Plattformen. Du brauchst keine Programmierkenntnisse. Grundlegendes Verständnis für Datenstrukturen (z. B. was ein JSON-Objekt ist) hilft bei Make, ist aber keine Voraussetzung.

Welches Tool hat mehr Integrationen?

Zapier mit über 8.000 App-Integrationen. Make unterstützt rund 2.800 Apps, bietet dafür aber oft mehr API-Endpunkte pro App und ein flexibles HTTP-Modul für individuelle API-Anbindungen.

Gibt es eine kostenlose Version von Make und Zapier?

Ja. Make bietet 1.000 Operationen pro Monat kostenlos. Zapier bietet 100 Tasks pro Monat kostenlos. Für den Einstieg reichen beide kostenlosen Pläne aus.

Sind Make und Zapier DSGVO-konform?

Make bietet EU-Server als Option. Damit kannst du sicherstellen, dass deine Daten in der EU verarbeitet werden. Zapier verarbeitet Daten auf US-Servern. Für Unternehmen im DACH-Raum, die personenbezogene Daten automatisieren, kann das ein relevanter Faktor sein.

Wo lerne ich den Umgang mit Automatisierungstools?

Du kannst mit den kostenlosen Tutorials von Make und Zapier starten. Für einen strukturierten Einstieg mit IHK-Zertifikat bietet sich die Weiterbildung zum Digitalisierungsmanager/in (IHK) an. Sie ist mit Bildungsgutschein zu 100 % förderbar.

Was verdient ein Digitalisierungsmanager?

Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 48.000 bis 65.000 EUR brutto pro Jahr (Quelle: Stepstone/Gehalt.de). Mit Erfahrung in Automatisierung und KI sind auch höhere Gehälter möglich.

Kann ich mit einem Bildungsgutschein Automatisierung lernen?

Ja. Die Weiterbildung zum Digitalisierungsmanager/in (IHK) ist AZAV-zugelassen und DEKRA-zertifiziert. Mit einem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit werden die Kosten zu 100 % übernommen.


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